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Drittes Kapitel. Von den Zahlwörtern.

181. Begriff und Einteilung der Zahlwörter.

Die Zahlwörter drücken die Zahl und Quantität aus. Sie werden wie die Pronomina nach Bedeutung und Form unterschieden in Substantiv-, Adjektiv- und Adverbialnumeralien, als: τριάς, die Dreiheit, τρεῖς (ἄνδρες), drei (Männer), τρίς, dreimal.

Die Grundzahlwörter (Cardinalia, ὀνόματα ἀριθμητικά Dion. Thr. p. 636 Bk.) stehen auf die Frage: wie viel? Die vier ersten derselben und dann die runden Zahlen von 200 (διακόσιοι) bis 10 000 (μύριοι) und dessen Komposita haben Adjektivflexion; alle übrigen aber sind in der gewöhnlichen Sprache der Flexion nicht fähig. Die Tausende werden mit den Adverbialnumeralien gebildet, als: τρισχίλιοι, 3000. Die Bezeichnung der Zahl 1 ist in den verwandten Sprachen sehr verschieden; im Griech. scheint der Stamm σεν σεμ vorzuliegen, woher auch μία = σμία, vgl. latein. semel, simplex, singuli;1) δύω (δύο), Stamm δFο, sk. dvâu (Dual, St. dva), l. duo; τρεῖς, τρία, St. τρι, wie in den verwandten Sprachen; τέσσαρες s. § 187, 5; πέντε, äol. πέμπε, sk. pan[kacute]an, goth. fimf, l. quinque; ἕξ, dor. noch ϝέξ, aus σϝέξ, sk. shash, l. sex, goth. saihs; ἑπτά, sk. saptan, Zend haptan, l. septem, goth. sibun; ὀκτώ, l. octo, sk. ashtâu, goth. ahtau, lauter Dualformen; ἐννέα (d. i. ἐννέϝα), sk. navan, goth. niun, l. novem; im Griech. scheint das ε wie öfters sonst vorgesetzt (§ 44); δέκα, sk. da[cnull ]an, l. decem, goth. taihun, ahd. zehan; ϝίκατι, ϝείκατι, εἴκοσι (s. § 16, 2), sk. vi<*>[cnull ]ati, l. viginti; τριά̂κοντα, sk. tri[cnull ]at u. s. w.; ἑ-κατόν, sk. [cnull ]atam, l. centum, goth. hund; δια-κόσιοι (δϝιακ.), sk. dvê [cnull ]atê, l. du-centi u. s. w.; χίλιοι vgl. sk. sahasra (griech. Grundform § 184); μύριοι hat in den verwandten Sprachen kein entsprechendes Wort.

Anmerk. 1. Einzelne Ausnahmen bei den sonst der Abwandelung nicht fähigen Zahlwörtern sind: τριηκόντων ἐτέων Hes. Op. 696, was Spätere nachgeahmt haben: ἐκ δὲ τριηκόντων Callim. fr. 67, 2. Anth. 14. 3, 9. 123, 13; τριηκόντεσσιν Philodem. in Anth. 11. 41, 1. Aus der lesbischen Mundart wird im Et. M. 290, 49 angeführt Alc. 75 εἷς τῶν δυοκαιδέκων nach O. Müllers Besserung (st. der verkehrten Lesart εἰς τὸν δυοκαίδεκον), vgl. 33 παχέων ἀπὺ πέμπων nach desselben einleuchtender Mutmassung st. παχέων (τ᾽ ἀχέων) ἀπυπέμπων (ἀποπ.)2) Auch auf dem Lesbos benachbarten ionischen Chios (Röhl, I. gr. ant. 381) finden wir τεσσερακόντων, ἐνενηκόντων, πεντηκόντων, δέκων, doch ἐπτά als Gen. (Ἑξάσι als Dat. zu ἕξ [Baunack, Rh. Mus. 1882, 474] C. I. Gr. III, 5128, Aethiopien, spät u. barbarisch.)

Die Ordnungszahlwörter (Ordinalia, ὀνόματα τακτικά Dion. Thr. a. a. O.), welche eine Reihenfolge bezeichnen und auf die Frage: der wie vielste? (πόστος;) stehen, haben sämtlich die dreigeschlechtige Adjektivflexion: ος, η, ον und ος, , ον (nur δεύτερος, , ον). Bis 19, ausser 2, 7, 8, endigen sie auf τος und haben den Accent soweit als möglich nach dem Anfange des Wortes, von 20 an endigen sie auf στός. Dass die Endung τος (στόςSuperlativendung ist, wurde § 157, 8 bemerkt;3) πρό-τερος (von πρό), der Erste von Zweien, und δεύ-τερος (dessen Zusammenhang mit δύο nicht sicher) haben Komparativendung; τέταρτος (τέτρατος) vgl. mit dor. τέτορες; πέμπτος mit äol. πέμπε; ἕκτος steht für ἕξτος (sextus), vgl. ἐκ für ἐξ, ἑκκαίδεκα; ἕβδομος, aus ἕπτμος mit Erweichung des πτ vor μ und nachfolgender Vokalentfaltung entstanden, hat die Superlativendung μος, wie im Sanskr. mas und im Lat. mus: sk. sapta-mas, lat. septimus; ὄγδο-ος scheint mit dem Suffixe ϝος gebildet (ὄγδ-ϝος), vgl. lat. octavus; die Erweichung des κτ in γδ muss mit dem Digamma zusammenhängen; das ς des στός in εἰκοστός u. s. w. ist aus τ hervorgegangen (ϝίκατι), während von ἑκατοστός ab einfach die Analogie der vorhergehenden massgebend war. Die adverbialischen Ordnungszahlwörter, welche ebenfalls eine Reihenfolge bezeichnen, werden durch das Neutrum Sing. oder Plur. mit oder ohne Artikel ausgedrückt, als: πρῶτον, τὸ πρῶτον, πρῶτα, τὰ πρῶτα; auch mit Adverbialendung ως, jedoch ausser bei Philosophen (Plat., Aristot. u. A.) nur bei Späteren.4)

Die Zahladverbien (ἐπιρρήματα ἀριθμοῦ δηλωτικά, Dion. Thr. p. 641) auf die Frage: wie vielmal? sind, mit Ausnahme der drei ersten, aus den Grundzahlwörtern mit der Endung α?́κις, welche nach Wegwerfung des Endvokals angesetzt wird, gebildet, als: πεντάκις, fünfmal; aber ἑκατοντάκις.

Die Vervielfachungszahlwörter (Multiplicativa) auf die Frage: wie vielfach? wie vielfältig? sind sämtlich Komposita mit πλοῦς, und Adjektive dreier Endungen: οῦς, , οῦν, (§ 113): ἁπλοῦς, , οῦν, einfach, διπλοῦς (2), τριπλοῦς (3), τετραπλοῦς (4), πενταπλοῦς (5), ἑξαπλοῦς (6), ἑπταπλοῦς (7), δεκαπλοῦς (10); weitere leicht zu bilden, aber kaum zu belegen. Ihnen nahe stehen die Verhältniszahlwörter (Proportionalia), auf die Frage: um wie vielmal genommen? oder wie vielmal so gross? ebenfalls sämtlich Komposita mit der dreigeschlechtigen Endung πλα?́σιος, ίᾶ, ιον; διπλάσιος, doppelt so gross als ein Anderes, das als Einheit genommen wird, τριπλάσιος (3), τετραπλάσιος (4), πενταπλάσιος (5), ἑξαπλάσιος (6), ἑπταπλάσιος (7), ὀκταπλάσιος (8), ἐννεαπλάσιος (9), δεκαπλάσιος (10), ἑκατονταπλάσιος (100), χιλιοπλάσιος (1000), μυριοπλάσιος (10 000); darnach πολλαπλάσιος, ποσαπλάσιος u. s. w.; später mit der Endung: -πλασίων, ον, als: διπλασίων (Lob. Phryn. p. 411); ἑκατονταπλασίων steht schon Xen. Oec. 2, 3.5) Eine seltenere, besonders im ionischen Dialekte gebräuchliche Endung ist -φάσιος, als: διφάσιος, zweifach d. i. zweifach geteilt, Plur. fast = δύο;6) dazu kommen für 2 und 3 δισσός (att. διττός, ion. διξός), zweifach, τρισσός (τριττός, τριξός), wohl aus δίχα, τρίχα gebildet, wovon der Plural ebenfalls bei Dichtern und alten Prosaikern synonym mit δύο bezw. τρεῖς gebraucht wird; Homer hat auch διχθάδιος von διχθά = δίχα; Aristoteles (nach διξός) τετραξός, πενταξός.7) Die adverbialischen Vervielfachungszahlwörter werden aus den Grundzahlwörtern mit der Endung χα (Homer χθα) oder χῇ und χῶς (Herodot χοῦ) gebildet, als: μοναχῇ, δίχα, διχῇ (zwiefach geteilt, in zwiefacher Weise), τριχῇ (dor. διχᾷ, τριχᾷ), τέτραχα, πένταχα, πενταχῇ, πενταχῶς, ἑξαχῇ u. s. w., bei Herodot διχοῦ, τριχοῦ, πενταχοῦ.

Die Substantivnumeralien, welche den abstrakten Begriff der Zahl, daneben auch das Datum des Monats (τετράς der 4., εἰκάς der 20.) ausdrücken, werden zumeist aus den Grundzahlwörtern, mit der Endung άς, Gen. άδ-ος, gebildet: μονάς (von μόνος, allein), seltener ἑνάς, die Einheit, δυάς, Zweiheit, τριάς, Dreiheit, τετράς (4), πεμπάς (πεντάς Spät.; πεμπτάς falsche Schreibart) (5), ἑξάς (6), ἑπτάς, häufiger ἑβδομάς (7), ὀκτάς, ὀγδοάς (8), ἐννεάς (9), δεκάς (10), ἑνδεκάς (11), δωδεκάς (12) u. s. f., εἰκάς (20), τριᾶκάς (30), τετταρακοντάς (40), πεντηκοντάς (50), ἑκατοντάς (100), χιλιάς (1000), μυριάς (10 000), δύο μυριάδες (20 000) u. s. w. Über die Betonung χιλιαδῶν u. s. w. s. § 134, 1, e). S. 484. Dazu mit anderweitiger Bildung: τριττύς, τετρακτύς, πεντηκοστύς, ἑκατοστύς, χιλιοστύς, μυριοστύς, Gen. ύος; τριττύς bezeichnet in Athen das Dritteil einer Phyle; πεντηκοστύς u. s. w. sind im Kriegswesen üblich. Für χιλιοστύς ist in dem äol. Methymna die Form χέλληστυς, auf Samos und in Ephesos χιλιαστύς, beides mit politischer Bedeutung.8)

Anmerk. 2. Eine ganz eigentümliche Art von Zahlwörtern hat die griech. Sprache, welche, von den Ordnungszahlwörtern abgeleitet, die Endung αῖος haben und gewöhnlich auf die Frage: am wie vielsten Tage? stehen, als: δευτεραῖος, τριταῖος, τεταρταῖος, πεμπταῖος, ἑκταῖος, ἑβδομαῖος, ὀγδοαῖος, ἐναταῖος, δεκαταῖος u. s. w., z. B. δευτεραῖος ἐκ τοῦ Ἀθηναίων ἄστεος ἦν ἐν Σπάρτῃ Hdt. 6.106, d. h. am zweiten Tage, πεμπταῖοι ἀφίκοντο, am fünften Tage, schon bei Hom. πεμπταῖοι δ̓ Αἴγυπτον ἱκόμεσθα Od. ξ, 257, dann besonders häufig bei den Historikern. Man sagt auch δευτεραία, der 2. Tag, so τῇ δευτεραίῃ ἦλθεν Hdt. 4.113; att. oft προτεραία, ὑστεραία; ἡμέρα wird dabei weggelassen. Übrigens findet sich die Endung αῖος auch bei anderen eine Zeit angebenden Adjektiven, als σκοταῖοι προσιόντες Xen. An. 2. 2, 17 = per noctis tenebras. S. die Wortbildung.

Anmerk. 3. Distributive Zahlwörter, welche die lateinische Sprache hat, fehlen der griechischen, welche dafür die Präpositionen ἀνά, εἰς, κατά mit dem Akk. der Cardinalia gebraucht, als: ἀνὰ δέκα ἀφίκοντο, deni venerunt, καθ᾽ ἕνα (ἕν), singuli, a, εἰς τέτταρας, quaterni; auch finden sich die Komposita mit σύν: σύνδυο (σὺν δύο), bini, ae, a, σύντρεις, σύντρια (σὺν τρεῖς, σὺν τρία), terni, ae, a, schon Od. i, 429 σύντρεις αἰνύμενος. h. Ven. 74 σύνδυο. Pind. P. 3, 81. Hdt. 4.66. Xen. An. 6. 3, 2. Plat. leg. 12. 962, e. συνεκκαίδεκα (besser Christ σὺν ἓξ καὶ δέκα, zu sechs und gar zu zehn) Dem. 18.104. Davon sind solche Beispiele zu unterscheiden, in welchen dies σὺν die σὺν die Bedeutung von zusammen hat, wie ξυνεείκοσι Od. c, 98. σύνδυο Plat. Hipp. mai. 282, e. συνδώδεκα Eur. Troad. 1076.9)

Anmerk. 4. Ausser den angeführten eigentlichen Zahlwörtern giebt es noch eine andere Klasse von Wörtern, welche nicht, wie jene, eine bestimmte Zahl ausdrücken, sondern entweder eine unbestimmte Zahl oder eine unbestimmte Quantität, als: ἔνιοι, einige, πάντες, alle, πάντα, Alles, πολλοί, viele, πολλά, Vieles, ὀλίγοι, wenige, ὀλίγον, ὀλίγα, Weniges. Diese Wörter werden besser bei den Adjektiven belassen.(Smyth 347)

182. Zahlzeichen.

Die gewöhnlichen Zahlzeichen sind die 24 Buchstaben des griechischen Alphabets, unter die noch drei veraltete Buchstaben eingeschaltet werden, nämlich nach ε das Βαῦ oder Digamma, in der Form ς (in byzantin. Zeit <*>, identisch mit dem στῖγμα, d. i. der Ligatur von στ), — nach π das Κόππα: <*>, als Zeichen für 90; — endlich am Schluss das Σαμπῖ (σανπῖ, scheinbar aus Σ = σάν d. i. σῖγμα und Π πῖ bestehend): <*>, als Zeichen für 900. Wann diese Zifferbezeichnung aufgekommen sei, lässt sich nicht genau bestimmen; so viel aber ist gewiss, dass sie schon ziemlich alt ist.10)

Die ersten 8 Buchstaben: α bis θ mit dem Βαῦ bezeichnen die Einer; die folgenden 8: ι bis π mit dem Κόππα die Zehner; die letzten 8: ρ bis ω mit dem Σαμπῖ die Hunderte.

Bis 999 werden die Buchstaben als Zahlzeichen mit einem Striche rechts oberhalb des (letzten) Buchstabens (vordem mit einem wagerechten über den Buchstaben) versehen. Mit 1000 beginnt wieder das Alphabet, die Buchstaben aber werden mit einem Striche links unterhalb versehen, also: α# = 1, [τνυμ = 1000, ι# = 10, [τνυμ = 10000, [τνυμ ]εψμβ# = 5742, [τνυμ ]αωξή, 1868, ρ# = 100, [τνυμ = 100000.

Anmerk. Eine andere Zahlbezeichnungdie altattische, auf attischen Inschriften sowie zur Bezeichnung der Zeilenzahl in Handschriften sich findendeist folgende: 1 I, 2 II, 3 III, 4 IIII, 5 <*> (Anfangsbuchstabe von Πέντε), 6 <*>I (5 u. 1), 7 <*>II u. s. w., 10 Δ (Δέκα), 11 ΔI u. s. w., 15 Δ<*>, 20 ΔΔ, 21 ΔΔI u. s. w., 30 ΔΔΔ, 40 ΔΔΔΔ, 100 Η (Ηεκατόν nach alter Orthographie für ἑκατόν), 200 ΗΗ u. s. w., 1000 Χ (Χίλιοι), 2000 ΧΧ, 10000 Μ (Μύριοι). — 50, 500, 5000, 50000 werden dadurch bezeichnet, dass die Buchstaben: Δ (10), Η (100), Χ (1000), Μ (10000) in den leeren Raum eines grossen <*> (= πεντάκις) hineingestellt werden, als: <*> d. h. πεντάκις δέκα, 5mal 10 = 50, <*>Δ = 60, <*> = 500, <*>ΔΔ = 520, <*> = 5000, <*>Χ = 6000, <*> = 50000, ΧΧΧ <*> Η <*> = 3650. Analoge Systeme finden sich auf Inschriften anderer griechischer Stämme.(Smyth 348)

183. Übersicht der Cardinalia und Ordinalia.

Grundzahlwörter (Cardinalia): Ordnungszahlwörter (Ordinalia):
1 α# εἷς, μία^, ἕν πρῶτος, η, ον, primus
2 β# δύο δεύτερος, , ον
3 γ# τρεῖς, τρία τρίτος, η, ον
4 δ# τέσσαρες, α, att. τέτταρ. τέταρτος, η, ον
5 ε# πέντε πέμπτος, η, ον
6 ς# ἕξ11 ἕκτος, η, ον
7 ζ# ἑπτά ἕβδομος, η, ον
8 η# ὀκτώ ὄγδοος, η, ον
9 θ# ἐννέα ἔνατος, η, ον12
10 ι# δέκα δέκατος, η, ον
11 ια# ἕνδεκα ἑνδέκατος, η, ον
12 ιβ# δώδεκα δωδέκατος, η, ον
13 ιγ# τρεῖς (τρία) καὶ δέκα13 τρίτος, η, ον καὶ δέκατος, η, ον14
14 ιδ# τέσσαρες καὶ δέκα15 τέταρτος, η, ον καὶ δέκατος, η, ον
15 ιε# πεντεκαίδεκα πέμπτος, η, ον καὶ δέκατος, η, ον
16 ις# ἑκκαίδεκα ἕκτος, η, ον καὶ δέκατος, η, ον
17 ιζ# ἑπτακαίδεκα ἕβδομος, η, ον καὶ δέκατος, η, ον
18 ιη# ὀκτωκαίδεκα ὄγδοος, η, ον καὶ δέκατος, η, ον
19 ιθ# ἐννεακαίδεκα ἔνατος, η, ον καὶ δέκατος, η, ον
20 κ# εἴκοσιν εἰκοστός, ή, όν
21 κα# εἷς, μία, ἓν καὶ εἴκοσι εἷς, μία, ἓν16) (πρῶτος, η, ον) καὶ εἰκοστός, ή, όν
30 λ# τριά̂κοντα17 τριᾶκοστός, ή, όν18
40 μ# τεσσαρα?́κοντα, attisch τετταρ. τεσσαρα^κοστός, ή, όν, att. τετταρ.
50 ν# πεντήκοντα πεντηκοστός, ή, όν
60 ξ# ἑξήκοντα ἑξηκοστός, ή, όν
70 ο# ἑβδομήκοντα ἑβδομηκοστός, ή, όν
80 π# ὀγδοήκοντα ὀγδοηκοστός, ή, όν
90 <*> ἐνενήκοντα19 ἐνενηκοστός, ή, όν20
100 ρ# ἑκατόν ἑκατοστός, ή, όν
200 ς# διᾶκόσιοι, αι, ια21 διᾶκοσιοστός, ή, όν22
300 τ# τριᾶκόσιοι, αι, ια τριᾶκοσιοστός, ή, όν
400 υ# τετρα^κόσιοι, αι, ια23 τετρα^κοσιοστός, ή, όν
500 φ# πεντα^κόσιοι, αι, α πεντα^κοσιοστός, ή, όν
600 χ# ἑξα^κόσιοι, αι, α ἑξα^κοσιοστός, ή, όν
700 ψ# ἑπτα^κόσιοι, αι, α ἑπτα^κοσιοστός, ή, όν
800 ω# ὀκτα^κόσιοι, αι, α ὀκτα^κοσιοστός, ή, όν
900 <*> ἐνα^κόσιοι, αι, α24 ἐνα^κοσιοστός, ή, όν25
1000 [τνυμ χίλιοι, αι, α χιλιοστός, ή, όν
2000 [τνυμ δισχίλιοι, αι, α δισχιλιοστός, ή, όν
3000 [τνυμ τρισχίλιοι, αι, α τρισχιλιοστός, ή, όν
4000 [τνυμ τετρακισχίλιοι, αι, α τετρακισχιλιοστός, ή, όν
5000 [τνυμ πεντακισχίλιοι, αι, α πεντακισχιλιοστός, ή, όν
6000 [τνυμ ἑξακισχίλιοι, αι, α ἑξακισχιλιοστός, ή, όν
7000 [τνυμ ἑπτακισχίλιοι, αι, α ἑπτακισχιλιοστός, ή, όν
8000 [τνυμ ὀκτακισχίλιοι, αι, α ὀκτακισχιλιοστός, ή, όν
9000 [τνυμ ἐνακισχίλιοι, αι, α ἐνακισχιλιοστός, ή, όν
10000 [τνυμ μόριοι, αι, α μυριοστός, ή, όν
20000 [τνυμ δισμύριοι, αι, α δισμυριοστός, ή, όν
100000 [τνυμ δεκακισμύριοι, αι, α δεκακισμυριοστός, ή, όν.

(Smyth 347)

184. Dialekte.

Cardinalia. Über εἷς, δύο, τρεῖς, τέσσαρες s. § 187. Πέμπε äol. st. πέντε Alc. 33; b. Homer in πεμπ-άσσεται Od. δ, 412, und in πέμπ-τος, quintus, πεμπ-ταῖος, quinto die; — ϝέξ (sex), ϝέκτος u. s. w. dor., so auf d. Herakl. Taf. (böot. indes ἕξ); — ὁκτώ st. ὀκτώ Herakl. Taf. (jedenfalls durch Angleichung an ἑπτά), böot. ὀκτό (wie δύο) Dial.- Inschr. 502. 714, eleisch ὀπτώ das. 1168; — ἑννέα Her. Taf.; — δέκο (Δυοδεκο) arkad. Bull. de corr. hell. 1889, 281; — δέκα εἷς Delph. Inschr. 1690 st. ἕνδεκα; — δυώδεκα dor. (auch δέκα δύο tab. Heracl. 2, 53, vgl. Wackernagel, Phil. Anz. 1886, 78 f.; δώδεκα Kos, wie δωδέκατος Rhod.) und altion. (neben δώδεκα) und neuion. (δώδεκα b. Hdt. ohne Var. nur 6, 108), auch δυοκαίδεκα b. Homer und anderen Dichtern (Alcae. 75); auch Hipp. II, 520 m. v. l. in A δώδεκα; b. Herod. 8, 121 δυωκαίδ. v. l. zu δυώδ.; — τρεισκαίδεκα u. τεσσερεσκαίδεκα s. § 183. S. 626, not. 1); über ἑξκαίδεκα s. § 68, 7 (böot. ἑσκήδεκα, s. Dial.-Inschr. 951. 956^{a}); — ϝίκατι altdor., ϝείκατι etwas später dor., βείκατι bei Hesych. spät lakon.; gleichfalls dor. ἴκατι (ἰκάς = εἰκάς thessal.; Inschr. Kos Journ. of Hell. Stud. 1888), später εἴκατι Korkyr. Inschr. 1840 = Dial.-Inschr. 3198, Callim. Cer. 70. Theokr. öfter; nach alexander die Vulgärform εἴκοσι (Archimed.); ep. εἴκοσι, εἴκος᾿ Od. β, 212 u. s., ἐείκοσι und vor Vokalen ἐείκοσιν, — τετρώκοντα (aus τετορήκοντα, τετροήκ.) dor. st. τεσσαράκοντα; — ἑβδεμήκοντα dor., später auch die Vulgärform ἑβδομήκοντα; — ὀγδώκοντα alt- und neuion.; — ἐννήκοντα Od. τ, 174, aber ἐνενήκοντα Il. β, 602, vgl. § 183, S. 626, N. 2, ἑνενήκ. Tab. Heracl.; — ἑκοτόν arkad.; — διακατίοι, τριακατίοι, τετρακατίοι, πεντακατίοι, ϝεξακατίοι, ἑπτακατίοι u. s. w. dor., auch böot. -κάτιοι, arkad. τριακάσιοι, nach Alexander auch dor. die gewöhnlichen Formen διακόσιοι u. s. w.; ὀκτωκόσιοι lesb. Inschr. (D.-I. 281 Α, 30); εἰνακόσια Hdt. 2.13 mit der Var. ἐννακ., ebenso 2, 145; so erklärt Bechtel auch das ENAK. der chiischen Inschr. nr. 174, d; — χέλλιοι lesb., χείλιοι böot., Ζηλίοι im strengeren, χειλίοι im milderen Dorismus, χίλιοι auf jüngeren Inschriften;26) χείλιοι auch in dem ionischen Chios, Bechtel Inschr. d. ion. Dial. nr. 174 S. 109; vgl. u. Bei mehreren Tausenden verbindet Homer die Cardinalia mit der Form χῖλοι zu Einem Worte, als: ἐννεάχιλοι, δεκάχιλοι (nicht μύριοι s. § 185, 2); dafür ist die (jedenfalls richtiger ionische) Schreibung Aristarchs ἐννεάχειλοι, δεκάχειλοι, Schol. V ad Il. ξ, 148; W. Schulze, K. Z. 29, 242; — das lange α in den Formen auf άκοντα und ακόσιοι, als: τριάκοντα, διακόσιοι, τριακόσιοι lautet alt- und neuion. η, als: τριήκοντα, aber τεσσαρα?́κοντα Homer, τεσσεράκοντα Hdt., da das α kurz ist, διηκόσιοι, τριηκόσιοι u. s. w., aber τετρα^κόσιοι (πεντηκόσιοι Od. γ, 7, doch πεντακ. Aristarch u. Herodian, s. § 25, S. 127).

Ordinalia. Πρῶτος (aus πρό-ατος § 50, 11) lautet dor. πρᾶτος; eine ep. und überhaupt poet. Nbf. ist πρόμος (primus) in der Bedeutung Vorderster, princeps; — τέρτος äol. (vgl. tertius); ep. Nbf. τρίτατος (§ 157, 4); — τέτρατος ep. neben τέταρτος; dor. τετορταῖος (Theokr. 30, 2 in einem äol. Gedichte) setzt τέτορτος voraus, vgl. τέτορες; — πέντος für πέμπτος Gortyn (Assimilation), doch ganz alt das. πένπται, Monum. ant. I, S. 77 ff. nr. 55; — ἑβδόματος ep. Nbf. von ἕβδομος; dor. ἕβδεμος nach ἑβδεμαῖος e. epidaur. Inschr. (Dial.-I. 3340, Z. 26) und nach ἑβδεμήκοντα; — ὀγδόατος ep. Nbf. von ὄγδοοςεἴνατος alt- und neuion. st. ἔνατος (vgl. § 183 S. 626, Anm. 2); entspr. kret. ἤνατος in ἠνατακαιδέκατᾳ Monum. antichi I, 43 ff. Β, 5, vgl. EN. Ἠνατίων Kret. Bull. de corr. hell. IX, 19; — δυωδέκατος Hes. Op. 774. 776. 789. Hdt. 3.92; 1, 19; δυοκαιδέκατος Hippokr., δυοδέκατος böot.; — τεσσαρεσκαιδεκάτη Hdt. 1, 84, aber 3, 93 τέταρτος καὶ δέκατος; vgl. S. 626, 3; ἐνακηδεκάτη (= -τῃ) böot. Inschr. Dial.-Inschr. 488, 95; ϝικαστός böot.; τετρωκοστός dor. (auch Archimed., wiewohl τεσσαράκοντα).(Smyth 347)

185. Bemerkungen.

In Verbindung mit Kollektiven, besonders ἵππος, Reiterei, wird zuweilen auch der Singular von sonst nur pluralischen Zahlwörtern gebraucht: τὴν διακοσίαν ἵππον Thuc. 1.62. ἵππον ἔχω δισχιλίαν (v. l. δὲ εἰς χιλίαν) τριακοσίαν Xen. Cyr. 4. 6, 2. ἀσπὶς μυρία καὶ τετρακοσία An. 1. 7, 10. μυρίας ἵππου Aesch. P. 302. ἵππου τρισμυρίας 315.

Von μύριοι, 10 000, wird durch den Ton μυρίοι, unzählige, unterschieden, in welcher Bedeutung auch sehr häufig in der Dichtersprache und in Prosa der Sing. gebraucht wird, als: μυρία πενία u. s. w. (s. Passows Lex.); Homer kennt das Wort nur in der letzteren Bedeutung. — Von χίλιαι fem. lautet der Genetiv attisch χιλιῶν, wenn δραχμῶν zu ergänzen ist, vgl. § 143 Anm. 2; bei der Hinzufügung eines Substantivs indes trat zweifellos die gewöhnliche Betonung ein.

Bei zusammengesetzten Zahlen geht entweder (zumal bei nachfolgendem Subst.) die kleinere der grösseren voran, und zwar immer mit καί (auch τὲ καί), oder folgt (bei vorhergehendem Subst.) der grösseren mit oder ohne καί nach, als:

25: πέντε καὶ εἴκοσιν) oder εἴκοσι (καὶ) πέντε

345: πέντε καὶ τεσσαράκοντα καὶ τριακόσιοι oder τριακόσιοι (καὶ) τεσς. (καὶ) π. Hdt. 1.32 πεντήκοντα καὶ διηκοσίων καὶ ἑξακισχιλίων καὶ δισμυρίων. 3, 95 τάλαντα μύρια καὶ τετρακισχίλια καὶ πεντακόσια καὶ ἑξήκοντα. Xen. An. 5. 5, 4 στάδιοι μύριοι καὶ ὀκτακισχίλιοι καὶ ἑξακόσιοι. S. Wackernagel, K. Z. 25, 284 f.; Phil. Anz. 1886, 78. In nachkl. Zeit nimmt die 2. Weise (in allen Fällen) zu.

Bei den Ordinalzahlen findet dieselbe Verbindungsweise statt, nur dass in beiden Fällen καί hinzugefügt wird:

25: πέμπτος καὶ εἰκοστός oder εἰκοστὸς καὶ πέμπτος

345: πέμπτος καὶ τεσσαρακοστὸς καὶ τριακοσιοστός od. τρ. καὶ τ. καὶ π.

Doch haben die attischen Inschriften hier nur die erstere Art, Meisterhans, Gr. d. att. Inschr. 130^{2}.

Auch findet sich zuweilen die Ausdrucksweise der Addition durch die Präposition ἐπί, seltener πρός mit dem Dative, wobei die kleinere Zahl vorangeht, als: πέντε ἐπὶ εἴκοσι, πέμπτος ἐπὶ εἴκοσι (25). Diese Ausdrucksweise findet sich besonders bei den Späteren, als: τρισχιλίους ἐπὶ μυρίοις = 13 000 Plut. Popl. 20. Ὀλυμπιὰς ὀγδόη πρὸς ταῖς ἑκατόν Diod. 16, 53; aber zur Bezeichnung des Datums vom 13.—19. schon auf den attischen Inschriften regelmässig (Meisterhans 129^{2} f.), vgl. in (unechten) Urkunden μηνὸς Ἀνθεστηριῶνος ἕκτῃ ἐπὶ δέκα (am 16 ten) Dem. 18.156. 181; bei Hippokr. VII, 138 τῇ πέμπτῃ καὶ ἕκτῃ ἐπὶ δέκα; mit μετά bei den Zahlen über 20: ἕκτῃ μετ᾽ εἰκάδα das. 115, jedoch Inschr. vor der Kaiserzeit vielmehr μετ᾽ εἰκάδ ας, Meist. das. 130.

Die mit 8 oder 9 zusammengesetzten Zehner werden häufig durch Subtraktion ausgedrückt, mittelst des auf die grössere Zahl bezogenen Particips von δεῖν (seltener ἀποδεῖν), fehlen, bedürfen, wobei die grössere Zahl nachzufolgen pflegt, als:

49: ἑνὸς δέοντα πεντήκοντα ἔτη, undequinquaginta anni,

48: δυοῖν δέοντα πεντήκοντα ἔτη, duodequinquaginta anni,

39: μιᾶς δέουσαι τετταράκοντα νῆες, undequadraginta naves,

49: ἑνὸς δέων πεντηκοστὸς ἀνήρ, undequinquagesimus vir.

Vgl. Hdt. 1.16 ἑνὸς δέοντα πεντήκοντα. 1, 14 δυῶν δέοντα τεσσεράκοντα. Thuc. 2.2 πεντήκοντα δυοῖν δέοντα ἔτη. 7, 31 τετρακόσιοι καὶ δυοῖν δέοντες πεντήκοντα ἄνδρες. 8, 7 νῆες μιᾶς δέουσαι τεσσαράκοντα. Ὀκτὼ ἀποδέοντες τριακόσιοι (292) 4, 38. Xen. Hell. 1. 1, 5 δυοῖν δεούσαις εἴκοσι ναυσίν (wie Dind. richtig das handschriftliche δεούσαιν verbessert hat). Hipp. VI, 216 L. ἐν δυοῖν δεούσαις (δεούσαιν θ) εἴκοσι. 286 δυοῖν δεόντοιν εἴκοσιν, aber A δυοῖν δὲ ὄντας d. h. δέοντας. Att. Inschr. C. I. A. I, 325 ἀνδράσιν ἑνὸς δέουσι τριάκοντα. Ebenso bei den Ordinal. Thuc. 8.6 ἑνὸς δέον εἰκοστὸν ἔτος. 4, 102 ἑνὸς δέοντι τριακοστῷ ἔτει. In derselben Bedeutung: ἔτη τρία ἀπολείποντα τῶν ἑκατόν Isokr. 12, 270. Auch bei grösseren Zahlen, als: τριακοσίων ἀποδέοντα μύρια (9700) Thuc. 2.31. Die Konstruktion der Genetivi absoluti kommt erst bei den Späteren vor, als: ἑξήκοντα ἑνὸς δέοντος ἔτη Plut. Pomp. 79.

Gebrochene Zahlen werden im Griechischen auf folgende Weise bezeichnet:

1) durch das Substantiv μέρος oder μοῖρα, und zwar a) vollständig so, dass man den Nenner im Genetive voranschickt, dann den Zähler folgen lässt, beiden den Artikel und dem einen oder dem anderen μέρος oder μοῖρα hinzufügt, als: Πελοποννήσου τῶν πέντε τὰς δύο μοίρας Thuc. 1, 10 (2 Fünftel); b) so, dass, wenn der Nenner nur um 1 grösser als der Zähler ist, nur der Zähler mit μέρος und dem Artikel gesetzt wird, als: (κρατοῦντες) τῆς Μέμφιδος τῶν δύο μερῶν Thuc. 1.104 (2 Drittel); so τὰ τρία μέρη, 3 Viertel, τὰ τέσσαρα μέρη, 4 Fünftel, τὰ πέντε μέρη, 5 Sechstel, τὰ ἓξ μέρη, 6 Siebentel, τὰ ὀκτὼ μέρη, 8 Neuntel u. s. w.

2) 1/2 wurde bezeichnet a) durch ἥμισυς, als: ἥμισυς τοῦ ἀριθμοῦ; b) bei benannten Grössen durch Zusammensetzung des untrennbaren ἡμι (sk. sâmi, l. semi d. i. halb) mit dem die benannte Grösse ausdrückenden Substantive, das, wenn es nicht auf ον ausgeht, entweder diese Endung oder die Endung ιον annimmt, als: ἡμιτάλαντον, 1/2 Talentτὸ τάλαντον), ἡμιωβόλιον (Inschr. mit ε ἡμιωβέλιον), sp. ἡμιώβολον, 1/2 Obolos ( ὀβολός), ἡμιμναῖον, besser ἡμίμναιον, 1/2 Mine ( μνᾶ), ἡμίχουν, 12 χοῦς, ἡμιμέδιμνον (ἡμέδιμνον), 1/2 μέδιμνος.27)

3) 1/3, 1/4, 1/5 u. s. w. durch Zusammensetzung der Ordinalia τρίτος, τέταρτος, πέμπτος u. s. w. mit dem Substantive μόριον; τριτημόριον 13, τεταρτημόριον 14, πεμπτημόριον 1/5 u. s. w.

4) Brüche in Verbindung mit ganzen Zahlen:

a. wenn die ganze Zahl 1 ist, so bildet man Adjektive mittelst der Präposition ἐπί, die an den durch das Ordinalzahlwort bezeichneten Nenner des Bruches tritt, als: 1 1/3 ἐπίτριτος (z. B. λόγος, anderthalbfaches Verhältnis), 1 1/4 ἐπιτέταρτος, 1 15 ἐπίπεμπτος u. s. w.

b. wenn der Nenner des der ganzen Zahl beigefügten Bruches ein Halb, und die Rede von benannten Grössen ist, so wird α) die unter 2) b. angeführte Zusammensetzung von ἡμι mit derjenigen Ordnungszahl, von welcher der Bruch subtrahiert werden soll, verbunden, also: 2 1/2 Mine τρίτον ἡμίμναιον (wie in Deutschen dritthalb Minen, d. h. noch die 3. halbe), 3 1/2 Talent τέταρτον ἡμιτάλαντον (vierthalb T.), 4 1/2 T. πέμπτον ἡμιτάλαντον (fünfthalb), 5 1/2 T. ἕκτον ἡμιτάλαντον (sechsthalb) u. s. w.;28) — β) oder (aber seltener) wird die Kardinalzahl in Verbindung mit καὶ ἥμισυ gesetzt, als: ἐν δυοῖν καὶ ἡμίσει ἡμέρας C. I. Att. II, 834, c, 73; — γ) oder das Ganze wird in Hälften aufgelöst; alsdann steht das Kompositum mit ἡμι im Plurale, als: πέντε ἡμιτάλαντα, 5 halbe = 2 1/2 T., πέντε ἡμίμναια, 2 1/2 M., πένθ᾽ ἡμιποδίων (2 1/2 Fuss) u. s. w.

Anmerk. 1 1/2 kann auf folgende Weise ausgedrückt werden: a) τάλαντον καὶ ἥμισυ; — b) durch ἡμιόλιος, als: Κῦρος ὑπισχνεῖται ἡμιόλιον πᾶσι δώσειν οὗ πρότερον ἔφερον Xen. An. 1. 3, 21 (1 1/2 mal so viel, als sie früher erhielten); — c) τρία ἡμιτάλαντα, ἡμίμναια, 1 1/2 T., M.; — d) durch ein mit τριημι zusammengesetztes Wort, als: τριημίγυον tab. Heracl. 2, 16 (1 1/2 Morgen Land), vgl. daselbst πενθημίγυον 20 (2 1/2 Morgen); Adj. τριημιπόδιος C. I. A. II, 1054, 28.

186. Deklination der vier ersten Grundzahlwörter.

N. εἷς μία^ ἕν δυ?́ο
G. ἑνός μιᾶς ἑνός δυοῖν (δυεῖν Anm. 3.)
D. ἑνί μιᾷ ἑνί δυοῖν, nachklass. δυσίν
A. ἕνα μία^ν ἕν δύο
N. τρεῖς, N. τρία τέσσαρες, att. τέτταρες, N. α
G. τριῶν τεσσάρων, att. τεττάρων
D. τρισίν τέσσαρσιν), att. τέτταρσιν
A. τρεῖς, N. τρία τέσσαρας, att. τέτταρας, N. α

Nach δύο geht ἄμφω, beide N. u. A., ἀμφοῖν G. u. D.

Anmerk. 1. Über die Betonung von μιᾶς, μιᾷ s. § 107, A. 3. Nach εἷς gehen auch οὐδείς und μηδείς, nullus und nemo, die auch dieselbe anomalische Betonung beibehalten, also: οὐδείς, οὐδεμία, οὐδέν, G. οὐδενός, οὐδεμιᾶς, D. οὐδενί, οὐδεμιᾷ u. s. w., aber im Plur. οὐδένες, ένων, έσι, ένας, welche Pluralformen ziemlich häufig bei den attischen Rednern sind;29) die Neuionier sagen οὐδαμοί (v. οὐδέ und ἁμός = τὶς § 176, A. 5), οὐδαμαί (Hdt. 6.103), οὐδαμά, οὐδαμῶν u. s. w., οὐδαμάς (Hdt. 4.114), μηδαμοί, μηδαμῶν u. s. w. (der Sing. οὐδαμός, μηδαμός kommt nicht vor); οὐδένες gebraucht Hdt. nur 3, 26. 9, 58.30) Über οὐθείς s. § 187, 1. Neben οὐδείς, μηδείς findet sich sehr häufig ohne Elision οὐδὲ εἷς, μηδὲ εἷς, und zwar nicht gerade zur Verstärkung des Sinnes (“auch nicht einer”), sondern zumal auf Inschr. (Meisterh. 80 f.) von οὐδείς ununterscheidbar (so auch dor. Tab. Heracl. *i, 136 οὐδὲ ἧς, οὐδὲ ἕν, 157 μηδὲ ἕνα, Ahrens, Dial. II, 84); bei Aristoph. ist der Hiat οὐδὲ εἷς gestattet (Ran. 927. Lys. 1049 u. s., § 48, 3; vgl. Phrynich. Bk. An. 53, der dreisilb. οὐδὲ ἕν als attisch empfiehlt); sehr häufig ist diese Auflösung auch mit zwischenstehender Partikel, als: οὐδ̓ (μηδ̓) ἂν ἕνα, οὐδ̓ (μηδ̓ὑφ᾽ ἑνός, μηδ̓ ἐν ἑτέροις, was zumal auf Inschriften die übliche Ausdrucksweise für ὑπ᾽ οὐδενός u. s. w. ist (sogar οὐδ᾽ ὑφ᾽ ἕνων Phot.; so X. Hell. 5, 4, 1 n. Dobr.). S. Herwerden, Test. lap. p. 61. Rutherford, Phryn. p. 271.

Anmerk. 2. Das Wort δύω, δύο, l. duŏ, lautet im Skr. dvâu, im Goth. tvai, f. tvôs, n. tva, s. Curtius, Et.^{5} S. 239. Die Form δύω ist die ältere, vgl. ἄμφω, aber schon zur Zeit Homers war die kürzere Form δύο wohl ebenso gebräuchlich, s § 187, 2. Was die attische Mundart betrifft, so wird die Form δύω zwar von Choeroboskus bei Bekk. An. III. 1248, vgl. Et. M. 289, 29, Eustath. p. 802 (Ael. Dionys. ed. Schwabe p. 235) neben δύο als attisch bezeichnet, kommt aber sowohl in der Dichtersprache als in der Prosa auch handschriftlich nur sehr selten,31) inschriftlich aber gar nicht vor (Meisterhans S. 124^{2}), weshalb die Herausgeber sie mit Recht beseitigt haben. S. Richard Dawes, Misc. crit. p. 347. Die einzige Dichterstelle, wo δύω metrisch notwendig scheint, ist Eur. Hel. 1090 δύο ῥοπάς, aber in der That genügt das anlautende zur Verlängerung.

Anmerk. 3. Die Genetivform δυεῖν kommt bei den attischen Klassikern in den Handschriften oft als Variante von δυοῖν vor; auch wird sie von den alten Grammatikern angeführt (so bei Eustath. p. 802 [Ael. Dionys. ed. Schwabe p. 235] aus Thucyd., bei dem sie jetzt nirgends steht; s. auch Phrynich. p. 210 Lob., der δυεῖν für gut attisch erklärt, es aber auf den Genet. beschränkt; Schol. Eur. Hec. 45); aber aus genaueren Untersuchungen32) sowie aus den Zeugnissen der attischen Inschriften33) hat sich ergeben, dass die Form δυεῖν erst seit der makedonischen Zeit (so auch bei Polybius) gebräuchlich geworden ist (mit Übergang des οι in ει wie in οἴκει, s. § 26, S. 135). — Die Dativform δυσί findet sich in der ionischen Mundart bei Hippokrates (II, 522, v. l. δύο, VIII, 274, VII, 368, u. s. w.), aber nicht bei Herodot, bei Thuc. 8.101 δυσὶν ἡμέραις (Phryn. 210 δυσί μὴ λέγε, ἀλλὰ δυοῖν, wesshalb Lobeck δυοῖν lesen will; v. l. war vielleicht δυεῖν, s. Schwabe a. a. O.), sonst aber bei keinem früheren Attiker, dann seit Aristoteles bei den Späteren oft (auf att. Inschriften erst in römischer Zeit).34) — Δύο steht auch nicht selten indeklinabel st. δυοῖν G. und D., doch nicht bei den attischen Dichtern (ausser Aesch. Ag. 122 Ch. ἰδὼν δύο λήμασι δισσοὺς | Ἀτρεΐδας, wo indes Dind. δύο λήμασιν ἴσους), und zwar in Verbindung mit einem Plurale, im Genetive, seltener im Dat., als: τῶν δύο μερῶν Thuc. 1.104. Pl. leg. 848, a; δύο μερῶν τῶν ἐς χρῆσιν φανερῶν Th. 2.62; δύο μοιρῶν 1, 74; ἐτῶν δύο καὶ τριῶν Thuc. 1.82; ἀπὸ κεραιῶν δύο 2, 76; δύο ἡμερῶν 7, 50; δύο νεῶν 3, 89. δύο πλέθρων Xen. An. 1. 2, 23. 3. 4, 9. 6. 2, 3; δύο μηνῶν 7. 6, 1; vgl. 6. 1, 9. δύο τριῶν ἡμερῶν 2. 2, 12. 6. 1, 9; τῶν δὲ δύο τούτων ζῴων Pl. epin. 984, e; δύο . . γενομένων leg. 908, b; δύο θυγατέρων Dem. 41.3; δύ᾽ οἴκων Ps. Dem. 42.23; Dat. τοῖς δύο μέρεσιν Thuc. 3.15; ναυσὶ δύο 5, 4; δύο τριήρεσιν 8, 87; vgl. 4, 102. 122. X. H. 5.1.7. (Vor einem Duale: X. M. 2.5.2 δύο μναῖν, doch δυοῖν cod. Victorii, und so Dind.) Die Inschr. haben indes erst in der römischen Zeit dies indeklinable δύο, Meisterhans S. 124^{2}. Elmsleys Vorschrift aber (ad S. OC. 531), δυοῖν werde bei den Attikern nicht mit dem Gen. od. Dat. des Plur. verbunden, ist als strenge Regel für den gesamten Atticismus nicht zu halten, indem wenigstens aus dem 4. Jahrh. auch inschriftliche Belege dagegen vorhanden sind (in Folge des allmählichen Eingehens des Dualis), Meisterhans S. 161 f.; s. übrigens Synt. § 368.(Smyth 349)

187. Dialekte.

Εἷς (entst. aus ἕνς) zerdehnt Hes. Th. 145 in ἕεις, vgl. Nauck, Mél. IV, 290 ff., Baunack, Stud. 45 über sonstige Belege dieser Form (Il. l, 35 ἕεις Barnes, Nauck für ἔην); Callimach. fr. 452 hat den Akk. εἷνα in εἷν᾽ ἑνὸς ἀντ᾽ ἐρέτου; vgl. Hdn. I, 546 (oder εἷν zu lesen?). Die lesbische Form st. μία^ ist ἴα, so: οὐδ᾽ ἴα^ν Sapph. 69, μηδὲ ἴα^ lesb. Inschr. 2166, 7 = Dial.-Inschr. 214, 12;35) ebenso ep. ἴα^, ἰῆς, ἴαν neben μία^, μιῆς, μιῇ, μία^ν; vom Mask. dieser Form kommt nur ἰῷ st. ἑνί Il. ζ, 422 vor (dieselbe Form Gortyn. Tafeln VII, 23. VIII, 8, neben μία; Accent nach Aristarch, wie auch der von ἰῇ und analog diesem, Herodian II, 57). Spätere, ionisch schreibende Schriftsteller gebrauchen die Formen μίη, μίην, οὐδεμίη, ην u. s. w.;36) bei Herodot aber stehen diese Formen nirgends kritisch fest;37) ebenso werden sie bei Hippokr. zu emendieren sein (z. B. II, 180 μηδεμίην, v. l. -αν; das. 658 haben fast alle Hdschr. οὐδεμίαν; alle μίαν das. 664 zweimal; VIII, 334 μίαν θ, μίην vulg.). St. εἷς sagte der strengere Dorismus ἧς, so tab. Heracl. 1, 136, der Tarent. Rhinthon.38) — Statt οὐδείς, μηδείς, οὐδέν, μηδέν sagten die späteren Griechen οὐθείς, μηθείς, οὐθέν, μηθέν [aber nie οὐθεμία],39) welche Formen sich auch öfters in die Hdschr. der älteren Attiker eingeschlichen haben;40) inschriftlich finden sie sich vom 4. Jahrhundert ab.41) Unzweifelhaft hat sich, wie Buttmann (Spr. I^{2}, 276) und Curtius (Stud. VI, 189) erkannt haben, hier der Spir. asp. von εἷς unregelmässiger Weise mit δ zur Aspirata verbundenhnl. in οὐθαμεῖ dor. = οὐδαμοῦ, Inschr. Epidaur. D.-I. 3440, Z. 22; μηθαμῶς, μηθαμόθεν, Ahrens, D. II, p. 84 aus anderen dor. Inschr.). Zenobius im Et. M. 639 unter οὐδείς will dieses Wort von οὐ und dem äol. δείς (siehe § 176, A. 5) ableiten, während in der That dies von Alcaeus und Demokrit (Plut. Mor. 1109, a) gebrauchte δείς aus οὐδείς gemacht ist: καί κ̓ οὐδὲν ἐκ δένος γένοιτο Alc. fr. 76.42) In diesen Dialekten war der Spir. asp. erloschen, so dass man nicht oud(e) heis, sondern oudeis sprach, und nun leicht dies fälschlich in οὐ-δείς zerlegen konnte.

Δύω und δύο (s. § 186, A. 2) gebrauchen schon Homer und Hesiod neben einander. Bei Hesiod kommen beide Formen in gleicher Anzahl vor, bei Homer die ältere Form δύω etwas häufiger als die jüngere δύο, und zwar ist δύω in der Iliade vorherrschend.43) In Verbindung mit einer anderen Zahl kommt nur δύω vor, als: δύω καὶ εἴκοσι Il. β, 748. Ferner erscheinen beide Formen mit dem Nom. und Acc. Dualis und Plur. Generis masc., als: υἷε δύω Nom. Il. b, 678, δύο παῖδε, Akk. υἷε δύω l, 102, δύο φῶτε e, 572; δύω θεράποντες w, 573, δύο δ̓ ἄνδρες n, 499, δύω ἵππους q, 290, δύ᾽ ἀνέρας μ, 127. Beide Formen stehen auch bei den Wörtern Generis femin., die aber in der Regel im Plurale hinzugefügt werden, als: δύω κρῆναι Od. h, 129, δύ᾽ ἀμφίπολοι z, 18; δύω νύκτας e, 388, δύο νύκτας κ, 142; mit einem Subst. Gener. fem. Dualis nur δύο κῆρε Il. q, 70, φ, 210. Bei den Neutris Dualis Nom. findet sich nur δύο: δύο δοῦρε Il. κ, 76. Od. ς, 377, im Akk. δύω und δύο, aber häufiger δύο, δύω nur in Verbindung mit δοῦρε und dem Plur. κεκορυθμένα Il. g, 18. λ, 43. Od. x, 125, δύο mit δοῦρε Il. μ, 298 und sonst und mit οἴω Od. ξ, 94. Von den Neutris Plur. findet sich im Nom. nur δύω γε μὲν ἤματα Hs. op. 772 und δύω χρυσοῖο τάλαντα Il. ς, 507, aber mit der Var. δύο, und im Akk. δύο τ᾽ ἤματα Od. e, 388. i, 74. k, 142, δύο φάσγανα π, 295 und δύω χρυσοῖο τάλαντα Il. ψ, 269 und 614, aber mit der Var. δύο. Ferner kommt δύο bei den Subst. der I. und II. Dekl. im Duale nirgends vor, sondern nur δύω; beide Formen bei denselben im Plur. und bei denen der III. Dekl. sowohl im Duale als im Pl.; δύω bei der I. Dekl. masc. gener. im Duale, fem. gener. im Plur.; die Feminina der III. Dekl. mit δύω nur im Plur., nicht im Duale.44) Doch diese letzteren Erscheinungen können auf blosser Zufälligkeit beruhen.

Die altionische und epische Sprache hat folgende Formen:

N. δύω; δύο; δοιώ; δοιοί (auch Pind. P. 4, 172), δοιαί, δοιά (auch Pind. fr. 168 n. Emend.).

D. δοιοῖςι).

A. δύω; δύο; δοιώ; δοιούς (auch Pind. N. 1, 44), δοιάς, δοιά; indeklinabel (vgl. § 186, A. 3) in Verbindung mit einem Plurale: τῶν δύο μοιράων Il. k, 253. δύω ποταμῶν Od. k, 515. δύω κανόνεσς᾿ Il. ν, 407; die Form δυοῖν kommt bei Homer noch nicht vor; von ἄμφω gebraucht Hom. nur Nom. und Akk., in einem fälschlich dem Hesiod zugeschriebenen Verse (182 G., 256 Kink.) steht ἀμφοῖν als Gen.; indeklin. h. Cer. 16 χερσὶν αμ᾽ ἄμφω. In Zusammensetzungen kommen bei Homer δυω- und δω- vor, als: δυώδεκα und δώδεκα, δυωδέκατος und δωδέκατος, δυωδεκάβοιον Il. ψ, 703.45) Die neuion. Mundart Herodots hat N. und A. δύο (δύω nur in C corr. 6, 57. 7, 24. 28), G. δυῶν (so Inschr. Chios, Bechtel, Inschr. d. ion. D. 174; δυοῖν ohne Var. Hdt. 1.11 und 91; auch bei Hippokr., so VI, 216. 286. 472; VII, 138; vgl. ἀμφοῖν Dat. VII, 120, doch θ ἀμφοτέροισι. VIII, 54 Gen., desgl. 238 [θ; v. l. ἀμφῶν]. 240 [ebenf.]), D. δυοῖσι, oft δύο indekl.;46) über δυσί bei Hippokr. s. § 186, A. 3.

Als äol. Dat. wird von Eust. 802, 28 δύεσιν (oder vielmehr δύεσσι) angeführt. Im Böotischen, welches den Dual gebraucht, finden wir das dualische δυοῖν, im Thessal., wo der Dual ausgegangen, pluralisches δύας Acc. fem. Die dorische Mundart hat folgende Formen: N. und A. δύο (δύε Inschr. Sparta, Röhl I. gr. ant. 69), G. δυῶν, D. δυσίν), δυοῖς (Kreta, dreimal auch Archimedes)47); gewöhnlich aber ist es indeklinabel, als: δύο δραχμᾶν Korkyr. Inschr. 1845 (= Dial.-Inschr. 3206,)48) vgl. § 186, A. 3.

Statt τρεῖς sagten die Aeolier τρῆς nach Bekk. An. III, 1424; die Inschr. bieten Nom. τρεῖς D.-I. 281, a, 30; Dat. τρίσσι Inschr. Pergam. 227, Β, 18; Akk. τρῖς 273, 1. 304, a, 42. Im Dorischen findet sich alt (Gortyn. Tafeln) N. τρέες, Akk. τρίινς, jenes für τρέjες (sk. trayas), dieses für τρί-νς (nach Baunack um der gleichen Silbenzahl mit den anderen Kasus willen; τρίνς allem Anschein nach d. Inschr. v. Lyttos, s. Mus. It. II, 172 ff.), später τρῖς als Akk. und Nom. (so auch böot.; Acc. arkad.), oder das gew. τρεῖς, welches auch auf der lesb. Inschrift Vulgärfm. st. τρῆς sein wird. — Ion. Nom. τρεῖς (ΤΡΕΣ) Inschr. Chios 174 Bechtel; Dat. τριοῖσι Hippon. fr. 36 Mein. 51 B.; Acc. τρί̂ς Hippokr. VI, 482. VIII, 184. 260. 304 nach θ. — Statt τέσσαρες sagten die Aeolier πέσσυρες (Hesych.), πέσυρα (Balbilla), die Böoter πέτταρες, die Dorier τέτορες, τέτορα; Theokrit hat neben τετόρων 14, 16 auch die nicht dor. Form τέσσαρας 11, 41 und 14, 29; τέσσαρες findet sich auch einmal auf tab. Heracl. 2, 50 und immer auf den jüngeren Inschr.;49) τέτορες auch Simonid. b. Hdt. 7.228; Dat. mit Umstellung τέτρασιν Pind. O. 8, 68. 11, 72. P. 8, 85. Homer hat folgende Formen: τέσσαρες, α und πίσυρες, α, Hes. Op. 698 τέτορ᾽ ἡβώοι (d. i. τέτορα sc. ἔτη). Herod. sagt τέσσερες, α, τεσσέρων, τέσσερσι 6, 41 (Hipp. VI, 198. VII, 368. 374 nach θ, vulg. -αρσιν; VIII, 200 hat θ τέρσεσι f. τέσσαρσι d. Vulg.), τέσσερας, nur Einmal 1, 50 τέσσαρα ohne Var., wofür mit Bredov. Dial. Her. p. 136 τέσσερα zu lesen ist. Man vergl. mit sämtlichen Formen: sk. katvâr-as, l. quattuor, goth. fidvôr, wonach im Griech. κϝέτϝαρες als Grundform anzusetzen ist.50

188. Übersicht der Zahladverbien.

1 ἅπαξ, einmal

2 δίς, zweimal

3 τρίς

4 τετρα?́κις

5 πεντάκις

6 ἑξάκις

7 ἑπτάκις

8 ὀκτάκις

9 ἐνάκις

10 δεκάκις

11 ἑνδεκάκις

12 δωδεκάκις

13 τρισκαιδεκάκις

14 τετταρεσκαιδεκάκις

15 πεντεκαιδεκάκις

16 ἑκκαιδεκάκις

17 ἑπτακαιδεκάκις

18 ὀκτωκαιδεκάκις

19 ἐννεακαιδεκάκις

20 εἰκοσάκις

21 εἰκοσάκις ἅπαξ

22 εἰκοσάκις δίς

30 τριακοντάκις

40 τετταρακοντάκις

50 πεντηκοντάκις

60 ἑξηκοντάκις

70 ἑβδομηκοντάκις

80 ὀγδοηκοντάκις

90 ἐνενηκοντάκις

100 ἑκατοντάκις

200 διακοσιάκις

300 τριακοσιάκις

1000 χιλιάκις

2000 δισχιλιάκις

10000 μυριάκις

20000 δισμυριάκις.

Anmerk. 1. In der Verbindung mehrerer Zahladverbien erhält bloss die letzte Zahl die Endung άκις, die vorhergehenden aber sind die einfachen Cardinalia, als: ἐννέα καὶ εἴκοσι καὶ ἑπτακοσιοπλασιάκις Plat. Civ. 9. 587, e (729 mal); doch ist es wohl richtiger, in diesem Falle sämtliche Zahlen zu einem Worte zu vereinigen.

Anmerk. 2. Statt ἅπαξ sagten die Kreter nach Hesych ἀμάκις, doch von ἀμός ἁμός (§ 186, Anm. 1); eben aus ἁμάκις scheint das gew. ἅπαξ geworden, Ahrens II, p. 85. 282, Schömann, Redeth. 145 (οὐδ᾽ ἁμάκις auch nicht irgendwann = auch nicht einmal?) Statt τρίς war lakon. τριάκις oder vielmehr τριάκιν, da auf lakon. Inschriften die Endung dieser Adverbien als κιν erscheint (kret. ὁθθάκιν = ὁσάκις Mus. It. III, 681 f.; ebenso lesb. nach Theokr. 30, 27 ὀπποσσάκιν). — Δίς kommt von gleichem Stamme wie δύο: urspr. δϝίς, sk. dvis, l. bis st. duis, vgl. bellum und duellum.(Smyth 354) Berichtigungen und Nachträge.

S. 35, Z. 11 ff. Vgl. indes S. 111 mit den unten folgenden Nachträgen.

S. 40 (Buchstabennamen). Das ει in den Namen πεῖ u. s. w. ist wohl so wenig wie das in εἶ echter Diphthong, sondern gedehntes ε (hebr. hē, pē). Wackernagel, Phil. Anz. 1886, S. 71 f. — Das. not. 2 (Name λάβδα). Auch in den griechischen Transskriptionen der hebr. Buchstabennamen findet sich (neben λαμεδλαβδ, s. Stade, Hebr. Gramm. S. 32.

S. 43, Z. 19. Auch die asiat. Aeolier (Lesbier) bedienten sich des χ für ch, wie Kirchhoff neuerdings aus den Inschriften von Naukratis ermittelt hat (ΝΕΑΡΧΟΣ).

S. 45, 6 ff. Mit echtem ου auch πλοῦτος πλούσιος (ΠΛΟΥΣΙΟΣ altatt. Vase, Kretschmer K. Z. 29, 408).

S. 53, Z. 8 v. u. (Berührungen zwischen υ und οι). Dahin auch χύρριον, δεσμὸς δεσμεῖται τὰ χοιρίδια. χύρρε, ἐπίφθεγμα πρὸς τοὺς ὗς. Eustath. p. 1752, 29 (Ael. Dionys. ed. Schwabe p. 219. 224).

S. 60, Z. 1. Schon Aristoteles Poët. c. 21 p. 1458, a, 11 ff. scheidet unter den Vokalen die ἀεὶ μακρά (Η, Ω), die ἐπεκτεινόμενα (Α, Ι, Υ) und die βραχέα (Ε, Ο).

S. 65, Anm. 2. Es war ferner anzuführen Aristot. Poet. c. 20, p. 1456, b, 25 ff.: ταύτης (des menschl. einfachen Lautes, φωνὴ ἀδιαίρετος) δὲ μέρη (d. i. species, s. Vahlen) τό τε φωνῆεν καὶ τὸ ἡμίφωνον καὶ ἄφωνον. ἔστιν δὲ φωνῆεν μὲν ἄνευ προσβολῆς ἔχον φωνὴν ἀκουστήν, ἡμίφ. δὲ τὸ μετὰ προσβολῆς ἔχον φωνὴν ἀκουστήν, οἷον τὸ Σ καὶ τὸ Ρ, ἄφωνον δὲ τὸ μετὰ προσβολῆς καθ᾽ αὑτὸ μὲν οὐδεμίαν ἔχον φωνήν, μετὰ δὲ τῶν ἐχόντων τινὰ φωνήν γινόμενον ἀκουστόν, οἷον τὸ Γ καὶ τὸ Δ. ταῦτα δὲ διαφέρει σχήμασίν τε τοῦ στόματος καὶ τόποις καὶ δασύτητι καὶ ψιλότητι (Hauchlosigkeit, s. S. 66, not. 1) καὶ μήκει καὶ βραχύτητι, ἔτι δὲ ὀξύτητι καὶ βαρύτητι καὶ τῷ μέσῳ (Accent, § 77, Anm. 4), περὶ ὧν καθ᾽ ἕκαστον ἐν τοῖς μετρικοῖς προσήκει θεωρεῖν (vgl. de part. anim. 660, a, 5, Vahlen). Vgl. Herzog, Bildungsgesch. der gr. und lat. Spr., S. 187; die Scheidung unter den Buchstaben wird hiernach und nach anderen Stellen auch bei den Metrikern (Musikern) gemacht sein, lange vor Prodikos und Hippias.

S. 70, Z. 16. Χοιρύλος wohl Nebenform (nicht andere Schreibung) für Χοιρίλος; wiederholt steht es auch in der del. Inschr. Bull. de corr. hell. 1890, 389 ff. (Rechnungsablage über d. J. 279 v. Chr.), S. 390. 392 (das. Θεωρύλος).

S. 71, § 10, 3. Nach Ael. Dionys. b. Eustath. 1369, 42 (Schwabe, Ael. Dion. p. 140) sind die älteren Formen δάπιδες (δάπιδας auch Pherekr. fr. 185 K.) und δάπητες. Vgl. § 31, S. 148 (τάπητος alle Hdschr. Ar. Plut. 541).

S. 76, Z. 18. Μάραγδος die oben zu S. 70 citierte del. Inschr. p. 406. — Das. Z. 3 v. u. Wie Πολυπέρχων auch περχνός st. σπερχνός, v. l. in θ bei Hippokr. VIII, 132 L.

S. 78, Z. 1 ff. Jetzt sogar in einem altattischen Epigramme des 6. Jahrh. ΑFΥΤΑΡ αὐτάρ, Δελτίον ἀρχαιολ. 1890, 103 (Vorw. S. XV f.). — Das. n. 3 hinzuzufügen: Savelsberg. de digammo eiusque immutationibus, Progr. Aachen 1854 ff. und als besondere Schrift Berlin 1868.

S. 82, Z. 6. Druckf. an lautend st. inlautend.

S. 83, Z. 19. Druckf. άτα st. ἀϝάτα.

S. 97, § 18 Anm. letzte Z. Lies § 198 b, 6.

S. 103, § 21 Anm. 1. Die kret. Formen wie ἐσπρεμμίττεν, Ττῆνα, ἀπολογιττέθω = ἀπολογιζέσθω (Mus. Ital. III, 731/2) sind späte Umwandlungen für solche mit δδ δ (Gortyn. Taf.), gleichwie kret. ττ (ὄττος = ὅσος, ὅσσος, welches S. 104, § 21, 3 und 4 hätte erwähnt werden können) auf jungen Inschr. in θθ umgewandelt erscheint (ὁθθάκιν, θάλαθθα u. a.). Ich behandle diese Fragen in einem demnächst in Fleckeisens Jahrb. erscheinenden Aufsatze.

S. 109, Z. 8 ff. [Κ]αθονυμαίνε[σθαι] kret. Inschr. Mus. Ital. II, 150. — Das. Z. 14 v. u.: Spätere kret. Inschr. zeigen den Asper in der Synalöphe allerdings nicht selten: so ἀφ᾽ ἇς Gort. Mus. Ital. III, 694 ff. (neben κ̓ ἀμέρας, κ̓ ἀμέραν). ἐφισταμένοις das. 716, Z. 16. ἀφι[στάντα das. 729 f. Z. 2. ἐφισταμένων Gort. Monum. antichi I, 43 ff., B Z. 16. ἀφ᾽ das. 25. καθ᾽ ὁδόν C, 9.

S. 111, not. 1. S. Gomperz, Apologie der Heilkunst (Wien 1890) S. 77 f., der aus Korruptelen bei Hipp. die ursprünglichen Lesarten ἀπ᾽ ὄτεων, ὑπ᾽ ὄτευ, ἀπ̓ ὄτευ ermittelt, dazu als hdschr. Lesarten μετεωυτοῦ, ἀπικνέεται (-το), ἐπόδοισι, ἀπίκηται. So auch VII, 326 κὠμφαλός nach θ für καὶ ὀμφ. (S. 226 angeführt).

S. 112, Z. 18 f. Ferner ἱπνός nach ἱπνε[ύεσθαι], Δελτίον (oben zu 78) p. 97 (das. 98 wieder ημέρας).

S. 113 (letzte Z.). Interaspir. auch in εἶἑν, Uhlig, Rhein. Mus. XIX, 1864, S. 33 ff. Fleckeis. Jahrb. 1880, 789 ff.

S. 115, § 24, 1. α^ und ε. Lesb. ist ἔτερος, nicht ἄτερος, s. Meister, Dial. I, 41.

S. 117, Z. 7 ff. Neuion. auch ῥέφανος, ῥεφανίς für ῥάφ. ῥαφ., Ammon. p. 122 Valck., der für Ionier und Attiker zw. ῥάφ. und ῥέφ. in der Bedeutung scheiden will, vgl. Valck. p. 203; so Hippokr. VIII, 250 ῥεφάνου nach C θ für ῥαφ.; das. 308 ῥεφανίδος C u. a., ῥαφ. θ u. a.; VI, 558 ῥαφ. alle. Nach Thom. Mag. p. 323 R. war ῥέπανος (ῥέφ.) ionisch für ῥαφανίς.

S. 118, Z. 19. Nach Photius v. πόρδαλιν (Eust. 1251, 52) ist Homerisch πόρδαλις und παρδαλέη; attisch πάρδαλις, sonst hellenisch πόρδαλις. Ar. Nub. 346. Av. 1250 steht πάρδ.; Lysistr. 1015 πόρδ. im Rav., πάρδ. in den a. Hdschr.; frg. 402 (478 K.) πόρδ. Vgl. a. St. der Gramm. b. Schwabe, Ael. Dionys. p. 252. Aristoteles hat πάρδαλις, in welcher Form auch die Lateiner das Wort übernehmen. — Das. Z. 22: μολόχης Hippokr. VII, 356. VIII, 156 nach θ, vulg. μαλάχης (sonst auch θ μαλάχη, so VIII, 380). Nach Athen. II, 58, d war bei Antiphanes (fr. 158 K.) μολόχης v. l. für μαλάχης; μολόχας hatte Epicharm (μολόχη späte kret. Inschr. Mus. It. III, 723); als attisch galt μαλάχη (dies auch Hesiod Op. 42).

S. 118, Z. 11 v. u. Ὀβολός und ἡμιωβέλιον auch Hippokr. nach θ, VIII, 220. 224. 228.

S. 119, Z. 8. So auch ἀσφόδολον die Vase, die μολάχην bietet (S. 118).

S. 119, Z. 5 f. v. u. Ἰν neben ἐν ist auch kretisch, Mus. Ital. II, 129 ff. (Οακος: ἰν ἀντρηίῳ, ἰν ταῖσι); das. und Lyttos 151 ff. auch ἰς = ἰνς ἐνς (εἰς). G. Meyer S. 67^{2}, dessen Bemerkung, dass im Arkad. ἰν urspr. vor Konson., ἐν vor Vok. gestanden habe (so schon Spitzer, Lautlehre d. arkad. Dial. 14), durch die älteste tegeat. Inschr. Bull. de corr. 1889, 281 keine Bestätigung findet (ἰν Ἀλέαι wiederholt).

S. 120 (ι und ε). Dahin auch ψιλίον für das gewöhnliche ψέλιον, Hdn. II, 429, 31: mit ι auf der delischen Inschr. Bull. de corr. hell. 1890, 404.

S. 121 (ο und υ). Ὄλονθος Hdt. 1.193 nach ABC und Athen. XIV, 651 C für ὄλυνθος; so auch Hipp. VIII, 116 ὀλόνθων nach θC. 192 ὀλόνθους θ. VII, 366 desgl., ὄλονθοι VIII, 200 θ, jedenfalls für diese Ionier die echte Form. — Anderer Art sind ὀξύγαρονὀξόγ., ὀξύβαφονὀξόβ. u. dergl., Ath. VI, 67 ef, der die Formen mit υ vorschreibt; ὀξόβ. steht häufig bei Hippokr., so VIII, 184 in θ, desgl. VII, 366. 368. 372 u. s.

S. 125, Z. 8. Ἡμέριος Ἀγρίου rhod. Inschr. Inscr. Brit. Mus. II, CCCLIV.

S. 129. Z. 14 v. u. ff. Im Gebiete des mild. Dorismus findet sich ferner: χηρός, χῆρα Dial.-I. 3339, Z. 22 u. s. (Epidaur.), das. ἀφήλετο, ἧρπε; ἥλετο und εἵλετο 3325 (Epidaur.); ἦχε Söldnerinschr. Abu-