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[10-11] nam et entspricht im Folg. et quibus, jenes erklärt, wie sie den Bundesgenossen Unrecht thaten.

quibusquib., die ungewöhnliche Form, vgl. zu 27.28.2; 42.57.12: ubiubi, kann L. aus seiner Quelle beibehalten haben, vgl. Cic. Att. 16, 8, 1: quiqui, sonst läge quibusvis nahe; auch quibusquibus bedeutet: irgend einem, wer es auch sei; dass es Libertinen, die Latiner nur verarmte Leute gewesen seien, liegt nicht darin, Lange 2, 254; es kam nur darauf an, dass sich ein römischer Bürger fand, der sich zu dem Geschäfte hergeben wollte.

in eam cond.: aufhin, 29, 12, 14: in eas condiciones, vgl. 27.27.3. Der Latiner gibt seinen Sohn nach dem ius commercii der Latiner mit Rom Marq. a. a. O. 52, an einen röm. Bürger in die causa mancipii, aber mit einem Nebenvertrag (pactum fiduciae), dass der Römer denselben, wenn es der mancipio dans fordere, manumittiere. Dieser Scheinkauf wird vollzogen, so lange der Latiner noch in seinem Staate ist, denn hätte er denselben geschlossen, nachdem er bereits röm. Bürger geworden war, so wäre es nicht mehr imago iuris gewesen; er hätte überhaupt den Kauf als civis Rom. nicht in dieser Art ab- [p. 17] schliessen können, da er als peregrinus, Bürger eines anderen Staates, dann den Sohn, der in der lat. Stadt zurückblieb, wie es das Gesetz forderte, als einen civis Latinus, nicht mehr in seiner Gewalt (in manu) gehabt hätte, ihn also auch nicht hätte manicipio dare können, s. Huschke Gaius s. 8. Sollte dieser nach der Freilassung auch röm. Bürger werden, so musste ein römischer Bürger dazwischen treten, der denselben kaufte und dann frei liess, so dass er liberlinus civis wurde; dass der Sohn dem Römer sogleich folgte, war nicht nothwendig, der Vater konnte ihn, so lange er in dem lat. Staate blieb, bei sich behalten. Vor wem und nach welchem Rechte, ob nach dem ius civile Rom. oder dem des lat. Staates der Handel geschlossen wurde, ist nicht zu erkennen, s. Voigt 207.

libertiniq., daraus folgt nicht, dass auch der Manumittierende ein Libertine gewesen sei.

et quibus etc., die zweite Art des Betrugs, wodurch das ex sese umgangen wird. Da es vorher alii

alii heisst, und mit postea ein neues Moment eingeführt wird, so scheint L. in diesem Satze die bezeichnen zu wollen, welche durch den Betrug dem röm. Volke Schaden zufügten; wie dieses geschehen sie, lässt sich, da die Stelle lückenhaft ist, nicht erkennen.

stirpes ist, wie 1.1.11 als Nebenform von stirps zu betrachten, wie aedes, convalles u. a., doch auch eine Verschreibung möglich.

ut cives

fiebant scheint die Hs. gehabt zu haben, Huschke ändert ut cives in municipes; wahrscheinlicher ist, dass die Stelle lückenhaft sei, Schmidt ergänzt relinquerent, ut reliquisse viderentur, filio adoptato civ. Rom. fiebant; Voigt ut civ. R. fierent, adoptabant, Andere anders; zur Sache s. Tac. Ann. 15, 19.

imag. iur., Trugbilder, Vorspiegelungen eines rechtlichen Verfahrens, § 9: genera fraudis.

promiscue, ohne Unterschied, im Folg. näher bestimmt.

sine lege, ohne dasselbe zu beachten.

per mig. et cens. gehört zusammen: blosse Uebersiedlung und Aufnahme durch den Censor.

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