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[3] metalli quoque Macedonici . .] durch die Anknüpfung mit quoque wird das Folgende dem § 1: liberos esse parallel gestellt, d. h. die Aufhebung der Einrichtung wird als eine Wohlthat für das Volk bezeichnet; denn die Einkünfte daraus (die Abgaben für die Pachtung) waren sehr grofs gewesen; zur Sache vgl. 29.11; nach Cassiodor sind 10 Jahre später 596/158 die Bergwerke in Macedonien wieder eingerichtet worden; s. Mms. RG. 15, 780.

praediorum rusticorum] s. 15.2; der Zusammenhang deutet an, dafs, wie metallum ein Regal war, so auch die praedia rustica, von denen hier die Rede ist, dem König gehört haben, d. h. die Domäne desselben gewesen sind, welche dem Sieger zufiel, so dafs er über dieselbe verfügen konnte; dies geht auch aus den Worten Cic. de leg. agr. 2, 50: (agros regios) in Macedonia, qui regis Philippi sive Persae fuerunt, qui item a censoribus locati sunt hervor. Diese St. zeigt zugleich, dafs später (wohl nach der Verwandlung Macedoniens in eine Provinz; s. Pol. 37.4.10) die Verpachtung derselben an publicani eingeführt war; wie bis dahin die Ländereien benutzt worden sind, ist nicht bekannt. Die Bestimmung über die praedia rustica ist 29.10 nicht erwähnt, sei es, dafs L. sie bei Polybios, dem er dort folgt, nicht gefunden oder übergangen hat, oder dafs der Annalist, aus dem er an u. St. die Notiz nimmt, die Sache nicht klar dargestellt hatte, oder endlich dafs die 10 Kommissare die Bestimmung nicht zweckmäfsig fanden. Da L. an beiden Stellen verschiedene Quellen benutzt hat, so kann aus der zweiten für die erste mit voller Sicherheit nichts gefolgert werden. Daher ist es auch zweifelhaft, ob mit Madvig etwa locationes praeter praediorum . . zu lesen sei, besonders da metallum in der BedeutungBergwerksbezirk’, die es sonst wohl nicht hat, genommen werden und praedia die zwischen den einzelnen metalla liegenden Ländereien bezeichnen soll. Heusinger streicht das Komma hinter Macedonici und behält die hdschr. La. locationesque praediorum bei. Die Motivierung der einzelnen Teile des Senatsbeschlusses (hier ubi . . defore; § 1: ut omnibus . . adlaturum; s. Eutrop. 4, 4) sind schwerlich dem Senatsbeschlusse selbst, sondern irgend einer Rede, durch welche dieser begründet wurde, entnommen, vielleicht der Rede Catos, mit dessen Ansicht über die Publikanen (s. 32.27.4; 39.44.7 f.) das hier Gesagte übereinstimmt, während der Senat sonst geneigt ist sich der Publikanen anzunehmen; s. 39.44.8; vgl. 43.16.6.

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