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178. Korrelative (a)ntapodido/mena) Pronomina.

Unter den korrelativen Pronomina begreift man alle diejenigen Pronomina, welche eine gegenseitige Beziehung (Korrelation) zu einander ausdrücken und diese Beziehung durch eine entsprechende Form darstellen. Diese gegenseitige Beziehung ist entweder eine allgemeine, wie in τίς; τί; quis? quid? τὶς, τὶ, aliquis, aliquid, so: ὅδε, οὗτος, dieser, ὅς, welcher, oder eine bestimmtere.

Die bestimmtere Korrelation tritt in vier verschiedenen Formen hervor, nämlich als Pronomen interrogativum, indefinitum, demonstrativum und relativum. Diese vierfache Korrelation findet sowohl bei Adjektiv- als bei Adverbialpronomina statt. Die vier Formen unterscheiden sich teils durch verschiedene Betonung, teils durch verschiedene Anlaute, indem das Interrogativum mit π (neuion. κ) anlautet, das Indefinitum dieselbe Form, jedoch mit veränderter Betonung, hat, das Demonstrativum mit τ, und endlich das Relativum mit dem Spir. asper anhebt. Die allgemeinen Relativa setzen, wie wir (§ 175, Anm. 2) gesehen haben, dem Anlaut π (Indef.) das dem Relative angehörige vor.

Die korrelativen Adjektivpronomina drücken die Beziehungen der Quantität und Qualität aus. Es sind folgende:

Interrog. Indefin. Demonstrat. Relat. u. abhäng. Interrog.
πόσος, η, ον; ποσός, ή, όν τόσος, η, ον, tantus) ὅσος, η, ον
quantus? aliquantus τοσόσδε, τοσήδε (die Alten τοσῆδε, s. § 172 Anm. 3), τοσόνδε, G. τοσοῦδε, τοσῆσδε ὅσος, η, ον ὁπόσος, η, ον
quantus
τοσοῦτος, -αύτη, -οῦτον
ποῖος, , ον; ποιός, ά, όν τοῖος, , ον, talis) οἷος, , ον, qualis
qualis? von irgend einer Beschaffenheit τοιόσδε, τοιάδε (die Alten τοιᾶδε), τοιόνδε ὁποῖος, , ον
τοιοῦτος, -αύτη, -οῦτον
πηλίκος, η, ον; [πηλίκος, η, ον, τηλίκος, η, ον, so gross, alt) ἡλίκος, η, ον, wie gross, alt
wie gross? von irgend einer Grösse, einem Alter] (unbelegt)
wie alt? τηλικόσδε, ήδε (ῆδε), όνδε ὁπηλίκος, η, ον
τηλικοῦτος, -αύτη, -οῦτον

Anmerk. 1. Die Formen τόσος und τοῖος sind mehr der Dichtersprache eigen, in Prosa finden sie sich nur in wenigen, festen Gebrauchsweisen. So zunächst ὅσῳτόσῳ jedesto (doch auch hier τοσούτῳ weit häufiger), als: ὅσῳ μᾶλλον . ., τόσῳ Thuc. 4.28. ὅσῳ πλείους . . τόσῳ πλείονα Xen. Vect. 4, 32. ὅσῳ . . τόσῳ ἂν μᾶλλον Cyr. 1. 6, 26; dann in der Verbindung ἐκ τόσου, seit so langer Zeit, Plat. Symp. 191, c. Leg. 1. 642, e (ἐς τόσον Hipp. VIII, 284); ferner in der Verbindung τοῖος καὶ τοῖος, τόσος καὶ τόσος, so und so beschaffen, so und so gross (viel): ἔστιν οὖν τόσα καὶ τόσα καὶ τοῖα καὶ τοῖα, ὅθεν οἱ μὲν τοιοίδε οἱ δὲ τοιοίδε γίγνονται Plat. Phaedr. 271, d. τοῦ δὲ τοίου τοίου τὰ προσγιγνόμενα Civ. 4. 437, e. χρήμασι τόσοις καὶ τόσοις Leg. 4. 721, b, Demosth. 34, 24. 57, 29.

Anmerk. 2. Andere, aber nicht zu einer vollständigen Reihe ausgebildete Korrelative sind: ποδα^πός (s. Anm. 4); όποδαπός; cujas? woher gebürtig? dazu stellen sich παντοδαπός, ἡμεδαπός, nostras, ὑμεδαπός, vestras, ἀλλοδαπός, wie zu ποῖος οἷος τοῖος noch (ἄλλος) ἀλλοῖος, (ἕτερος) έτεροῖος, (πᾶς) παντοῖος. Ferner πόστος der wievielste (aus ποτι-τος nach Fick, K. Z. XXI, 10, vgl. sk. kati-thas), dazu ὁπόστος; hierzu gehören die Ordinalzahlen wie ἑκατοστός, und πόστος ist nach dieser Analogie gebildet, vgl. § 181, 3. Von πόστος kommt ποσταῖος, quoto die? Xen. Cyrop. 5, 3, 28. — Nach Analogie von τοσοῦτος ist τυννοῦτος, τυννουτοσί (Aristoph.), so klein, tantillus, gebildet; Stammwort dor. τυννός klein. — Dorisch ist τοσσῆνος = τοσοῦτος, τοιῆνος = τοιοῦτος, § 173, 3.

Anmerk. 3. Πόσος τόσος ὅσος ὁπόσος haben in der epischen, dor., lesb. Sprache doppeltes ς: ποσσῆμαρ Hom., τόσσος u. s. w.; im Böotischen aber sowie im Kretischen ττ: ὁπόττος; beides steht also fürότσος, ότjος, und ist verwandt mit sk. kati wieviel, lat. quot tot. Auf den ältesten kret. Inschriften ist sogar ΟΖΟΣ d. i. ὄτσος zum Vorschein gekommen, Comparetti, Mus. Ital. II, 171. 203. 212.

Anmerk. 4. Das Wort ποδαπός wird von den St. πο (vgl. ποῦ, πόθεν) und δάπεδον oder ἔδαφος, Boden, abgeleitet. Buttmann (Lexil. I, S. 126) findet darin ἀπό, das mittelst eines paragogischen δ zur Vermeidung des Hiatus an das Pronomen gefügt sei, als: ἀλλοδαπός von ἄλλου ἄπο; vgl. Θεόδιππος Θούδιππος von θεο- und ἵππος. Pott (Et. F. II, 265) denkt an das δ (τ) des Ablativs, Bezzenberger (Btr. 4, 337 ff.) an das δ des Neutrums. In der späteren Zeit sagte man auch ποταπός (Lobeck ad Phrynich. p. 56, Rutherford, Phryn. 128 ff.) und verallgemeinerte zugleich die Bedeutung, so dass ποταπός gleich ποῖος ist.1) Apollon. de pr. 38 sqq. verwirft die Ableitung von δάπεδον od. ἔδαφος und hält (p. 39, c) die Endung δαπος für eine Ableitungsendung wie z. B. ιος in παντοῖος; vgl. de constr. p. 186—192.(Smyth 340)

1 Schmidt l. d. p. 74 f.

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