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[9] mutar. suffr. etc., die wichtigste Veränderung, welche die Censoren, ohne das Volk od. den Senat zu befragen, einführen, s. 9.46.14; Mommsen Str. 2, 374, berichtet L. nur mit wenigen Worten: sie änderten die Art des Abstimmens etwa die Zusammenstellung der zusammen Stimmenden; die Abstimmungsabtheilungen wurden andere; [p. 207] 1generibus hominum causisque et quaestibus tribus descripserunt.die Verbindung der Centurien mit den Tribus, 1, 43, 12, ist ebenso wenig gemeint, als eine Anordnung, welche die frühere Art des Abstimmens nach Tribus u. Centurien aufgehoben und eine andere an deren Stelle gesetzt hätte, denn der folg. Satz, nach dem die Tribus bleiben, wird durch que als Erklärung, s. 2.42.6; 6.2.5, in chiastischer Form: mutarunt

descripserunt angeknüpft.

regionatim. nach Bezirken, vgl. 45.30.2, vor L. wol nicht, überhaupt selten gebraucht. Da die Eintheilung nach Tribus von Anfang eine locale war, s. 1.43.13; 2.21.7, so dass die Bezirke des Servius selbst regiones genannt werden, s. Varro bei Nonius p. 43, viritim, und diesen Charakter auch behalten hat, s. Gell. 15, 27, 4: in eodem (Laelii Felicis) libro hoc scriptum est: “cum ex generibus hominum suffragium feratur curiata comitia esse

cum ex regionibus et locis, tributa, die Zahl u. der ordo tribuum seit 513 a. u. dieselben geblieben sind, die Theilnehmer der Tribus auch später noch in verschiedenen Gegenden wohnten, so kann der Sinn von regionatim tribus describere nicht sein, dass die Censoren die Eintheilung nach Tribus, also die des ganzen ager privatus, ganz ungestattet u. etwa die in derselben Gegend Wohnenden in eine Tribus aufgenommen hätten; sondern es scheint nur die Eintheilung nach Tribus selbst, wie sie bestand, zu bezeichnen und den Censoren beigelegt zu werden, insofern jeder neue Census eine neue Gestaltung, Gründung des Staatswesens war, s. 1.44.2. Die Neuerung bestand dann nicht in dem regionatim describere, sondern, wie auch die bedeutsamere Form der Ablative dem Adverb. gegenüber andeutet, in generibus

quaestibus describere: sie änderten die Abstimmung, sie grenzten nämlich regionen = bezirksweise die Tribus so ab, organisierten sie so, dass in denselben nach genera

quaestus gestimmt wurde: generibus nach Ständen, Classen (Andere: nach der Herkunft), etwa als Senatoren, nobiles, Ritter, freigeborne Bürger, Libertinen, ähnlich den ordines bei Cic. Rep. 4, 2: quam commode ordines descripti etc., Legg. 3, 3, 7: populi partes in tribus distribuunto;

ordines partiunto etc.; ib. 19, 44; pro Flacc. 7, 15: descriptis ordinibus, classibus etc. s. Becker 2, 1, 373; 2, 3, 46; 48; Schwegler 1, 666 f.; Plüss Die Entwickelung der Centurienverf. 14; 37.

causis., ein sehr umfangreicher Begriff; nach Verhältnissen, z. B. Vermögen, Alter, Wohnung auf dem Lande oder in der Stadt usw., vgl. Cic. Legg. 3, 18, 41: quodque addit: causas populi teneto,

idque late patet: quid habeat militum etc.

quaestibus, Ackerbau, Geldgeschäfte, Handwerke. Wie viel genera, causae, quaestus unterschieden, wie diese Eintheilungsgründe angewendet und nach denselben der Abstimmungsmodus geändert worden sei, geht aus der kurzen Andeutung nicht hervor; ebensowenig, ob neben demselben die früheren Censusund Altersclassen noch fortbestanden haben. Da jedoch die letzteren noch zu Ls' Zeit, s. 1.43.12, massgebend sind, so hat die Neuerung der jetzigen Censoren dieselben entweder nicht berührt, oder sie ist nicht von langer Dauer gewesen, s. Mommsen. Die Tribus 217; Str. 2, 372; 386.

descrips. s. 1.42.5. Nach Ls' Darstellung bezieht sich die Veränderung auf die Tribus; aber da die Abstimmung in den Centurien so eng mit diesen zusammenhieng, konnte sie auch auf diese nicht ohne Einfluss sein. Dass nur die Verhältnisse und die Stellung der Freigelassenen habe geändert werden sollen, kann aus Ls' [p. 208] Worten nicht gefolgert werden, der vielmehr die Einrichtung als eine die Tribus, d. h. das ganze Volk, betreffende bezeichnet, vgl. Lange 2, 249; 480.

1 a. Ch. 179.

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