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[4] si nihil aliud] wenn nichts anderes (näml. als die Gröfse des Sieges, die Beute usw.) den Triumph als gerecht erscheinen liefse; oder überhaupt: wenn nichts anderes da wäre, weshalb er als gerecht . .; die Formel ist etwas freier als an anderen Stellen gebraucht; vgl. 5.2.11: qui, si nihil aliud, admoneat collegas; 2, 43, 8. 49, 9; 3, 19, 6; 30, 35, 8; Cic. ad Att. 2, 15, 2: fiat tribunus, si nihil aliud, ut . .

postero die quam . .] s. 44.45.1; vgl. 36.27.1; zu 3.8.2; der Konjunktiv esset statt erat wegen der subjektiven Färbung des Gedankens; ebenso im folgenden bei visurus esset; Paulus hatte das Imperium nur noch für die Zeit des Triumphes; wer aber dieses hatte, war, wenigstens nach der Sitte, für die Dauer desselben gegen eine Anklage gesichert; s. 4.44.6; 41.6.2; vgl. 43.4.6.

cum visurus esset] nähere Bestimmung zu dem vorhergehenden postero die, = wo er in der Lage gewesen wäre, ihn als Privatmann zu sehen; s. zu 3.30.6; Mg. schreibt laesurus, Wfsb. wollte invasurus (s. zu 27.42.6); beide Verba aber passen nicht in den Zusammenhang.

nomen deferret . . interrogaret . . diceret . . accusaret] = ‘so sollte er ihn, so hätte er ihn . . sollen’, wie vorher debuit; über das Impf. s. Cic. p. Sest. 54: si laetabantur . . commoverentur; p. Rab. Post. 29: moreretur, inquies; de off. 3, 88: potius docerent u. a.; vgl. Mg. zu Cic. de fin. 2, 35.

nomen deferret] die Nennung des Namens des Anzuklagenden mit der Angabe des Verbrechens vor dem Magistrate (vgl. 9.26.7) war, wenigstens nach der Einführung der quaestiones perpetuae, das erste, was der Ankläger zu thun hatte; war die Anklage vom Magistrat für zulässig erklärt, so mufste der Anzuklagende vor [p. 100] Gericht erscheinen, und es wurde ihm die Frage vorgelegt, ob er des ihm zur Last gelegten Verbrechens geständig sei (legibus interrogaret); vgl. zu 38.50.8; Sall. C. 18, 2; Tac. Ann. 14, 46.

aut serius paulo] da Galba bereits Kriegstribun war und einer patricischen Familie angehörte, so liefs sich erwarten, dafs er bald Ädil werden würde; als solcher konnte er selbständig, ohne sich an einen Magistrat zu wenden, eine Anklage vor dem Volke erheben (diem dicere); s. 2.35.2. 61, 7.

ad populum accusaret] nach dem diem dicere; vgl. 24.43.2; 29.37.17; 43.8.9. L. unterscheidet ein doppeltes Verfahren, welches Galba einschlagen könne; als Magistrat könne er selbst den Strafantrag stellen und so das Volksgericht, wenn Aemilius an das Volk provoziere, veranlassen oder vorher, ehe er ein Amt erlangt habe, die Klage vor einem Magistrate (dem Prätor) erheben. Da in der früheren Zeit von Privaten erhobene Kriminalanklagen sehr selten und zweifelhaft sind (s. 3.13.3. 24, 3 f.), wenn die Verbrechen durch das Volk oder durch Quästoren, die das Volk (oder der Senat; s. 39.14.6) einsetzte, gerichtet wurden, nach der Einrichtung der quaestiones perpetuae aber die Anklage vor dem Magistrat das gewöhnliche, die durch Magistrate selten war, so ist es wohl möglich, dafs L. oder sein Gewährsmann das spätere Verfahren in die frühere Zeit übertragen habe. Konnten aber in dieser schon Privatankläger in Kriminalprozessen auftreten, so geschah es wohl nur zu dem Zwecke, dafs der Magistrat, bei dem die Anklage angebracht wurde, dann selbst den Strafantrag vor dem Volke stellen, aber nicht gegen das Provokationsgesetz (s. 3.55.5) und gegen die Bestimmung der 12 Tafeln: de capite civis Romani nisi comitiis centuriatis statui non licet allein und in eigener Person Gericht halten und das Urteil fällen sollte; vgl. Cic. de domo 45.77; Eisenlohr, Die Provocatio ad populum 54 f. 84; Lange 2, 508; Zumpt CR. 2, 94. 146. 184. 217.

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