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Zweites Kapitel.

400. Von dem attributiven Satzverhältnisse.

Das attributive Satzverhältnis dient zur näheren Bestimmung eines Substantivbegriffes, als: τὸ καλὸν ῥόδον, μέγας παῖς. Es stellt sich in folgenden Formen dar:

a) in der Form eines Adjektivs, als: τὸ καλὸν ῥόδον;

b) in der Form eines Substantivs im Genetive, als: οἱ τοῦ δένδρου καρποί (§ 414);

c) in der Form eines mit einer Präposition verbundenen Substantivs, als: πρὸς τὴν πόλιν ὁδός (§ 461, 6);

d) in der Form eines Adverbs, als: οἱ νῦν ἄνθρωποι (§ 461, 6);

e) in der Form eines Substantivs in der Apposition, als: Κροῖσος, βασιλεύς.

Die durch diese Formen bezeichneten näheren Bestimmungen werden Attribute und die Formen Attributive genannt. (Smyth 912, 976, 1018)

Bemerkungen.

401. Entstehung des attributiven Satzverhältnisses.

Das Attributiv ist entweder aus dem Prädikate oder aus dem Subjekte oder aus dem Objekte des Prädikats hervorgegangen. In dem ersten Falle erscheint das Attributiv, wenn das Prädikat durch ein Verb oder ein prädikatives Adjektiv mit εἶναι ausgedrückt war, in der Form eines attributiven Adjektivs; so wird z. B. aus: τὸ ῥόδον θάλλει und τὸ ῥόδον καλόν ἐστιτὸ θάλλον ῥόδον und τὸ καλὸν ῥόδον; und wenn das Prädikat durch ein prädikatives Substantiv mit εἶναι ausgedrückt war, in der Form der Apposition; so wird z. B. aus: Κροῖσος βασιλεύς ἐστιΚροῖσος βασιλεύς. In dem zweiten Falle, in dem das Prädikat mit einem Objekte verbunden ist, als: τὸ δένδρον φέρει καρπούς, tritt das Subjekt als Attributiv des Objekts in der Form des Genetivs auf, und das das Subjekt und Objekt vermittelnde Verbφέρειfällt weg, als: οἱ τοῦ δένδρου καρποί. In dem letzten Falle endlich übernimmt das mit einer Präposition verbundene Substantiv oder das Adverb die Rolle des Attributivs, und der vermittelnde Verbalbegriff wird gleichfalls unterdrückt; so wird z. B. aus: ὁδὸς φέρει πρὸς τὴν πόλιν und τόπος μεταξὺ κεῖται: πρὸς τὴν πόλιν ὁδός und μεταξὺ τόπος.

Anmerk. Zuweilen jedoch wird der vermittelnde Verbalbegriff hinzugefügt, als: Hdt. 1.23 οἱ τότε ἐόντες (ἄνθρωποι). Eur. Ion. 1349 εἰς τὸν ὄντα νῦν χρόνον. X. H. 2.4.11 κατὰ τὴν ἐς τὸν Πειραιᾶ ἁμαξιτὸν ἀναφέρουσαν. Antiph. 2, b, 3 τὴν ὑποψίαν τὴν νῦν εἰς ἐμέ ἰοῦσαν, ubi v. Maetzner (hingegen Th. 4.27 τὴν ἐς αὑτὸν ὑποψίαν).

Sowie das prädikative Satzverhältnis aus zwei Gliedern besteht, von denen das eine (das Subjekt) dem anderen (dem Prädikate) untergeordnet ist, so auch das attributive, indem das Attributiv den Hauptbegriff und das dazu gehörige Substantiv den untergeordneten Begriff ausdrückt. Und sowie die beiden Glieder des prädikativen Satzverhältnisses die Einheit eines Gedankens, so bilden die beiden Glieder des attributiven Verhältnisses die Einheit eines Begriffes, und zwar eines substantivischen. In dem prädikativen Verhältnisse erscheint der Akt des Denkens (cogitatio) — die Zusammenfassung beider Begriffe zu einer Einheitals geschehend, in dem attributiven dagegen als schon geschehen, als ein Produkt jenes Aktes; und daher können auch die Beziehungen der Zeit, der Aussage und der Person, die in dem prädikativen Verhältnisse an dem Verb bezeichnet werden, in dem attributiven nicht ausgedrückt werden.

402. Vertauschung der attributiven Formen.

Obschon zwischen dem attributiven Adjektive, dem attributiven Genetive und der Apposition ein gewisser Unterschied der Bedeutung stattfindet, indem das Adjektiv eine an einem Gegenstande in Ruhe haftende Eigenschaft, der Genetiv aber sein Verhältnis zu dem mit ihm verbundenen Gegenstande als ein thätiges, lebendiges, energisches darstellt, die Apposition endlich ein mit dem näher zu bestimmenden Substantive Identisches ausdrückt: so stimmen doch alle drei Formen darin überein, dass sie das Attribut eines Substantivbegriffes bezeichnen. Und so geschieht es, dass dieselben in der Sprache auf mannigfaltige Weise unter einander vertauscht werden. So steht häufig:

a) Das Adjektiv statt des Genetivs, besonders in der Dichtersprache, welche auf diese Weise zwei eng mit einander verbundene Begriffe gleichsam in einen zu verschmelzen liebt.1) *b, 54 Νεστορέῃ παρὰ νηὶ Πυληγενέος βασιλῆος. *k, 326 νῆ᾽ Ἀγαμεμνονέην. *b, 416 Ἑκτόρεον χιτῶνα. *e, 741 Γοργείη κεφαλὴ δεινοῖο πελώρου. Β, 658 u. sonst βίη Ἡρακληείη. g, 190 Φιλοκτήτην, Ποιάντιον ἀγλαὸν υἱόν st. Ποίαντος. 264 Ἀγαμεμνονέην ἄλοχον. Vgl. Aesch. Ag. 1499. *c, 317. *b, 20. *d, 367. *n, 67. o, 397 δειπνήσας ἅμ᾽ ὕεσσιν ἀνακτορίῃσιν ἑπέσθω. *z, 528 κρητῆρα ἐλεύθερον st. ἐλευθερίας. *p, 831 ἐλεύθερον ἦμαρ, Tag der Freiheit. *z, 463 δούλιον ἦμαρ. *x, 490 ἦμαρ ὀρφανικόν, T. der Verwaisung. *p, 836 ἦμαρ ἀναγκαῖον, Tag der Not. *r, 511 νῶιν δὲ ζωοῖσιν ἀμύνετε νηλεὲς ἦμαρ, Todestag. a, 9 νόστιμον ἦμαρ, Tag der Rückkehr. Aesch. P. 8 νόστῳ τῷ βασιλείῳ. Eur. J. T. 1112 νόστον βάρβαρον ἦλθον st. ν. βαρβάρων d. i. εἰς βαρβάρους (Nauck ohne Grund e conj. νᾶσον). S. Ai. 134 Τελαμώνιε παῖ. OR. 267 τῷ Λαβδακείῳ παιδὶ Πολυδώρου τε. Ai. 884 Ὀλυμπιάδες θεαὶ ποταμῶν. Eur. M. 404 τοῖς Σισυφείοις τοῖς τ᾽ Ἰάσονος γάμοις. J. T. 5 τῆς Τυνδαρείας θυγατρός. Theocr. 15, 110 Βερενικεία θυγάτηρ, ubi v. Wüstemann. 26, 36 ἀδελφεαὶ αὐτᾶς (Semelae) | Καδμεῖαι, filiae Cadmi et sorores Semelae, ubi v. Wüstem. Pind. P. 8, 19 Ξενάρκειον υἱόν. O. 2, 43 νέοις ἐν ἀέθλοις, wie certamina juvenilia st. juvenum. 3, 37 ῥιμφαρμάτου διφρηλασίας. Besonders reich an solchen Verbindungen sind die Tragiker. Aesch. Ag. 262 εὐαγγέλοισιν ἐλπίσιν = ἀγαθῆς ἐλπίδος. Pr. 148 ἀδαμαντοδέτοισι λύμαις, adamantinorum vinculorum ignominia. S. Ai. 935 ἀριστόχειρ ἀγών = ἀρίστων ἀνδρῶν. El. 861 χαλάργοις ἐν ἁμίλλαις, in den schnellläufigen Wettkämpfen, d. i. in d. W. schneller Rosse. 699 ὠκύπους ἀγών. Tr. 824 f. τελεόμηνος δωδέκατος ἄροτος = ἄροτος (annus) δώδεκα τελείων μηνῶν. Eur. El. 126 ἄναγε πολύδακρυν ἁδονάν = πολλῶν δακρύων. H. f. 384 χαρμοναῖσιν ἀνδροβρῶσι = χ. βορᾶς ἀνδρῶν. S. Ant. 826 πετραία βλάστα, der felsige Wuchs, d. i. Wuchs der Felsen. OR. 184 ἀκτὰν παρὰ βώμιον, zum rettenden Ufer des Altars (Altarstufen). Ant. 1019 θυστάδας λιτάς, Opferflehen, preces sacrorum. Aesch. Ag. 10 ἁλώσιμόν τε βάξιν, nuntium urbis captae. S. Ant. 1022 ἀνδρόφθορον αἷμα = αἷμα ἀνδρὸς φθαρέντος. OC. 407 ἐμφύλιον αἷμα, Verwandtenblut, wie Eur. Suppl. 148 αἷμα συγγενές. Or. 833 αἷμα μητροκτόνον, Muttermord. Aesch. S. 44 ταύρειος φόνος. Eur. J. T. 72 Ἕλλην φόνος. S. Ai. 55 πολύκερως φόνος, vielhörniger Mord, = φόνος πολλῶν κερασφόρων. Eur. Io 987 γηγενὴς μάχη. H. f. 1273 τετρασκελὴς κενταυροπληθὴς πόλεμος. Vgl. Hor. carm. 1. 3, 36 Herculeus labor st. Herculis. 3. 16, 11 ictus fulmineus, Donnerschlag. Aus der Prosa Hdt. 7.190 ἄχαρις συμφορὴ παιδοφόνος, das traurige Schicksal eines seine Kinder mordenden Gatten. 7, 106 τοῖς Μασκαμείοισι ἐκγόνοισι, den Nachkommen des M. 9, 76 αἰχμαλώτου δουλοσύνης, Kriegsgefangenschaft. X. A. 4.6.4 ποταμὸν εὖρος πλεθριαῖον. Pl. Gorg. 482, a Κλεινίειος οὗτος. Phaedr. 227, b οἰκίᾳ τῇ Μορυχίᾳ, des Morychos.

Anmerk. 1. Die lyrische und dramatische Sprache liebt insbesondere die Verbindung eines zusammengesetzten Adjektivs mit einem Substantive an der Stelle eines einfachen, in dem zusammengesetzten Adjektive eingeschlossenen Substantivs im Genetive, und dann dient die Komposition dazu, eine gewisse poetische Fülle und Erhabenheit des Ausdrucks darzustellen, als: Aesch. Ag. 1529 ξιφοδη- λήτῳ θανάτῳ, mit d. Schwerte bewirkter Tod, Schwertestod. S. OR. 26 ἀγέλαις βουνόμοις st. βοῶν. Eur. H. F. 395 καρπὸν μηλοφόρον st. μήλων. (Wakefield μηλοφόρων). I. T. 411 φιλόπλουτον ἅμιλλαν st. πλούτου. Med. 557 ἅμιλλαν πολύτεκνον.

Anmerk. 2. Sehr häufig ist bei den Dichtern, besonders den Lyrikern und Tragikern, der Fall, dass, wenn zu einem mit einem attributiven Genetive verbundenen Substantive ein attributives Adjektiv, das logisch zu dem Genetive gehört, hinzutritt, dasselbe nicht auf den Genetiv, sondern auf das regierende Substantiv, als den wichtigeren Bestandteil, bezogen wird, indem die beiden letzteren als zu einem Worte verschmolzen betrachtet werden.2) Schon b. Hom. finden wir diese Umstellung des Adjektivs, s. die ersten Beisp. unter a), ferner c, 197 ἐμὰ κήδεα θυμοῦ, mein Herzensleid. Pind. O. 8, 42 τεαῖς χερὸς ἐργασίαις, bei deiner Hände Werk, s. Dissen. P. 4, 255 ὑμετέρας ἀκτῖνος ὄλβου = ὑμετέρου ὄλβου . S. OR. 1400 τοὐμὸν αἶμα πατρός. 1032 ποδῶν ἄρθρα τὰ σά. El. 1390 τοὐμὸν φρενῶν ὄνειρον. Eur. Andr. 584 οὑμὸς παῖς παιδός, Enkel. Ph. 30 τὸν ἐμὸν ὠδίνων πόνον. Bei den Possessivpr. auch zuweilen in der Prosa. Th. 2.61 ἐν τῷ ὑμετέρῳ ἀσθενεῖ τῆς γνώμης. Pind. O. 3, 3 Θήρωνος Ὀλυμπιονίκαν ὕμνον. 11, 5 ψευδέων ἐνιπὰν ἀλιτόξενον = ἐνιπὰν ψευδέων ἀλιτοξένων, ψευδέων ἐνιπή bildet gleichsam einen Begriff, s. Dissen p. 128 ed. Goth. P. 6, 5 Πυθιόνικος ὕμνων θησαυρός. Aesch. Ch. 1070 ἀνδρὸς βασίλεια πάθη. S. 721 περιθύμους κατάρας Οἰδιπόδα. Ag. 53 δεμνιοτήρη πόνον ὀρταλίχων, der das Nest hütenden Jungen. 504 δεκάτῳ φέγγει ἔτους, im zehnten Jahreslichte. id. Pr. 112 τοιάσδε ποινὰς ἀμπλακημάτων τίνω (= τοιῶνδε ἀμπ.), ubi v. Wellauer (recc. τοιῶνδε). S. Ant. 793 νεῖκος ἀνδρῶν ξύναιμον, Verwandtenzwist. 862 ματρῷαι λέκτρων ἆται. Ai. 760 πατρῷον ἑστίας βάθρον. Eur. Or. 225 βοστρύχων πινῶδες κάρα, verwildertes Lockenhaupt. Eur. Tr. 563 καράτομος ἐρημία νεανίδων, wörtl.: die vom Haupte abgeschnittene Oede der Jünglinge, d. i. Todesöde. S. OR. 1376 τέκνων ὄψις βλαστοῦσα = ὄψις τ. βλαστόντων. Ai. 8 κυνὸς Λακαίνης εὔρινος βάσις = β. εὐρίνου κ. Λ. Ph. 952 σχῆμα πέτρας δίπυλον. 1123 πολιᾶς πόντου θινός, ubi v. Schneidew. So auch b. lat. Dichtern. V. Aen. 8, 526 Tyrrhenus tubae clangor. Diese Ausdrucksweise thut sich durch eine sinnreiche Veranschaulichung der innigen Verbindung des Substantivs mit seinen attributiven Bestimmungen, teils aber auch durch eine gewisse Kühnheit und einen höheren Schwung des Ausdrucks als eine echt poetische kund und ist als solche nicht allein dem prosaischen Stile (die Prosa Herodots, die überhaupt eine gewisse poetische Farbe hat, nähert sich auch hier öfter der Dichtersprache), sondern auch der Sprache der Komiker fast gänzlich fremd geblieben.

Anmerk. 3. Auch tritt zuweilen in poetischer Fülle das Substantiv, welches in dem zusammengesetzten Adjektive schon eingeschlossen ist, hinzu, als: Eur. Ph. 1351 λευκοπήχεις κτύποι χεροῖν st. λευκῶν πήχεων. Kühnere Wendungen sind solche, in welchen ein Teil des zusammengesetzten Adjektivs auf das zu individualisierende Substantiv bezogen wird, der andere statt eines Substantivs im Genetive steht, als: Aesch. Ch. 23 ὀξύχειρ κόπος st. ὀξὺς χειρῶν κόπος, oder solche, in welchen das zu individualisierende Substantiv ausser dem zusammengesetzten Adjektive noch mit einem anderen verbunden ist, welches auf einen Teil des zusammengesetzten zu beziehen ist, als: Eur. H. f. 1381 ἡμᾶς ἔχεις παιδοκτόνους σοὺς (= οἳ τοὺς σοὺς παῖδας ἔκτειναν).3(Smyth 1035)

b) Das Adjektiv statt des Substantivs in der Apposition (vgl. Richard Löwenherz und der löwenherzige Richard), als: Pind. N. 1, 61 ὀρθόμαντιν Τειρεσίαν st. T., ὀρθὸν μάντιν. Aesch. Pr. 302 σιδηρομήτωρ αἶα st. αἶα, σιδήρου μήτηρ. S. Ph. 1338 Ἕλενος ἀριστόμαντις.(Smyth 1320)

c) Der Genetiv statt des Adjektivs,4) wobei aber zu beachten ist, dass, während das Adjektiv nur die Eigenschaft eines Substantivs ausdrückt, der Genetiv vielmehr das Wesen desselben nachdrücklich bezeichnet. Sehr häufig, sowohl in der Dichtersprache als in der Prosa, wird statt eines einen Stoff ausdrückenden Adjektivs der Genetiv gesetzt, als: ἔκπωμα ξύλου, τράπεζα ἀργυρίου; die Dichter haben aber diesen Gebrauch des Genetivs st. eines Adjektivs sehr weit ausgedehnt. S. El. 19 μέλαινά τ᾽ ἄστρων ἐκλέλοιπεν εὐφρόνη st. ἀστερόεσσα. 757 καί νιν πυρᾷ κέαντες εὐθὺς ἐν βραχεῖ | χαλκῷ μέγιστον σῶμα δειλαίας σποδοῦ | φέρουσιν ἄνδρες st. ἐσποδωμένον. Ant. 114 λευκῆς χιόνος πτέρυγι στεγανός st. χιονέᾳ. Ai. 159 πύργου ῥῦμα, Turmschutz, schützender Turm, s. Schneidew. 616 ἔργα χεροῖν μεγίστας ἀρετᾶς. 888 τὸν μακρῶν ἀλάταν πόνων. 1003 δυσθέατον ὄμμα καὶ τόλμης πικρᾶς st. πικρότολμον (anders Schneidew.). Eur. Or. 225 βοστρύχων πινῶδες ἄθλιον κάρα, Lockenhaupt, lockiges Haupt. Ph. 1491 στολὶς τρυφᾶς st. τρυφερά. Ba. 1218 μόχθων μυρίοις ζητήμασι. 388 τᾶς ἡσυχίας βίοτος st. ἥσυχος. Vgl. vir summi ingenii, Mann des Ruhmes u. s. w. Pros. P. Gorg. 526d Ὀδυσσεὺς Ὁμήρου, der Homerische O.

d) Der Genetiv statt der Apposition5) (Genetivus appositivus), indem von zwei identischen Substantiven das eine in den Genetiv gesetzt wird. a, 2 Τροίης πτολίεθρον, ubi v. Nitzsch. *e, 642 Ἰλίου πόλιν, wie urbs Romae. Ebenso Eur. Hel. 1560. *d, 103 ἐς ἄστυ Ζελείης, q, 301 πρὶν Λήμνου γαῖαν ἱκέσθαι. Bei Hom. ἕρκος ὀδόντων nicht ein Zaun der Zähne, sondern die Zähne- selbst als ein ἕρκος. S. OC. 324 δισσὰ πατρὸς καὶ κασιγνήτης ἐμοὶ | ἥδιστα προσφωνήματα = πάτερ κ. κασιγνήτη, ἡδ. πρ. S. El. 1241 περισσὸν ἄχθος γυναικῶν = γυναῖκες, π. ἄχθος. OR. 1474 ἔπεμψέ μοι τὰ φίλτατ᾽ ἐκγόνοιν ἐμοῖν = ἐκγόνους, τὰ φ. (τοὺς φιλτάτους). Eur. Suppl. 715 ὅπλισμα δεινῆς κορύνης = ὅπλισμα, δεινὴν κορύνην. Hel. 205 Κάστορός τε συγγόνου τε διδυμογενές ἄγαλμα = Κάστωρ τε σύγγονός τε διδ. ἄγαλμα. Hierher gehören auch Ausdrücke, wie ἲς Ἡρακλῆος, βία Τυδέος, vgl. des Königs Majestät u. συὸς χρῆμα μέγα, ein grosses Stück von e. Schweine, s. § 405, 5, d. In der Prosa ist dieser Gebrauch selten. Hdt. 7.156 Καμαρίνης τὸ ἄστυ κατέσκαψε nach Homerischem Vorgange. 7, 42 Κάνης ὄρος. Th. 4.46 ἐν τῷ ὄρει τῆς Ἱστώνης. Pl. Crat. 402, c πηγῆς ὄνομα ἐπικεκρυμμένον ἐστί, der Name Quelle, wie nomen fontis, kurz vorher τὸ τῆς Τηθύος ὄνομα (aber d ἐκ δὲ τούτων τῶν ὀνομάτων Τηθὺς τὸ ὄνομα ξύγκειται. 383, b αὐτῷ Κρατύλος ὄνομα u. σοί γε ὄνομα Ἑρμογένης).6Th. 1.87 δὲ διαγνώμη αὕτη τῆς ἐκκλησίας τοῦ τὰς σπονδὰς λελύσθαι = διαγν., τὸ . . λελύσθαι. P. Phaed. 97a ξύνοδος τοῦ πλησίον ἀλλήλων τεθῆναι, ubi v. Stallb. Leg. 657, b τῆς ἡδονῆς καὶ λύπης ζήτησις τοῦ καινῇ ζητεῖν ἀεὶ μουσικῇ χρῆσθαι. Dem. 5.22 τὴν δόξαν τοῦ πολέμου τοῦ δοκεῖν δι᾽ αὑτὸν κρίσιν εἰληφέναι = τὴν δ. τοῦ π., τὸ δοκεῖν. Mit wiederholtem Artikel P. Gorg. 521a τὴν θεραπείαν τῆς πόλεως . . τὴν τοῦ διαμάχεσθαι Ἀθηναίοις κτλ. Vgl. 526, a. Von anderer Art sind Beispiele wie *g, 309 θανάτοιο τέλος, Hs. sc. 357 θανάτοιο τελευτήν, vgl. Eur. M. 153; Hdt. 2.139 τέλος τῆς ἀπαλλαγῆς τοῦ Αἰθίοπος ὧδε ἔλεγον γενέσθαι, Th. 7.42 τοῖς Συρακοσίοις κατάπληξις ἐγένετο, εἰ πέρας μηδὲν ἔσται τοῦ ἀπαλλαγῆναι τοῦ κινδύνου, vgl. Dem. 40.40, wo τέλος, τελευτή, πέρας in dem Sinne von Vollendung, Verwirklichung, endlicher Eintritt gefasst werden können. Auszuscheiden sind auch die Beispiele, in denen eine Verschmelzung stattfindet. S. § 600, 3. β).(Smyth 1322)

e) Die Apposition statt des Genetivs. Die Zahl- und Massbestimmungen treten häufig in der Form einer Apposition zu einem Substantive an der Stelle des attributiven Genetivs. Hdt. 1.14 ἑστᾶσι δὲ οὗτοι ἐν τῷ Κορινθίων θησαυρῷ σταθμὸν ἔχοντες τριήκοντα τάλαντα 8, 4 ἐπὶ μισθῷ τριήκοντα ταλάντοισι. X. Vect. 3.9 δέκα μναῖ εἰσφορά. 4, 23 πρόσοδος ἑξήκοντα τάλαντα (dageg. 3, 10 δυοῖν μναῖν πρόσοδος). Ps. Lys. 2.21 πεντήκοντα μυριάδας στρατιάν.

403. Ellipse des durch das Attributiv näher zu bestimmenden Substantivs.

Wenn das durch das Attributiv näher zu bestimmende Substantiv einen allgemeinen Begriff oder einen solchen, welcher sich aus dem Zusammenhange der Rede leicht ergänzen lässt, oder endlich einen solchen, welcher durch den häufigen Gebrauch in einer bestimmten Verbindung als bekannt vorausgesetzt werden darf, ausdrückt, als: ἄνθρωπος, ἄνθρωποι, ἀνήρ (Mann, Gatte), ἄνδρες, γυνή (Frau, Gattin), γυναῖκες, πατήρ, μήτηρ, υἱός, παῖς, θυγάτηρ, ἀδελφός, πρᾶγμα, πράγματα, χρῆμα, χρήματα, ἔργον, ἔργα, χρόνος, ἡμέρα, χώρα, γῆ, ὁδός, οἰκία, οἶκος, οἷνος, μοῖρα, γνώμη, χείρ, χορδή, Saite (in der Musik), u. a.: so bleibt dasselbe, als das untergeordnete Glied des attributiven Verhältnisses, häufig weg, und das, in der Regel mit dem Artikel versehene Attributiv erhält substantivische Geltung.(Smyth 1021)

Anmerk. 1. Streng genommen kann von einer Ellipse nur in dem dritten der obengenannten Fälle die Rede sein, z. B. ἄκρατος (sc. οἶνος), wie lat. merum, vgl. deutschBurgunder”, δεκάτη (sc. μοῖρα) decima, der Zehnte, ἐν δεξιᾷ dextra zur Rechten; und auch hier ist zu beachten, dass der Redende selbst sich einer Ellipse kaum mehr bewusst ist.7) Doch ist im folgenden die hergebrachte Fassung beibehalten worden, um das Material beisammenzulassen.

So treten auf: a) Das attributive Adjektiv, Adjektivpronomen und Partizip. Die Partizipien, welche sonst mit dem Verb die Rektion desselben gemein haben, nehmen hier in der Verbindung mit dem Artikel nicht selten so ganz die substantivische Begriffsform an, dass sie ein beigefügtes Substantiv nicht in dem Kasus, den das Verb regiert, sondern im Genetive und selbst Possessivpronomen mit sich verbinden.

α) Personennamen: οἱ θνητοί, mortales, οἱ σοφοί. Hdt. 1.120 οἱ γεινάμενοι (st. γονεῖς). Th. 5.32 οἱ ἡβῶντες (st. ἔφηβοι). X. Ap. 20 οἱ φυλάσσοντες (φύλακες). Dem. 29.44 οἱ δικάζοντες, Richter. 4, 44 οἱ λέγοντες, Redner u. s. f. Οι᾽ προσήκοντές τινος. Antiph. 5.18 τοῖς ἐμοῖς προσήκουσιν. X. H. 5.2.33 τοῖς ὑμετέροις δυσμενέσι. Apol. 27 ἐμοὶ καὶ τοῖς ἐμοῖς εὔνοις λυπητέον. Comm. 1. 1, 1 οἱ γραψάμενοι Σωκράτην, accusatores Socratis. Th. 3.4 οἱ διαβάλλοντες, delatores. X. Comm. 1. 2, 45 οἱ τὰ χρήματα ἔχοντες, divites, gwhnl. bloss οἱ ἔχοντες, wie Isocr. 7, 55, ubi v. Benseler. P. Theaet. 147c ἐμοί τε καὶ τῷ σῷ ὁμωνύμῳ τούτῳ Σωκράτει. — Poet. sehr oft τεκών, τεκοῦσα, auch m. d. Gen. oder einem Possessivpr. Eur. El. 335 τ᾽ ἐκείνου τεκών. Alc. 167 αὐτῶν τεκοῦσα. Or. 510 κείνου γενόμενος. S. Ph. 3 κρατίστου πατρὸς . . τραφείς, ubi v. Schneidew. 1284 ἀρίστου πατρὸς αἴσχιστος γεγώς. Wird der Begriff ganz allgemein aufgefasst, so wird der Artikel weggelassen, als: σοφοί, so auch b. d. Partizipe. P. Lys. 221b οἷόν τε οὖν ἐστιν ἐπιθυμοῦντα καὶ ἐρῶντα τούτου, οὗ ἐπιθυμεῖ καὶ ἐρᾷ, μὴ φιλεῖν; Dies ist ebenso bei den folgenden Klassen der Fall.

β) Sächliche Gattungsnamen: τὰ ἡμέτερα (χρήματα, πράγματα), res nostrae, τὰ ἐμά, res meae, alles, was mich betrifft; ὑστεραία (ἡμέρα), wie ἐπιοῦσα; so: πρώτη, δευτέρα u. s. w. (ἡμέρα); πολεμία (χώρα), Feindesland, φιλία, Freundesland, οἰκουμένη (γῆ), die bewohnte Erde, ἄνυδρος, ἔρημος (γῆ), die Wüste, εὐθεῖα (ὁδός), ἐκ τῆς ἰθέης, geradezu, offen Hdt. 2.165 (wo Stein unter Berufung auf Hdt. 9.57 τέχνης ergänzt), τὴν ὀρθήν Dem. 18.111, δι᾽ ὀρθῆς S. Ant. 994, τὴν ἄλλως Dem. 3.21 vergeblich, temere, τὴν ταχίστην, quam celerrime (sehr gewöhnlich), τὴν πρώτην X. M. 3.6.10 eigentlich: den ersten Weg, d. i. anfangs, ἀπὸ πρώτης Th. 1.77, ἐξ ὑστέρης Hdt. 1.108 später, in Zukunft, ἐκ καινῆς Th. 3.92, ἐκ νέης Hdt. 1.60 denuo; πεπρωμένη (μοῖρα), Schicksal, ἀπὸ τῆς ἴσης, ex aequo, Thuc. 1.15 ubi v. Poppo; so ἐπ᾽ ἴσῃ, τὴν ἴσην ἀποδοῦναι. Th. 1.27 ἐπὶ τῇ ἴσῃ καὶ ὁμοίᾳ. 5, 105 τῆς ἴσης καὶ ὁμοίας μετέχειν; auch ἀπὸ τοῦ ἴσου (μέρους) 1, 99; ἐκ τοῦ ἐναντίου X. H. 4.5.15 od. ἐξ ἐναντίας (μερίδος) Th. 4, 33. 35, δεκάτη decima (pars). Γνώμη in den Verbindungen: κατά γε τὴν ἐμήν Pl. Phil. 41, b, ubi v. Stallb., νικῶσα u. ἐμὴ νικᾷ Pl., τὴν ἐναντίαν P. Lach. 184d; δεξιά u. ἀριστερά (χείρ); ὑπάτη (χορδή), die höchste Saite; ἄκρατος (οἶνος); μουσικὴ (τέχνη); τὸ εὐώνυμον u. τὸ δεξιὸν (κέρας); καιρίαν (πληγήν), S. El. 1415 παῖσον διπλῆν, Ant. 1307 ἀνταίαν u. a. Unsicher ist die Ergänzung in Ausdrücken wie διὰ κενῆς Th. 4.126, κατὰ μόνας Th. 1.32. 37 u. a.

Anmerk. 2. Bisweilen bilden bei den Tragikern, seltener in der Prosa, die Ausdrücke: τἀμά, τὸ ἐμόν u. s. w. eine Umschreibung von ἐγώ u. s. w., wenn nämlich nicht die Person allein, sondern ihr Wesen oder das, was gleichsam in die Sphäre derselben gehört, verstanden werden soll, als: P. Theaet. 161e τὸ ἐμόν scheinbar st. ἐμέ. Civ. 7, 533, a τό γ̓ ἐμὸν οὐδὲν ἂν προθυμίας ἀπολίποι, ubi v. Stallb. Leg. 643, a τὰ ὑμέτερα ἀκούειν, ubi v. Stallb. So Hdt. 8. 140, 1 ἢν μὴ τὸ ὑμέτερον ἀντίον γένηταιnisi quid a vestra parte mihi obstiterit”.

γ) Abstracta: τὸ καλόν, τὸ ἀγαθόν oder τἀγαθόν, das Schöne, Gute, oft bei Pl., τὸ ταὐτόν, die Identität. τὸ ἕτερον, und mit ὄν, τὸ ἀνόμοιον ὄν, alles bei Pl., τὸ εὐτυχές, Glück, τὸ ἀναίσθητον, Gefühllosigkeit, τὸ κοινόν, das Gemeinwesen, z. B. τῶν Σαμίων Hdt. 6.14. 6, 113 τὸ τετραμμένον τῶν βαρβάρων φεύγειν. Antiph. 2.3 τὸ θυμούμενον τῆς γνώμης, ubi v. Maetzn. Thukyd. ist insbesondere reich an solchen substantivischen Partizipien,8) als: τὸ δεδιὸς αὑτοῦ, seine Furcht, 1, 36. τὸ θαρσοῦν μὴ δεξαμένου ib. τὸ λυποῦν, Trauer, 2, 61. τὸ ἐπιθυμοῦν, Begehren, 6, 24. τῆς γνώμης τὸ μὴ κατὰ κράτος νικηθέν, die nicht durch Tapferkeit besiegte Gesinnung, 87. τὸ βουλόμενον καὶ ὕποπτον τῆς γνώμης 1, 90. τὸ ὀργιζόμενον τῆς γνώμης 2, 59. ἐν τῷ διαλλάσσοντι τῆς γνώμης, in discrimine sententiae, 3, 16. ἐν τῷ ἀνειμένῳ τῆς γνώμης 5, 9. ἐν τῷ μὴ μελετῶντι, bei dem Mangel an Übung, 1, 142. τὸ τιμώμενον τῆς πόλεως 2, 63, Ehre (geehrte Stellung) der Stadt. X. M. 1.2.43 τὸ κρατοῦν τῆς πόλεως. 2. 6, 23 τὸ μεταμελησόμενον (st. μεταμέλεια, aber zugleich mit der Zeitbestimmung). Dem. 18.138 τὸ τῆς πόλεως συμφέρον. 139 τὸ τῶν ἐχθρῶν συμφέρον (aber ib. τῶν συμφερόντων τῇ πόλει). Aeschin. 3.80 τοῦ ὑμετέρου συμφέροντος. S. Ph. 675 τὸ νοσοῦν (st. νόσος). Tr. 196 τὸ ποθοῦν (st. πόθος). OC. 1219 τὸ θέλον der Wille. Ohne Artikel μέσον, die Mitte, nicht bloss b. Hom., z. B. *z, 120 ἐς μέσον ἀμφοτέρων u. s., sondern auch in der Prosa. X. A. 1.7.6 τὰ ἐν μέσῳ τούτων. 8, 13 μέσον τῶν ἑαυτοῦ. 4. 4, 1 ἀμφὶ μέσον ἡμέρας. Cy. 4. 4, 1 ἔξω μέσου ἡμέρας. Th. 3, 80 μέχρι μέσου ἡμέρας; doch auch mit d. Artikel: τὸ μέσον, z. B. X. An. 3. 4, 20. Sehr oft steht das Neutrum Sing. ohne Artikel substantivisch, wo man im Deutschen etwas hinzuzufügen pflegt, im Griechischen aber keineswegs die Ellipse v. τὶ anzunehmen hat. X. M. 2.7.1 θαυμαστὸν ποιεῖς. Pl. conv. 175, a ἄτοπόν γ̓, ἔφη, λέγεις. S. Kühners Bmrk. ad X. M. 1.2.30. (Smyth 1023)

Anmerk. 3. Das Neutrum des Adjektivs in der Singularform drückt einen abstrakten Begriff aus, in der Pluralform aber einen konkreten, d. h. die verschiedenen Teile, Arten oder Zustände, welche in dem Abstraktum vereint liegen, als: τὸ καλὸν, das Schöne in abstracto, τὰ καλά, res pulchrae, τὸ κακόν, das Schlechte in abstracto, τὰ κακά, die Übel. Th. 3.11 τὰ κράτιστα ἐπὶ τοὺς ὑποδεεστέρους ξυνεπῆγον = τοὺς κρατίστους.

δ) Sammelnamen: τὸ ὑπήκυον, die Unterthanen, Th. 6.69, τὸ Πελοποννήσιον = οἱ Πελοποννήσιοι 5, 3. Besonders gehören hierher die Adjektive auf ικόν: τὸ ὁπλιτικόν = οἱ ὁπλῖται, τὸ οἰκετικόν = οἱ οἰκέται (τὸ πεζικόν unatt.), τὸ Ἑλληνικόν = οἱ Ἕλληνες das Hellenentum Th. 1.1. τὸ λῃστικόν = οἱ λῃσταί 1, 4. τὸ ἐπικουρικόν 7, 44. τὸ ἑταιρικόν 8, 48. τὸ πολιτικόν das Bürgerheer X. H. 5.3.25. τὸ ἱππικόν An. 6. 5, 29. τὸ βαρβαρικόν 1. 5, 6. τὸ Ἀρκαδικόν 4. 8, 18. — Von den Adjektiven dieser Endung wird auch häufig die Pluralform gebraucht zur Bezeichnung einer Anzahl, Masse oder eines Kreises von einzelnen Thaten, als: τὰ Τρωικά Th. 1.3, der troj. Thatenkreis, τὰ Εὐβοικά, Eub. Krieg, Th. 1.88, τὰ πρὸ τῶν Μηδικῶν (bella Persica) Ἑλληνικά (hellen. Geschichte) 1, 97. τὰ ναυτικά, Seekrieg, aber auch Seewesen. Dem. 2.13 τὰ συμμαχικά. Ferner: τὰ Θ̓λύμπια, Διονύσια, τὰ ἐπινίκια u. s. w., die Olympischen Spiele u. s. w. Auch plurale Partizipien im Neutr. mit e. attrib. Gen., z. B. Th. 2.19 μετὰ τὰ ἐν Πλαταίᾳ τῶν ἐσελθόντων Θηβαίων γενόμενα.(Smyth 1024)

b) Der attributive Genetiv, als: Ἀλέξανδρος Φιλίππου (υἱός). Hdt. 3.88 Δαρεῖος Ὑστάσπεος. 1, 7 Ἄγρων Νίνου, τοῦ Βήλου, τοῦ Ἀλκαίου, d. i. Sohn des N., Enkel des B., Urenkel des A. 7, 204 Λεωνίδης, Ἀναξανδρίδεω, τοῦ Λέοντος, τοῦ Εὐρυκρατίδεω u. s. w. b, 195 μητέρα ἣν ἐς πατρὸς (sc. οἶκον) ἀνωγέτω ἀπονέεσθαι. *h, 330 ψυχαὶ δ̓ Ἄϊδόσδε κατῆλθον. So b. Hom. εἰς Ἀίδαο, εἰς Ἄϊδος, Ἄϊδος εἴσω, εἰν Ἀΐδαο, εἰν Ἄϊδος, ἐξ Ἀίδαο od. Ἄϊδος, ἐς γαλόων, ἐς Ἀθηναίης, ἐς Πριάμοιο, ἐς Ἀχιλλῆος, ἐς Ὀδυσῆος, ἐς πατρός, εἰς Ἀλκινόοιο, ἐν ἀφνειοῦ ἀνδρός (πατρός), ἐκ Πεισάνδροιο, z. B. *z, 47. 378. *w, 482. b, 195. λ, 4149). Hdt. 5.51 ἐς τοῦ Κλεομένεος. Eur. J. A. 926 ἐν ἀνδρὸς εὐσεβεστάτου τραφείς. X. R. L. 2, 1 πέμπειν εἰς διδασκάλων. P. Prot. 326c εἰς διδασκάλων φοιτᾶν . . ἐπειδὰν δὲ ἐκ διδασκάλων ἀπαλλαγῶσιν, ubi v. H. Sauppe. Ar. Pl. 84 ἐκ Πατροκλέους ἔρχομαι. L. 701 τὴν ἑταίραν ἐκάλεσ᾽ ἐκ τῶν γειτόνων. P. Theaet. 206a ἐν κιθαριστοῦ μεμαθηκέναι. Isae. 5.41 ἐν Πυθίου (sc. ἱερῷ), ubi v. Schoemann. d, 581 εἰς Αἰγύπτοιο, διιπετέος ποταμοῖο, (sc. ὕδωρ od. vielmehr allgemein: Bereich) στῆσα νέας, vgl. Lobeck ad Phryn. p. 100 sq. Man vgl. d. Deutsche: er geht zu Webers, kommt von Webers. S. Grimm IV. S. 260 f.; mit d. Gen. eines Personalpron.: Hdt. 1.108 φέρων ἐς σεωυτοῦ ἀπόκτεινον. 4, 5 κομίσαι ἐς ἑωυτοῦ u. s. Ar. L. 1070 (χωρεῖν) εἰς ἑαυτῶν. 1065. 1211 ἴτω εἰς ἐμοῦ. P. Hipp. maj. 304d ἐπειδὰν εἰσέλθω οἴκαδε εἰς ἐμαυτοῦ; auch findet sich εἰς u. ἐν ἡμετέρου, indem ἡμέτερον soviel ist wie das Unsrige, unsere Familie, nämlich: b, 55 εἰς ἡμετέρου πωλεύμενοι. η, 301. hymn. Merc. 370 ἦλθεν ἐς ἡμετέρου. Hdt. 1.35 μένων ἐν ἡμετέρου, ubi v. Baehr. 7, 8 τὰ τιμιώτατα νομίζεται ἐν ἡμετέρου.10) Τὰ τῆς τύχης, die Fügungen des Schicksals, τὰ τῆς πόλεως, die Verhältnisse des Staates, das Staatswesen, τὰ τοῦ πολέμου, die Kriegsmassregeln. X. A. 3.1.20 τὰ τῶν στρατιωτῶν, die Lage der Soldaten. Eur. Ph. 382 δεῖ φέρειν τὰ τῶν θεῶν, die Schickungen der Götter. Th. 2.60 τὰ τῆς ὀργῆς die Ausbrüche des Zornes. Dem. 1.22 τὰ τῆς τροφῆς ea quae ad alendos milites pertinent. 9, 45 τὰ τῶν Ἑλλήνων das Griechentum. Oft bei den Historikern τὰ Ἀθηναίων φρονεῖν athenische Sympathien hegen, ab alicuius partibus stare. P. Gorg. 458b τὸ τῶν παρόντων, das Interesse der Anwesenden. Dem. 4.28 τὸ τῶν χρημάτων, der Geldpunkt. 32 τὸ τῶν πνευμάτων, die Frage wegen der Winde. Ferner: τὸ τῶν ἐπιθυμιῶν Pl. (das Wesen des Zornes u. s. w.). Τό τινος, Gewohnheit, Geschäft, Ausspruch einer Person, als: τὸ τῶν παίδων P. Phaed. 77d. τὸ τῶν ἁλιέων X. oec. 16, 7. τὸ τοῦ Ὁμήρου Pl. ap. 34, d. τὸ τοῦ Ἀναξαγόρου Phaed. 72, c. Bei den Tragikern: τὰ τοῦδε, τὸ τῶνδε scheinbar für: ὅδε, οἵδε Vergl. Anm. 2.(Smyth 1299)

Anmerk. 4. Über Ausdrücke wie: Ἡρακλέους Ἥβη, des Herkules Hebe, vgl. § 414, 2.

c) Das attributive Adverb, als: οἱ νῦν, οἱ τότε, οἱ πάλαι (ἄνθρωποι), τὰ οἴκοι (πράγματα), res domesticae, ἑξῆς (ἡμέρα), der folgende Tag, u. s. f. Th. 4.115 οἱ ἄπωθεν.

d) Das attributive mit einer Präposition verbundene Substantiv oder Substantivpronomen: so die Redensart οἱ ἀμφί oder περί τινα, eine Person mit ihren Begleitern, Anhängern, Schülern. Bei Homer sieht man, wie dieser Ausdruck sich allmählich entwickelt hat. Man vgl. a) Ζ, 435 ff. οἱ ἄριστοι ἀμφ᾽ Αἴαντε δύω u. s. w., d. h. die Besten um die beiden Aias, wie im Deutschen, vgl. Ι, 80 ff. Ο, 301 f.; b) wie nachher in der Prosa, doch zum Teil mit freierer Stellung: γ, 162 f. οἱ μὲν ἀποστρέψαντες ἔβαν νέας ἀμφιελίσσας | ἀμφ᾽ Ὀδυσῆα, sie, Od. u. seine Genossen. Γ, 146 ff. οἱ δ̓ ἀμφὶ Πρίαμον καὶ Πάνθοον . ., dann aber Οὐκαλέγων τε καὶ Ἀντήνωρ, πεπνυμένω ἄμφω, | εἵατο δημογέροντες ἐπὶ Σκαιῇσι πύλῃσιν, d. h. Priamos, Panthoos u. s. w. nebst ihren Begleitern; Uk. u. Ant. aber werden allein ohne ihre Begleiter genannt. x, 281 τοὶ δ̓ ἀμφ᾽ Ὀδυσῆα . . μνηστήρων ἐς ὅμιλον ἀκόντισαν ὀξέα δοῦρα, Od. u. seine Begleiter; merkwürdig w, 497 οἱ δ̓ ὤρνυντο καὶ ἐν τεύχεσσι δύοντο | τέσσαρες ἀμφ᾽ Ὀδυσῆα, nicht Od. mit seinen vier Begleitern, sondern Od. mit seinen drei B. (Telemachos, βουκόλος u. συβώτης). (Aber nicht gehören hierher *i, 81 ἐκ δὲ φυλακτῆρες . . ἐσσεύοντο ἀμφί τε Νεστορίδην . . ἠδ᾽ ἀμφ᾽ Ἀσκάλαφον u. s. w., die Wächter eilten nach dem N. u. s. w. Μ, 139 f. οἱ δ̓ ἰθὺς . . ἔκιον . . Ἄσιον ἀμφὶ ἄνακτα κτλ. Hs. sc. 179 ἐν δ̓ ἦν ὑσμίνη Λαπιθάων . . Καινέα τ᾽ ἀμφὶ ἄνακτα Δρύαντά κτλ., es fand ein Kampf der L. statt um den K. u. s. w., s. Goettling.) Hdt. 1.62 οἱ ἀμφὶ Πεισίστρατον, P. mit seinen Truppen. 3, 76 οἱ μὲν ἀμφὶ τὸν Ὀτάνην . . οἱ δὲ ἀμφὶ τὸν Δαρεῖον, d. h. Otanes u. Dareios und die von den sieben, welche gleiche Ansicht mit ihnen hegten. 9, 69 οἱ μὲν ἀμφὶ Κορινθίους u. οἱ δὲ ἀμφὶ Μεγαρέας τε καὶ Φλιασίους, die Korinthier, Megareer u. Phliasier mit ihren Bundesgenossen; gleich darauf aber ἐπεί τε δὲ ἀγχοῦ τῶν πολεμίων ἐγίνοντο οἱ Μεγαρέες καὶ Φλιάσιοι war die Rücksicht auf die Bundesgenossen nicht nötig, da dies kurz vorher erwähnt war. X. Hell. 3, 4, 20 οἱ περὶ Λύσανδρον τριάκοντα ist L. in die Zahl der 30 Tyrannen mit eingeschlossen, vgl. oben w, 497. Οι᾽ ἀμφὶ Θαλῆν, Thales und andere Philosophen seiner Art, P. Hipp. maj. 281c, ubi v. Stallb. Th. 4.33 οἱ περὶ τὸν Ἐπιτάδαν, Ep. cum suis. X. H. 6.4.18. Comm. 1. 1, 18. ibid. 3. 5, 10 οἱ περὶ Κέκροπα, Kekrops u. das Gericht, dem er vorstand, s. Kühners Bmrk. Pl. Crat. 399, e οἱ ἀμφὶ Εὐθύφρονα. Men. 99, b οἱ ἀμφὶ Θεμιστοκλέα. Phileb. 44 c οἱ περὶ Φίληβον, Ph. et qui ejus sententiam sequuntur. So auch Th. 1.126 οἱ μετὰ τοῦ Κίλωνος πολιορκούμενοι φλαύρως εἶχον, K. mit seinen Anhängern; gwhnl. aber οἱ μετά τινος nur die Anhänger jemandes. Erst bei den griechischen Grammatikern bedeutet οἱ περί τινα eine Person allein, als: οἱ περὶ Ἀπίωνα, Apion.11Bei den erotischen Schriftstellern wird οἱ περί mit Beifügung des Namens des Liebhabers oder der Geliebten so gesagt, dass beide verstanden werden, als: οἱ περὶ τὸν Θεαγένην Heliod. 5, 216, Th. u. Chariklea. Palaeph. 14 οἱ περὶ Ἀταλάντην, At. u. Melanio. Ath. 602, c οἱ ἀμφὶ Χαρίτωνα, Chariton u. sein Liebling Melanippus. Bei den Grammatikern werden so oft zwei durch eine gemeinsame Arbeit verbundene Personen bezeichnet, als: οἱ περὶ Ὀδυσσέα, Od. u. Diomedes, die zur Kundschaft ausgegangen waren, b. Porphyr. ad Κ, 27412). — Ferner: οἱ καθ᾽ ἡμᾶς, unsere Zeitgenossen, οἱ ἐπί τινος, aequales. X. A. 1.9.12 οἱ ἐφ᾽ ἡμῶν. Vgl. Hell. 3. 4, 16. οἱ σύν τινι, οἱ ὑπό τινι, die Untergebenen jemandes, οἱ ἀπό τινος, asseclae, οἱ ἐν ἄστει, οἱ περὶ φιλοσοφίαν, οἱ περὶ τὴν θήραν, οἱ ἀμφὶ τὸν πόλεμον. Τὰ κατά τινα, die Lage, Verhältnisse eines, τὰ κατά τινος, res alicujus, τὸ κατὰ τοῦτον, quod ad hunc attinet. Dem. 18.247 ἀήττητος πόλις τὸ κατ᾽ ἐμέ, quantum per me stat. Th. 1.138 τὰ μἑν κατὰ Παυσανίαν τὸν Λακεδαιμόνιον καὶ Θεμιστοκλέα τὸν Ἀθηναῖον οὕτως ἐτελεύτησεν. Τὰ παρά τινος, Befehle u. s. w. eines, X. C. 2.2.9. An. 2. 3, 4. τὰ πρὸ τούτων, prioribus temporibus, Dem. 18.188. τὰ ἀπὸ τῆς τύχης Th. 2.87. τὰ περί τινα, Lage, Umstände, τὰ περὶ τοῦ πολέμου das Kriegswesen, Dem. 4.36. τὸ ἐπ᾽ ἐμέ, τοὐπ᾽ ἐμέ, τοὐπὶ σέ quantum in me, te est, wie: τὸ ἐπ ἐμοί; so: τὸ πρὸ τοῦδε, vorher, τὸ ἐπὶ τούτῳ (τῷδε), hierauf. Τὰ ἐν τῇ πόλει die innern Verhältnisse des Staates Dem. 3.29. Auch mit vorangehender Präposition: Th. 3.112 μετὰ τὰ ἐκ τῆς Αἰτωλίας. 5, 14 μετὰ τὰ ἐν Πύλῳ.(Smyth 1153)

404. Attributives Adjektiv.

Das attributive Adjektiv (Partizip, adjektivische Pronomen und Zahlwort) bezeichnet eine einem Gegenstande beigelegte Eigenschaft. Über die Kongruenz desselben mit dem Worte, das es näher bestimmt, s. §§ 359, 3, a), 368, Anm.

Anmerk. Die Partizipien λεγόμενος und καλούμενος werden gebraucht, wo die Lateiner: qui dicitur, vocatur; quem dicunt, vocant u. s. w., und die deutsche Sprache: so genannt setzen. Hdt. 6.61 ἐν τῇ Θεράπνῃ καλεομένῃ, i. e. urbe, quae Therapne vocatur. Th. 1.112 τὸν ἱερὸν καλούμενον πόλεμον. X. Comm. 1, 1, 11 καλούμενος ὑπὸ τῶν σοφιστῶν κόσμος. Hier. 1. 31. P. Civ. 493d Διομήδεια λεγομένη ἀνάγκη, Diomedea quae dicitur necessitas.(Smyth 912)

405. Bemerkungen.

a) Substantive statt Adjektive in attributiver Beziehung.

Viele ein Geschäft oder einen Stand oder ein Alter bezeichnende Personennamen behandelt die griechische Sprache als Adjektive, was sie auch ursprünglich gewesen sind, und fügt denselben das Wort ἀνήρ hinzu, wenn der Mensch nach seinem Geschäfte oder Stande oder Alter betrachtet werden soll, indes das Wort ἀνήρ weggelassen wird, wenn der Mensch als in der Funktion eines Amtes oder Geschäftes begriffen betrachtet wird; so bedeutet ἀνὴρ μάντις (Th. 3.20) einen Mann, der seinem Stande nach ein Seher ist, und μάντις allein einen Mann, der als Seher auftritt; in der Dichtersprache wird aber auch ohne den angegebenen Unterschied ἀνήρ hinzugefügt13). Ἀνὴρ βασιλεύς poet.; *i, 477 λαθὼν φύλακάς τ᾽ ἄνδρας δμωάς τε γυναῖκας. g, 403 ἄλοχος δέσποινα, Ehefrau (fürstliche Gemahlin). h, 347 γυνὴ δέσποινα, Hausfrau. *z, 390 γυνὴ ταμίη, Haushälterin. Ar. Thesm. 345 γραῦς γυνή, altes Weib. Hs. th. 514 γυνὴ παρθένος. X. C. 4.6.9 θυγάτηρ παρθένος. Ἀνὴρ ἄρχων X. Hier. 8, 5; ἀνὴρ τύραννος, 11, 1; ἀνὴρ στρατηγός Pl. Jo 540, d, ἀνὴρ ῥήτωρ Dem. 18.282, ἀνὴρ νεανίας X. C. 2.2.6; γέρων ἀνήρ Pl. Lys. 223, b u. s. w.; so die Anrede bei den attischen Rednern und Historikern: ἄνδρες δικασταί, ἄνδρες στρατιῶται. Im verächtlichen Sinne wird ἄνθρωπος hinzugefügt, als: ἄνθρωπος γεωργός. Lys. 30.28 ἀνθρώπους ὑπογραμματέας. P. Gorg. 518c διακόνους μοι λέγεις καὶ ἐπιθυμιῶν παρασκευαστὰς ἀνθρώπους, obwohl es auch statt ἀνήρ gebraucht wird, als X. Cy. 8. 7, 14 πολῖται ἄνθρωποι. P. Hipp. min. 375a ἄνθρωπος τοξότης. Phaed. 87, b ἄνθρωπος ὑφάντης, u. stets b. Hom., wie *p, 263 ἄνθρωπος ὁδίτης, ubi v. Spitzn. So auch bei Völkernamen, und zwar nicht allein in der Anrede: ἄνδρες Ἀθηναῖοι u. dgl., sondern auch sonst sehr häufig, im Singulare sowohl als im Plurale, als: ἀνὴρ Ἀθηναῖος, Ἀβδηρίτης. (Steht aber ἀνήρ, ep. auch φώς, in Verbindung mit dem Namen eines Mannes, so ist der Mann als Apposition zu nehmen. *l, 92 ἕλε δ̓ ἄνδρα Βιήνορα, einen Mann Namens B., vgl. 738. f, 26 φῶθ᾽ Ἡρακλῆα. S. Ai. 817 δῶρον μὲν ἀνδρὸς Ἕκτορος. El. 45 παρ᾽ ἀνδρὸς Φανοτέως, ubi v. Schneidew.) Aber auch in anderen Verbindungen kommen die Völkernamen oft in adjektivischer Bedeutung vor, jedoch meist nur in der Dichtersprache, besonders: Ἕλλην als Mask. poet., zweifelhaft in der guten Prosa, und (poet.) auch als Fem., und Ἑλλάς (als Fem.), als: S. Ph. 223 Ἑλλὰς στολή, auch öfter bei Hdt., als: 4, 78 Ἑλλάδα γλῶσσαν, vgl. 6, 98. 9, 16. 7, 22 Σάνη, πόλις Ἑλλάς. Th. 6.62 Ἑλλὰς πόλις. Eur. I. T. 342 Ἕλληνος γῆς. Heracl. 130 στολὴν Ἕλληνα. Pros. Th. 2.36 βάρβαρον Έλληνα πόλεμον, wo Dobree u. Classen πόλεμον streichen, Stahl πολέμιον schreibt. (Als Masc. Ἑλλάς nur als Subst. und höchst selten. Eur. Ph. 1509 τίς Ἑλλὰς βάρβαρος u. Bekk. An. 97, 4 Ἑλλάς, ἀνήρ, Σοφοκλῆς Λοκρῷ; aber S. Tr. 1060 ist zu Ἑλλάς aus d. folg. γαῖα hinzuzudenken, s. Schneidew.) Th. 1.131 Κολωνὰς τὰς Τρῳάδας, ubi v. Poppo. 4, 61 τῇ *Ἰάδι ξυγγενείᾳ. 1, 138 τῆς Περσίδος γλώσσης. Bei den Dichtern, namentlich den Tragikern finden sich auch teils die genannten Substantive in anderen Verbindungen, teils andere adjektivisch gebraucht, als: *a, 358 πατρὶ γέροντι. x, 184 σάκος γέρον. Eur. Or. 529 γέροντ᾽ ὀφθαλμόν. Vgl. Theocr. 7, 17 ibiq. Wüstem. 21, 12. Eur. Ph. 838 παρθένῳ χερί. Aesch. P. 613 παρθένου πηγῆς. Eur. Alc. 679 νεανίας λόγους | ῥίπτων. H. f. 1095 νεανίαν θώρακα καὶ βραχίονα. Aesch. Ag. 664 τύχη σωτήρ (als Fem. st. σώτειρα), vgl. S. OR. 81. Eur. El. 993. M. 360 Ch. Ion. 1373 εἶχον οἰκέτην βίον, servilem vitam. Hs. op. 191 κακῶν ῥεκτῆρα καὶ ὕβριν ἀνέρα τιμήσουσι, wo ὕβριν auf ἀνέρα bezogen ist, vgl. Lob. Paral. p. 41 not. 42). Auch gehören hierher die Schimpfwörter, in denen selbst Abstrakte auf Personen bezogen werden, als: ἀνὴρ φθόρος, ὄλεθρος ἐκεῖνος, s. § 346, 2. 3. 4. In der Dichtersprache wird zuweilen auf ein vorhergehendes Femininum ein männliches Abstraktum mit vorgesetztem weiblichen Artikel bezogen. Pind. P. 4, 250 Μήδειαν . ., τὰν Πελίαο φόνον = τὰν Π. φόνον οὖσαν. Eur. J. A. 794 διὰ σέ, τὰν κύκνου δολιχαύχενος γόνον = τὰν κ. δ. γόνον οὖσαν. Ar. Thesm. 535 ταύτην ἐῶσαι τὴν φθόρον τοιαῦτα περιυβρίζειν.14) Bei Substantiven, die ursprünglich Adjektive sind, ist diese Verbindung ganz natürlich, z. B. φύλαξ urspr. = φυλάττων, dann = custos, daher X. A. 6.5.9 λόχοι φύλακες, ebenso ὀπισθοφύλακες ὁπλῖται 4. 1, 6, γυμνῆτες ταξίαρχοι § 28, λοχαγοὶ πελτασταί § 26, u. bei vielen oben erwähnten; daher ist bei Homer dieser Gebrauch ganz gewöhnlich. (Smyth 986) b) Das Adjektiv an der Stelle adverbialer Ausdrücke.15

Die griechische Sprache gebraucht oft (wie auch die lateinische, doch nicht in so ausgedehnter Weise, s. lat. Schulgr. § 106, 5,) das auf ein Substantiv bezogene Adjektiv so, dass es eine nähere Bestimmung des Subjekts oder Objekts nicht an und für sich, sondern nur in Rücksicht auf das Prädikat ausdrückt. Auf diese Weise können Bestimmungen des Ortes und der Reihenfolge, der Zeit, der Zahl, der Menge, des Grades, des Grundes, der Bedingung, der Art und Weise durch Adjektive bezeichnet und auf ein Substantiv in gleichem Genus, Kasus und Numerus bezogen werden. Das Adjektiv lehnt sich hier zwar an ein Substantiv an, aber nicht als ein attributives, sondern als ein prädikatives. Die deutsche Sprache fasst diese Bestimmungen als adverbiale auf und bezeichnet sie durch Adverbien oder adverbiale Ausdrücke (Präpositionen mit ihrem

Kasus). Die griechische Ausdrucksweise ist aber lebendiger, energischer und anschaulicher, indem der nähere Umstand einer Handlung zugleich in die Persönlichkeit des Handelnden aufgenommen wird, als: ἑσπέριος ἦλθεν (vespertinus venit), gleichsam vom Abende umgeben. Dass in der nach anschaulicher Darstellung strebenden Dichtersprache dieser Gebrauch der Adjektive einen ungleich grösseren Umfang hat als in der Prosa, ist natürlich.

a) Adjektive des Ortes und der Reihenfolge. *r, 361 τοὶ δ̓ ἀγχιστῖνοι ἔπιπτον νεκροί, neben einander. l, 233 αἱ δὲ προμνηστῖναι ἐπήισαν, in einer Reihe hintereinander. f, 146 ἷζε μυχοίτατος, im innersten Winkel. h, 248 ἐμὲ τὸν δύστηνον ἐφέστιον ἤγαγε δαίμων. Pind. P. 9, 62 ταὶ δ̓ ἐπιγουνίδιον κατθηκάμεναι βρέφος αὐταῖς. Aesch. Ag. 51 ὕπατοι λεχέων στροφοδινοῦνται, super lectos circumvolitant. S. OR. 32 ἑζόμεσθ᾽ ἐφέστιοι. 1340 ἀπάγετε ἐκτόπιον. OC. 118 ποῦ κυρεῖ ἐκτόπιος συθείς. 232 ἔκτοπος. OR. 1411 θαλάσσιον ἐκρίψατε (= εἰς θάλασσαν). Ant. 785 φοιτᾷς δ̓ ὑπερπόντιος. Ph. 34 κοὐδέν ἐσθ᾽ ὑπόστεγον (= ὑπὸ στέγῃ). Eur. Suppl. 93 ὁρῶ . . μητέρα βωμίαν ἐφημένην. Hec. 797 ἀφῆκε πόντιον. Med. 440 αἰθερία δ̓ ἀνέπτα. Th. 1.134 ἵνα μὴ ὑπαίθριος (sub divo) ταλαιπωροίη. X. A. 5.5.21. 7. 2, 33 ἐκαθεζόμην ἐνδίφριος (= ἐν δίφρῳ). Hell. 2. 1, 17 ἀνήγοντο οἱ Ἀθηναῖοι ἐκ τῆς Χίου πελάγιοι (in altum mare). Ferner πρῶτος, πρότερος (von zweien), ὕστατος, ὕστερος (v. zweien), μέσος, πλάγιος, πρηνής, ὀρθός, μετέωρος, ἀντίος, ἐναντίος, ὕπτιος, ἐπασσύτερος, ἄκρος, ἄψορρος, ἐπιπόλαιος, πρυμνός, θυραῖος, παράθυρος u. s. w. Mehrere der angeführten, wie πρῶτος, πρότερος, ὕστατος werden auch auf die Zeit übertragen.

b) Adjektive der Zeit, als: ὄψιος, ὄρθριος, ἑωθινός, ἠέριος, ἠῷος, ὑπηοῖος, ἑσπέριος, νύχιος, μεσονύκτιος, θερινός, χθιζός, ἐαρινός, χειμερινός u. s. w., namentlich die auf -αῖος: δευτεραῖος, τριταῖος u. s. w. (am zweiten, dritten Tage), ποσταῖος, σκοταῖος, κνεφαῖος, μηνιαῖος; ὡριαῖος, ἡμερήσιος, ἐφημέριος, δεχήμερος, δίμηνος, ἐνιαύσιος, ἔνδιος, am Mittage, μεταδόρπιος, nach der Abendmahlzeit, πανημέριος, παννύχιος, ἐννύχιος, ἠμάτιος, χρόνιος (nach langer Zeit), καίριος, μακρός, δηρός (zu lange) u. a. *a, 497 ἠερίη δ̓ ἀνέβη st. ἦρι, früh. 423 Ζεὺς . . χθιζὸς ἔβη κατὰ δαῖτα st. χθές. *q, 530 ὑπηοῖοι θωρηχθέντες st. ὑπ᾽ ἠῶ. i, 336 ἑσπέριος δ̓ ἦλθεν, wie vespertinus pete tectum Hor. ep. 1. 6, 20. *b, 2 εὗδον παννύχιοι, per totam noctem. l, 303 ζώουσ᾽ ἑτερήμεροι, alternis diebus. S. OC. 441 ἥλαυνέ μ̓ ἐκ γῆς χρόνιον. Eur. Hec. 914 μεσονύκτιος ὠλλύμαν. c, 257 πεμπταῖοι δ̓ Αἴγυπτον . . ἱκόμεσθα, am fünften Tage. Th. 1.60 τριταῖοι ἀφίκοντο. 2, 49 διεφθείροντο οἱ πλείους ἐνναταῖοι καὶ ἑβδομαῖοι ὑπὸ τοῦ ἐντὸς καύματος. X. Cy. 5. 3, 28 ποσταῖος ἂν ἐκεῖσε ἀφικοίμην; quoto die? An. 4. 1, 10 κατέβαινον εἰς τὰς κώμας ἤδη σκοταῖοι, in der Dämmerung.

c) Adjektive der Zahl, Menge, des Grades, der Bedingung u. s. w., besonders der Art und Weise, als: πολύς, συχνός, ἀθρόος, πυκνός, μέγας, ἄφθονος, σπάνιος, μόνος, πᾶς, ἅπας, ganz, ὀξύς, ταχύς, θοός, αἰφνίδιος, βραδύς, ἥσυχος, ἑκών, ἄκων, ἑκούσιος, ἐθελούσιος, ἐθελοντής, ἄοκνος; δρομαῖος, ὑπόσπονδος, ἄσπονδος, ὅρκιος. Aesch. S. 80 ῥεῖ πολὺς ὅδε λεώς. Th. 4.22 Κλέων πολὺς ἐνέκειτο λέγων, wie Sall. Jug. 84 multus instare, s. Poppo. 34 κονιορτὸς ἐχώρει πολὺς ἄνω. 6, 104 ἁρπασθεὶς ὑπ̓ ἀνέμου, ὃς ἐκπνεῖ ταύτῃ μέγας. 2, 5 Ἀσωπὸς ποταμὸς ἐρρύη μέγας. Vgl. X. A. 5.8.20. *n, 133 πυκνοὶ ἐφέστασαν ἀλλήλοισιν. X. A. 6.4.4 ἄφθονος ῥέουσα. Eur. Io 427 ἅπας μὲν οὐ γένοιτ᾽ ἂν εἰς ἡμᾶς φίλος, ganz, in jeder Hinsicht. Hdt. 6.103 κατῆλθε ἐπὶ τὰ ἑωυτοῦ ὑπόσπονδος. Th. 1, 63 τοὺς νεκροὺς ὑποσπόνδους ἀπέδοσαν. 2, 22 ἀνείλοντο τοὺς νεκροὺς ἀσπόνδους. S. OC. 1637 κατῄνεσεν τάδ᾽ ὅρκιος δράσειν ξένῳ. Tr. 927 δρομαία βᾶσα, eilig. Ph. 808 ἥδε (sc. νόσος) μοι | ὀξεῖα φοιτᾷ καὶ ταχεἶ ἀπέρχεται, wie Hs. op. 103 νοῦσοι δ̓ ἀνθρώποισι . . | αὐτόματοι φοιτῶσι. Vgl. 118. X. C. 5.3.55 ἥσυχος κατεθεᾶτο.

Anmerk. 1. In ähnlicher Weise wird das Pronomen ἄλλος oft im Deutschen durch adverbiale Ausdrücke wiedergegeben16): a) durch überhaupt (wenn mit ἄλλος das Genus an die Species angeknüpft wird). P. Phaedr. 232e τῶν ἐρώντων πολλοὶ πρότερον τοῦ σώματος ἐπεθύμησαν τὸν τρόπον ἔγνωσαν καὶ τῶν ἄλλων οἰκείων ἔμπειροι ἐγένοντο, ehe sie den Charakter erkannten und mit den Eigenheiten überhaupt (mit den sonstigen Eigenheiten) vertraut wurden. Civ. 520, b ὑμῖν τε αὐτοῖς τῇ τε ἄλλῃ πόλει ἡγεμόνας τε καὶ βασιλέας ἐγεννήσαμεν. b) durch andererseits oder ausserdem, sonst, überdies (wenn eine weitere Species angeknüpft wird). q, 367 αὐτὰρ Ὀδυσσεὺς τέρπετο . . ἠδὲ καὶ ἄλλοι Φαίηκες auch andererseits die Phäaken. q, 40. *b, 191. α, 132. Th. 7.61 ἄνδρες στρατιῶται Ἀθηναίων τε καὶ τῶν ἄλλων ξυμμάχων. P. Gorg. 473c εὐδαιμονιζόμενος ὑπὸ τῶν πολιτῶν καὶ τῶν ἄλλων ξένων. X. H. 2.4.9 τοὺς ὁπλίτας καὶ τοὺς ἄλλους ἱππέας. z, 84 οὐκ οἴην, ἅμα τῇ γε καὶ ἀμφίπολοι κίον ἄλλαι ausserdem noch Begleiterinnen. b, 412 μήτηρ δ̓ ἐμὴ οὔ τι πέπυσται | οὐδ᾽ ἄλλαι δμωαί noch sonst etwa die Dienerinnen. r, 401. s, 416. ο, 407. X. A. 1.5.5 οὐ γὰρ ἦν χορτὸς οὐδὲ ἄλλο δένδρον. Pl. conv. 191, b ἀπέθνῃσκον ὑπὸ τοῦ λιμοῦ καὶ τῆς ἄλλης ἀργίας, ubi v. Stallb., und überdies.ἄλλος ist in diesem Falle pleonastisch zur Hervorhebung des Gegensatzes zugefügt, wie lat. alius17) Liv. 5. 39, 3 circa moenia aliasque portas, vgl. Luther: “Die falschen Heiligen sind der Gerechtigkeit so voll, dass sie die andern armen Sünder anköken.” Goethe (Reineke Fuchs VIII): “aber sie (die Geistlichen) schonen uns nicht, uns andere Laien.” Französ. nous autres Francais.

Anmerk. 2. Wenn aber die Bestimmung nicht zugleich auf das Subjekt oder Objekt als Eigenschaft bezogen werden kann, sondern einzig und allein zu dem Prädikate gehört, so muss notwendig das Adverb stehen, als: καλῶς ᾁδεις.

Anmerk. 3. Der Unterschied zwischen den Adjektiven: πρῶτος, πρότερος, ὕστατος, ὕστερος, μόνος und den Adverbien: πρῶτον, πρότερον, ὕστατον od. ὕστατα, ὕστερον, μόνον ist wie im Lateinischen (Lat. Schulgr. § 109, A. 9), als: πρῶτος (μόνος) τὴν ἐπιστολὴν ἔγραψα, d. i. ich war der erste (einzige), der den Brief schrieb, wie primus scripsi. X. vect. 4, 12 δοκεῖ δέ μοι καὶ πόλις προτέρα ἐμοῦ ταῦτα ἐγνωκέναι. Πρώτην (μόνην) τὴν ἐπιστολὴν ἔγραψα, dieser Brief war der erste (einzige), den ich schrieb; aber: παῖς πρῶτον μὲν τὴν ἐπ. ἔγραψεν, ἔπειτα δὲ ἀπῄει; oder πρῶτον, ὕστατον bedeuten zum ersten, letzten Male; μόνον ἔγραψα τὴν ἐπ., ich schrieb nur den Brief (schickte ihn nicht weg). Doch wird der Unterschied nicht immer beachtet. Th. 3.101 καὶ αὐτοὶ πρῶτον δόντες ὁμήρους. (Krüger u. Stahl πρῶτοι). Lycurg. 116 τοὺς λόγῳ μόνον βοηθήσαντας, aber 122 u. 123 λόγῳ μόνῳ προδιδόναι προδιδόντα18). (Smyth 1042) c) Proleptischer Gebrauch der Adjektive.19

In der Dichtersprache, besonders in der dramatischen, seltener in der Prosa, wird das Adjektiv oft in proleptischer Bedeutung gebraucht, indem dasselbe ein Attribut ausdrückt, welches an dem Substantive noch nicht haftet, sondern erst durch das Verb des Satzes oder durch ein Satzglied hervorgerufen wird. Das Adjektiv hat auch hier prädikative Bedeutung. *z, 261 ἀνδρὶ δὲ κεκμηῶτι μένος μέγα οἶνος ἀέξει. *c, 6 εἰσόκε θερμὰ λοετρὰ θερμήνῃ. b, 257 λῦσεν δ̓ ἀγορὴν αἰψηρήν, er löste die Versammlung auf, so dass sie sich schnell in Bewegung setzte, s. Nitzsch. *d, 124 κυκλοτερὲς μέγα τόξον ἔτεινεν. q, 38 θοὴν ἀλεγύνετε δαῖτα. Pind. O. 1, 68 πρὸς εὐάνθεμον δ̓ ὅτε φυὰν λάχναι νιν μέλαν γένειον ἔρεφον, ut nigresceret, s. Dissen. Aesch. Ag. 1247 εὔφημον, τάλαινα, κοίμησον στόμα, i. e. ὥστε εὔφημον εἶναι. S. OC. 1112 ἐρείσατ̓, παῖ, πλευρὸν ἀμφιδέξιον = ὥστε μοι ἀμφιδέξιον γενέσθαι τὸ πλευρόν. 1088 πόροις γᾶς τᾶσδε δαμούχοις . . τὸν εὔαγρον τελειῶσαι λόχον. OR. 274 τε σύμμαχος Δίκη | χοι᾽ πάντες εὖ ξυνεῖεν εἰς ἀεὶ θεοί. 742 χνοάζων ἄρτι λευκανθὲς κάρα. Tr. 240 ᾕρει τῶνδ᾽ ἀνάστατον δόρει χώραν. 106 εὐνάζειν ἀδακρύτων βλεφάρων πόθον (ubi v. Schneidew.), wie Ant. 877 τὸν ἐμὸν πότμον ἀδάκρυτον οὐδεὶς φίλων στενάζει. Ai. 69 ὀμμάτων ἀποστρόφους | αὐγὰς ἀπείρξω σὴν πρόσοψιν εἰσιδεῖν. OC. 1200 τῶν σῶν ἀδέρκτων ὀμμάτων τητώμενος. Eur. H. f. 641 βλεφάρων σκοτεινὸν | φάος ἐπικαλύψαν. 1070 ἀπόκρυφον δέμας ὑπὸ μέλαθρον κρύψω. Alc. 385 σκοτεινὸν ὄμμα μου βαρύνεται. Ebenso b. d. lat. Dichtern, als: V. Aen. 3, 508 sol ruit interea et montes umbrantur opaci. P. Phaedr. 245a ἀτελὴς ἠφανίσθη = ὥστε ἀτελὴς εἶναι. X. A. 1.5.8 μετεώρους ἐξεκόμισαν τὰς ἁμάξας. Cy. 4. 2, 3 ἀπὸ τῆς μάχης τὸ τούτου ὄνομα μέγιστον ηὔξητο. Andoc. 3.7 εἰρήνη τὸν δῆμον τῶν Ἀθηναίων ὑψηλὸν ἦρε. P. Civ. 560d ὠθοῦσιν ἔξω φυγάδα, ubi v. Stallb., wie Eur. Ph. 76 φυγάδα δ̓ ἀπωθεῖ τῆσδε Πολυνείκην χθονός. S. Ant. 108. Mehr Beispiele §§ 355 u. 411, 1. d) Beiordnung und Einordnung der attributiven Adjektive.

Wenn zwei oder mehrere attributive Adjektive mit Einem Substantive verbunden werden, so kann ein zwiefaches Verhältnis stattfinden. Sie stehen nämlich entweder a) in dem Verhältnisse der Beiordnung zu einander, indem jedes derselben auf gleiche Weise zur näheren Bestimmung des Substantivs dient; alsdann werden sie in der Regel mit einem Bindeworte (καί, τέ . . καί) verbunden; bei mehreren Adjektiven braucht nur das letzte mit dem vorhergehenden durch ein Bindewort verbunden zu werden; (in der Dichtersprache kann das Bindewort weggelassen werden, zuweilen auch in der Prosa, s. § 546, 3), als: Σωκράτης ἀγαθὸς καὶ σοφὸς ἦν; oder b) in dem Verhältnisse der Einordnung oder Einschliessung, wenn ein Substantiv mit einem oder mehreren Adjektiven gewissermassen einen Begriff ausdrückt und durch ein anderes Adjektiv näher bestimmt wird; alsdann steht kein Bindewort zwischen diesem und dem folgenden Adjektive. Dieser Fall findet namentlich statt, wenn Pronomina, Zahlwörter, Adjektive des Ortes, der Zeit und des Stoffes mit anderen Adjektiven verbunden werden, als: πολλοὶ ἀγαθοὶ ἄνδρες oder πολλοὶ ἀγαθοὶ καὶ σοφοὶ ἄνδρες, πολλὰ καλὰ ἔργα, ἐμὸς φίλος, οὗτος ἀνὴρ ἀγαθός, τρεῖς ἄνδρες στρατιῶται, τὸ πρῶτον καλὸν πρᾶγμα. ι, 322 sq. ἱστὸς νηὸς ἐεικοσόροιο μελαίνης. X. A. 1.5.4 πόλις ἐρήμη μεγάλη, eine grosse verwüstete Stadt, nicht eine gr. u. verw. St. Cy. 1. 4, 21 κύων γενναῖος ἄπειρος, ein undressierter Hund von edler Rasse (gleichs. Edelhund), s. Born. Dem. 4.46 ὅταν στρατηγὸς ἡγῆται ἀθλίων ἀπομίσθων ξένων, armselige Söldner ohne Sold. Das Zahlwort πολλοί wird im Griechischen, wie im Lateinischen multi, gewöhnlich in dem beiordnenden Verhältnisse gebraucht, und dadurch der Begriff der Vielheit mit Nachdruck hervorgehoben, indes die deutsche Sprache die Einordnung anzuwenden pflegt, als: πολλὰ καὶ καλὰ ἔργα, multa et praeclara facinora, viele herrliche Thaten. (Smyth 1032)

e) Umkehrung der Glieder des attributiven Satzverhältnisses.

Sehr häufig erhebt die griechische Sprache das mit einem Substantive in attributiver Beziehung verbundene Adjektiv zu einem Substantive und setzt das Substantiv als Attributiv im Genetive hinzu.20) Wir unterscheiden hier folgende Fälle:

a) Das Substantiv steht mit dem Adjektive in der Pluralform, und das Adjektiv behält das Geschlecht des Substantivs (sehr oft sowohl in der Prosa als in der Poesie), als: οἱ χρηστοὶ τῶν ἀνθρώπων. Isocr. 2, 50 μηδὲ τὰ σπουδαῖα τῶν πραγμάτων μηδὲ τοὺς εὖ φρονοῦντας τῶν ἀνθρώπων ταῖς ἡδοναῖς κρίνειν (δεῖ).

b) Das zum Substantive erhobene Adjektiv nimmt die Neutralform des Singulars, zuweilen auch des Plurals an. Schon Homer sagt e, 277 ἐπ᾽ ἀριστερὰ χειρός (al. νηός), nachgeahmt hymn. in Merc. 153. *e, 355 μάχης ἐπ᾽ ἀριστερά. *m, 118 νηῶν ἐπ᾽ ἀρ. *n, 326. Ψ, 336. S. Ant. 1265 ἐμῶν ἄνολβα βουλευμάτων (das Unselige meiner Entschlüsse). 1209 ἀθλίας ἄσημα βοῆς (undeutliche Laute von Schmerzensschrei). Eur. Ph. 1486 ἁβρὰ παρηίδος = ἁβρὰν παρηίδα (Reiz der Wange). Alc. 602 ἐν τοῖς ἀγαθοῖσι δὲ πάντ᾽ ἔνεστιν σοφίας, alle Weisheit (Summe der Weisheit), wie b. d. lat. Dichtern, z. B. amara curarum, ficta rerum, vilia rerum u. s. w.; mit dem Artikel