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[12] praeteritis] substantiviertes Neutrum, wie 3.19.12 u. a.; ein solches kann selbst mit einem Attribut versehen werden; s. 24.1.2; 25.15.20; zur Constr. vgl. 25.14.10.

in futurum] vgl. 3.21.2: in reliquum ... ne . . neve . .] es scheinen zwei Arten von Getreide unterschieden zu werden, bei dessen Abschätzung, wie später von Verres, die ärgsten Bedrückungen verübt sein mochten; s. Ascon. in Divin. § 66 p. 124: Cato accusavit . . P. Furium pro iisdem (Lusitanis) propter iniquissimam aestimationem frumenti; sonst wäre nicht neve gebraucht und vicensumas nicht erst in dem zweiten Gliede erwähnt worden; dafs aber die vicensumae analog den decumae (s. 36.2.12; 37.2.12. 50, 9 u. a.) von Getreide zu verstehen sind, zeigt der Zusammenhang, wenn sie auch sonst nicht erwähnt werden. Die erste Art des Getreides (ne . . haberet) ist vielleicht das von den Staaten für den Haushalt der Statthalter (in cellam) zu liefernde, welches diese nicht in natura annahmen zu dem vom Senate bewilligten Normalpreise (4 Sesterzen für den Modius Weizen), sondern zu einem willkürlich gesteigerten Marktpreise ansetzten (z. B. 7 Sest. für den Mod. Weizen) und sich nun nach Abzug der vom Senat bestimmten 4 Sest. von den Lieferanten die Differenz mit 3 Sest. bar auszahlen liefsen; die zweite Art war wohl das Getreide, welches für andere Zwecke, z. B. das Heer, geliefert werden mufste, entsprechend dem emptum oder imperatum, wie es in Sicilien und Sardinien gefordert wurde; s. Cic. in Verr. 3, 163. 183; 5, 52. Da Hispanien eine provincia stipendiaria war (s. Cic. in Verr. 3, 12), so wurde das so gelieferte Getreide vielleicht von der Steuer abgezogen. Ebenso werden neben der Steuer Getreidelieferungen, aber nur für einzelne Fälle, 23, 32, 9. 41, 7; 41, 17, 2 erwähnt. In dem zweiten Falle werden die Statthalter das Getreide niedrig geschätzt, wenig dafür bezahlt, aber es der Staatskasse hoch angerechnet, im ersten, wo sie das Getreide selbst erhalten sollten, es höher als billig geschätzt und, wie oben erwähnt, diesen Preis den Lieferanten statt des Getreides selbst abgefordert haben; vgl. Marq. St Vm. 2, 99. Dafs die vicensumae nur von den Ansiedelungen auf dem ager publicus gegeben worden seien (s. Nitzsch, Die Gracchen 146), liegt nicht in den Worten; eher könnte man zweifeln, ob eine oder zwei Arten der Uebervorteilung bezeichnet werden sollen. In der Hdschr. steht durch Irrtum, vielleicht durch das vorhergehende Hispanis veranlafst, Hispanonis . . vellent, weshalb Madvig Hispanos nisi . . ipsi vellent liest; so aber würde den Provinzialen gestattet, so viel zu fordern, als sie wollten, also das Aufkaufen selbst unmöglich zu machen (vgl. dagegen Cic. in Verr. 3, 189. 191), während durch die frühere Lesart die Beschränkung der Willkür der Statthalter scharf bezeichnet wird. [p. 7]

praefecti . .] die Steuern (stipendium) waren also durch Unterbeamte der Prokonsuln eingetrieben worden, wahrscheinlich auch nicht ohne Bedrückung; jetzt wird bestimmt, dafs die städtischen Beamten dieses Geschäft besorgen sollen; so sträuben sich die Hispanier auch später gegen Einmischung der röm. Magistrate in ihre Finanzverhältnisse; s. Tac. Ann. 4, 45; vgl. zu 32.2.5.

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