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589. Von den Satzfragen.

Die Satzfragen, d. h. diejenigen Fragen, in welchen der Fragende sich erkundigt, ob der ausgesagte Gedanke Geltung habe oder nicht, und daher nur eine Bejahung oder Verneinung auf seine Frage erwartet, werden im Deutschen bloss durch Vorstellung des Verbi finiti und die Betonung ausgedrückt, als: Bist du krank? Hast du den Freund gesehen? In der griechischen Sprache wird die Satzfrage entweder auch bloss durch den Frageton und durch die Wortstellung bezeichnet, indem das Wort, auf dem der Nachdruck der Frage liegt, die erste Stelle des Satzes einnimmt; jedoch ist diese Ausdrucksweise nicht eben sehr häufig, am häufigsten, wenn mit einem gewissen Affekte gefragt wird, als: ε, 204 f. οὕτω δὴ οἶκόνδε φίλην ἐς πατρίδα γαῖαν | αὐτίκα νῦν ἐθέλεις ἰέναι; Vgl. *b, 158. Ο, 553. X. C. 1.4.27 ἐμὲ μόνον οὐ γιγνώσκεις τῶν συγγενῶν; Oec. 19, 1 ἔστιν οὖν τῆς γεωργικῆς τέχνης καὶ τῶν δένδρων φυτεία; P. Phaed. 80b ἔχομέν τι παρὰ ταῦτα ἄλλο λέγειν, οὐχ οὕτως ἔχει;

Oderund dies ist der ungleich häufigere Falldurch besondere Fragwörter, durch die aber der Frage zugleich eine gewisse Modifikation hinzugefügt wird, wie z. B. durch in die Frage eine Beteuerung gelegt wird. X. C. 1.4.27 καὶ σὺ συγγενὴς εἶ; bist du auch wirklich ein Verwandter? In der indirekten Frage übersetzen wir das Fragwort durch ob, ob wohl. Besteht die Satzfrage aus mehr als Einem Gliede, dergestalt, dass das eine Glied durch das andere aufgehoben wird (Disjunktion § 536), so steht in dem ersten Gliede πότερον (πότερα) oder ep. poet. , im zweiten und den folgenden Gliedern aber , oder, an.(Smyth 2650)

Anmerk. 1. Nicht selten wird eine Wortfrage von einer Satzfrage aufgenommen, und zwar oft so, dass beide ineinander verschlungen sind. P. Phaedr. 269a τί δὲ τὸν μελίγηρυν Ἄδραστον οἰόμεθα καὶ Περικλέα, εἰ ἀκούσειαν ὧν νῦν δὴ ἡμεῖς διῇμεν τῶν παγκάλων τεχνημάτων . ., πότερον χαλεπῶς ἂν αὐτοὺς . . ῥῆμά τι εἰπεῖν ἀπαίδευτον; ubi v. Stallb. Symp. 211, e τί δῆτα οἰόμεθα, εἴ τῳ γένοιτο αὐτὸ τὸ καλὸν ἰδεῖν εἰλικρινές, . . ἆρ᾽ οἴει φαῦλον βίον γίγνεσθαι ἐκεῖσε βλέποντος ἀνθρώπου; Lycurg. 119 τί δοκοῦσιν ὑμῖν, ἄνδρες; ἆρά γε ὁμοίως ὑμῖν περὶ τῶν ἀδικούντων γιγνώσκειν; ubi v. Maetzner. Vgl. Dem. 20.34. Seltener wird die Wortfrage vollständig ausgesprochen. Lys. 26.7 τί προσδοκῆσαι δεῖ δοκιμασθέντα αὐτὸν ποιήσειν, εἰ τὴν ἐξιοῦσαν ἀρχὴν πέπεικεν αὐτοῦ ἕνεκα παρανομῆσαι; ἆρ ἂν ὀλίγα τοιαῦτα ἐν τῷ ἐνιαυτῷ διαπράξασθαι;

Die Satzfrage wird eingeleitet erstens durch die Negationen οὔ und μή, und zwar

erstens durch das objektiv verneinende οὔ, wenn eine bejahende Antwort erwartet wird: ist es etwa nicht so? Pl. civ. 334, b οὐχ οὕτως ἔλεγες; Häufig tritt ein Modaladverb hinzu, als: οὐκοῦν u. οὔκουν, s. § 507, 5 e; οὔ νυ ep. § 498, 5; οὐ . . μέντοι § 503, g), οὐ γάρ § 545, 7. Wenn aber ein Satz mit οὔ in Frage gestellt wird, die Negation also dem Satze angehört, so wird eine Antwort erwartet, welche die Verneinung der Frage bestätigt, so: οὐ δή, doch gewiss nicht? § 500, 5; οὐ δήπου, doch sicherlich nicht? s. § 501, 1; in fast gleicher Bdtg. οὔ που, οὔ τί που, doch wohl nicht? Eur. J. A. 670 οὔ πού μ̓ ἐς ἄλλα δώματ᾽ οἰκίζεις, πάτερ; Vgl. Hel. 135. Ion 1113 οὔτι που λελήμμεθα . .; Ar. Ec. 329 οὔ τί που | Κινησίας σου κατατετίληκέν ποθεν; R. 522 οὔ τί που σπουδὴν ποιεῖ; Vgl. L. 354. Pl. Alc. 1. 113, e οὔ τί που αὖ σὺ οἴει ταῦτ᾽ εἰδέναι; ubi v. Stallb. Vgl. Civ. 362, d. Theaet. 146, a. Aus rhetorischen Gründen kann οὔ auch stehen, wo man μὴ οὔ (s. Nr. 4) erwarten könnte1). X. M. 1.4.15 ὅταν δὲ (οἱ θεοὶ) Ἀθηναίοις πυνθανομένοις τι διὰ μαντικῆς φράζωσιν, οὐ καὶ σοὶ δοκεῖς φράζειν αὐτούς; glaubst du da nicht . .? obwohl man nach dem Vorhergehenden erwarten sollte: μὴ οὐ δοκεῖς . .; dann bist du doch wohl nicht ungläubig (zweifelhaft), dass . .?

Zweitens durch das subjektiv ablehnende μή [ohne vorgesetztes Fragwort wie , z. B. ζ, 200, erst seit Aeschylus2)], wenn eine verneinende Antwort erwartet wird: es ist doch nicht etwa so? Aesch. Pr. 959 μή τι σοὶ δοκῶ ταρβεῖν; Pl. Ap. 28, d μὴ αὐτὸν (sc. Ἀχιλλέα) οἴει φροντίσαι θανάτου καὶ κινδύνου; X. oec. 12, 1 ἀλλὰ γάρ, ἔφην ἐγώ, μή σε κατακωλύω ἀπιέναι ἤδη βουλόμενον; Id. Comm. 4. 2, 10 ἀλλὰ μὴ ἀρχιτέκτων βούλει γενέσθαι; Οὐκ οὖν ἔγωγ̓, ἔφη. Minime gentium. Ἀλλὰ μὴ γεωμέτρης ἐπιθυμεῖς, ἔφη, γενέσθαι ἀγαθός; Οὐδὲ γεωμέτρης, ἔφη, κτλ. Vgl. 3. 11, 4. 4. 2, 12 μὴ οὖν οὐ δύναμαι ἐγὼ τὰ τῆς δικαιοσύνης ἔργα ἐξηγν́σασθαι; ich bin doch nicht etwa unfähig . .? P. Men. 89c ἀλλὰ μὴ τοῦτο οὐ καλῶς ὡμολογήσαμεν; Καὶ μὴν ἐδόκει μὲν ἄρτι καλῶς λέγεσθαι. Wenn οὐ in einem mit μή eingeleiteten Satze, wie hier, steht, so gehört es einem einzelnen Worte, nicht dem ganzen Satze an. — Μή πῃ. P. Civ. 486e τί οὖν; μή πῃ δοκοῦμέν σοι οὐκ ἀναγκαῖα ἕκαστα διεληλυθέναι . .; Ἀναγκαιότατα μὲν οὖν, ἔφη. Vgl. 466, a3).

Anmerk. 2. Μή . . , doch wohl nicht. .. oder, num . . an (vgl. μῶν . . Anm. 4), bilden keine Disjunktivfrage, sondern werden so gebraucht, dass auf μή eine verneinende, auf eine bejahende Antwort erwartet wird. P. Phaed. 78d αὐτὸ τὸ καλὸν . . μή ποτε μεταβολὴν καὶ ἡντινοῦν ἐνδέχεται; . . μονοειδὲς ὂν αὐτὸ καθ᾽ αὑτὸ ὡσαύτως κατὰ ταὐτὰ ἔχει καὶ οὐδέποτε . . ἀλλοίωσιν οὐδεμίαν ἐνδέχεται; Civ. 479, b καὶ μεγάλα δὴ καὶ σμικρὰ καὶ κοῦφα καὶ βαρέα μή τι μᾶλλον, ἂν φήσωμεν, ταῦτα προσρηθήσεται τἀναντία; Οὔκ, ἀλλ᾽ ἐεί, ἔφη, ἕκαστον ἀμφοτέρων ἕξεται. Vgl. Ap. 25, a.

Anmerk. 3. Wenn auf eine mit μή oder ἆρα μή (Nr. 7) eingeleitete Frage eine bejahende Antwort erfolgt, so geschieht dies immer wider Erwarten des Fragenden. Aesch. Suppl. 295 μὴ καὶ λόγος τις Ζῆνα μιχθῆναι βροτῷ; es geht doch nicht auch die Sage, dass Zeus sie geliebt habe? Der Chor antw. καὶ κρυπτά γ̓ Ἥρας ταῦτα τῶν παλλαγμάτων, immo non modo amat, sed clam conjuge amat. P. Crit. 44e ἆρά γε μὴ ἐμοῦ προμηθεῖ . .; εἰ γάρ τι τοιοῦτον φοβεῖ, ἔασον αὐτὸ χαίρειν, numne de me sollicitus es? du bist doch nicht gar meinetwegen besorgt? Socr. καὶ ταῦτα προμηθοῦμαι, Κρίτων, καὶ ἄλλα πολλά. Vgl. Euthyd. 291, a. Civ. 552, e4).

Μῶν (entstanden aus dem interrog. μή und dem konfirmativen οὖν vgl. § 507, nur bei den Attikern gebräuchlich) bedeutet gleichfalls doch nicht etwa, und lässt daher stets eine negative Antwort erwarten: doch wohl nicht; jedoch ist durch das konfirmative οὖν die Bedeutung verstärkt worden. S. Ph. 734 N. μῶν ἄλγος ἴσχεις τῆς παρεστώσης νόσου; Ph. οὐ δῆτ᾽ ἔγωγ̓. Eur. Hec. 754 τί χρῆμα μαστεύουσα; μῶν ἐλεύθερον | αἰῶνα θέσθαι; ῥᾴδιον γάρ ἐστί σοι. Hec. Ου᾽ δῆτα. P. Men. 73b Socr. παῖς καὶ πρεσβύτης μῶν ἀκόλαστοι ὄντες καὶ ἄδικοι ἀγαθοὶ ἄν ποτε γένοιντο; Men. Ου᾽ δῆτα. In solchen Stellen, in welchen sich zu dem Zweifel freudige Überraschung gesellt, und der Fragende daher den Gegenstand seiner Frage mehr wünscht als fürchtet, oder wo mit einer gewissen Verstellung (Ironie) gefragt wird, als ob man Etwas nicht wolle, obwohl man das Gegenteil voraussieht, könnte es scheinen, als ob μῶν eine bejahende Frage einleitete5); doch behält es auch hier seine Bedeutung bei. Pl. Prot. 310, d τί οὖν σοι, ἦν δ̓ ἐγώ, τοῦτο; μῶν τί σε ἀδικεῖ Πρωταγόρας; Καὶ ὃς γελάσας: Νὴ τοὺς θεούς, ἔφη, Σώκρατες, ὅτι γε μόνος ἐστὶ σοφός, ἐμὲ δὲ οὐ ποιεῖ, P. hat dir doch nicht etwa unrecht gethan? Lys. 208, c ἀλλ᾽ ἄρχει τίς σου; Ὅδε, παιδαγωγός, ἔφη. Μῶν δοῦλος ὤν; Dass zu μῶν da, wo in der Frage eine Folge liegt, das konsekutive οὖν hinzugefügt wird, kann nicht auffallen, da das mit μή verschmolzene οὖν ein konfirmatives Adverb ist. Da aber durch die Verschmelzung des μή mit οὖν die beiden Elemente des zusammengesetzten Wortes minder gefühlt wurden, so geschah es, dass häufig nicht bloss οὖν, was, wie wir eben sahen, ganz natürlich ist, sondern auch μή hinzutrat. Aesch. Ch. 177 μῶν οὖν Ὀρέστου κρύβδα δῶρον ἦν τόδε; Eur. Andr. 82 μῶν οὖν δοκεῖς σου φροντίσαι τιν᾽ ἀγγέλων; P. Soph. 263a μῶν μὴ μακρὸς λόγος; Phaed. 84, c τί; ἔφη, ὑμῖν τὰ λεχθέντα μῶν μὴ δοκεῖ ἐνδεῶς λέγεσθαι; Lys. 208, d μῶν μὴ καὶ οὗτοί σου ἄρχουσιν; s. Stallb. Ib. e μῶν μή τι ἠδίκηκας τὸν πατέρα; Vgl. Civ. 351, e. 505, c. Wenn aber zu μῶν die Negation οὐ tritt, so wird die Frage bejahend (nonne). S. OC. 1729 μῶν οὐχ ὁρᾷς; Eur. M. 733 μῶν οὐ πέποιθας; Vgl. Ar. P. 281. Pl. leg. 676, a μῶν οὐκ ἐνθένδε τις ἂν αὐτὴν ῥᾷστα . . κατίδοι; Vgl. Phil. 22, b. Polit. 291, d.

Anmerk. 4. Μῶν . . (nur selten) bilden ebenso wenig wie μή . . (s. Anm. 2) eine disjunktive Frage, sondern entsprechen ganz dem lat. num . . an. Eur. El. 504 f. τί δ̓, γεραιέ, διάβροχον τόδ᾽ ὄμμ᾽ ἔχεις; | μῶν τἀμὰ διὰ χρόνου ς᾿ ἀνέμνησαν κακά; | τὰς Ὀρέστου τλήμονας φυγὰς στένεις; P. Civ. 505c οἱ τὴν ἡδονὴν ἀγαθὸν ὁριζόμενοι μῶν μή τι ἐλάττονος πλάνης ἔμπλεοι τῶν ἑτέρων; οὐ καὶ οὗτοι ἀναγκάζονται ὁμολογεῖν ἡδονὰς εἶναι κακάς; Euthyd. 294, a μῶν καὶ οἱ ἄλλοι πάντες ἄνθρωποι πάντ᾽ ἐπίστανται, οὐδέν;(Smyth 2651)

wird nur in der direkten Frage gebraucht. Es schliesst, entsprechend seinem konfirmativen Gebrauche s. § 504, 1, eine Versicherung in sich, indem es den Gegenstand der Frage als wirklich bestehend voraussetzt. In sehr vielen Fällen, namentlich bei Homer, aber auch in der späteren Sprache, tritt die versichernde Kraft der Partikel noch so deutlich zu Tage, dass der Satz nur als eine in fragendem Tone gesprochene Behauptung erscheint. Wie aber das deutsche gewiss, sicherlich allmählich seine ursprüngliche volle Geltung einbüsst und zu einer Partikel der Vermutung im Sinne von wahrscheinlich, vielleicht, wohl, etwa herabsinkt, so verblasst auch vielfach zur blossen Fragpartikel. Y, 17 τι περὶ Τρώων καὶ Ἀχαιῶν μερμηρίζεις; du sinnst gewiss nach? So oft, wenn der Redende, wie hier, eine vorausgehende Frage selbst durch eine zweite Frage vermutungsweise beantwortet, vgl. d, 682 κῆρυξ, τίπτε δέ σε πρόεσαν μνηστῆρες ἀγαυοί; | εἰπέμεναι δμωῇσιν Ὀδυσσῆος θείοιο | ἔργων παύσασθαι; gewiss um zu sagen? *u, 179. *a, 203. *g, 400. τ, 72. Oft ironisch, in Fragen des Spottes, Erstaunens oder Unwillens. *i, 340 μοῦνοι φιλέουσ᾽ ἀλόχους μερόπων ἀνθρώπων | Ἀτρεῖδαι; gewiss lieben nur die Atriden ihre Frauen? r, 376 τί δὲ σὺ τόνδε πόλινδε | ἤγαγες; οὐχ ἅλις ἧμιν ἀλήμονές εἰσι καὶ ἄλλοι; gewiss haben wir nicht genug Landstreicher hier? Vgl. *s, 287. *d, 247. *o, 504. q, 336 ῥά κεν ἐν δεσμοῖς ἐθέλοις κρατεροῖσι πιεσθεὶς | εὕδειν ἐν λέκτροισι παρὰ χρυσῇ Ἀφροδίτῃ; fürwahr da würdest du wohl gern schlafen? *e, 421 ῥά τί μοι κεχολώσεαι, ὅττι κεν εἴπω; du wirst mir gewiss zürnen, d. i. wirst du mir etwa zürnen? Vgl. s, 357. z, 200 μή πού τινα δυσμενέων φάσθ᾽ ἔμμεναι ἀνδρῶν; ihr meint doch nicht etwa? Vgl. ι, 405 f. — S. OR. 943 πῶς εἶπας; τέθνηκε Πόλυβος; ist P. wirklich tot? Vgl. Phil. 333. 369. El. 385. Pl. Ap. 37, b τί δείσας; μὴ πάθω τοῦτο, οὗ Μέλητός μοι τιμᾶται; gewiss dass ich das erleide (ironisch), d. i. etwa dass ich das erleide? X. M. 2.1.15. Cy. 1. 4, 19 οὗτοι πολέμιοί εἰσιν, οἳ ἐφεστήκασι τοῖς ἵπποις ἠρέμα; Πολέμιοι μέντοι, ἔφη, das sind gewiss Feinde? = das sind wohl Feinde? Pl. civ. 341, e ὀρθῶς σοι δοκῶ ἂν εἰπεῖν οὕτω λέγων οὔ; Ὀρθῶς, ἔφη. X. O. 1.2. 4, 23. Bei Homer erscheint gewöhnlich in Verbindung mit anderen Modaladverbien, als: ἄρα, ῥα [auch att. poet.]6), ῥά νυ § 543, 8; αρα δή § 500, 4; πῃ oder που, sicherlich wohl, gewiss doch? Letzteres auch attisch. Eur. Or. 435 τίς δ̓ ἄλλος; που τῶν ἀπ᾽ Αἰγίσθου φίλων; M. 695 ibiq. Pflugk. P. Lys. 207d ἐγὼ δὲ τὸν Λύσιν ἠρόμην: που, ἦν δ̓ ἐγώ, Λύσι, σφόδρα φιλεῖ σε πατὴρ καὶ μήτηρ; (wo Stallb. mit Unrecht das Fragezeichen in einen Punkt verändert hat); — γάρ, häufig bei den Attikern, s. § 545, 7; ἀλλ᾽ , s. Nr. 9, u. andere Verbindungen. — (Über die Schreibung im zweiten Gliede der Doppelfrage s. Anm. 8.)

Ἆρα, das erst in der nachhomerischen Sprache und zwar besonders bei den Attikern vorkommt, ist wohl durch Kontraktion von mit dem Adverb ἄρα (§ 543, A.) entstanden; es steht an der Spitze des Satzes, in der Dichtersprache jedoch zuweilen, in der Prosa nur selten (wie P. Prot. 358c), nach einem oder mehreren Wörtern. Der Begriff der Gewissheit, den das konfirmative ausdrückt, liegt auch in dem Fragworte ἆρα, (ἆρα τοῦτο οὕτως ἔχει; verhält sich dieses gewiss so?) lässt aber an sich weder eine bejahende noch eine verneinende Antwort erwarten7). Aesch. Pr. 735 ἆρ᾽ ὑμῖν δοκεῖ | τῶν θεῶν τύραννος ἐς τὰ πάνθ᾽ ὁμῶς | βίαιος εἶναι; wo man es durch nonne übersetzen kann. Eur. J. T. 577 ἆρ᾽ εἰσίν; ἆρ᾽ οὐκ εἰσί; τίς φράσειεν ἄν; X. Comm. 2. 6, 16 ἆρ᾽ οὖν . . οἶσθά τινας, οἳ ἀνωφελεῖς ὄντες ὠφελίμους δύνανται φίλους ποιεῖσθαι; Μὰ Δί᾽ οὐ δῆτ̓, ἔφη. (num . .?) 3. 6, 4 ἆῤ, ἔφη Σ., ὥσπερ φίλου οἶκον εἰ αὐξῆσαι βούλοιο, πλουσιώτερον αὐτὸν ἐπιχειροίης ἂν ποιεῖν, οὕτω καὶ τὴν πόλιν πειράσει πλουσιωτέραν ποιῆσαι; Πάνυ μὲν οὖν, ἔφη. (nonne . .?) 3. 10, 1 ἆρα γραφική ἐστιν εἰκασία τῶν ὁρωμένων; Ἀληθῆ λέγεις, ἔφη. (nonne . .?) 4. 2, 22 ἆρ᾽ οὖν διὰ τὴν τοῦ χαλκεύειν ἀμαθίαν τοῦ ὀνόματος τούτου τυγχάνουσιν; Ου᾽ δῆτα (num . .?) aber gleich darauf: ἆρ᾽ οὖν τῶν τὰ καλὰ καὶ ἀγαθὰ καὶ δίκαια μὴ εἰδότων τὸ ὄνομα τοῦτ᾽ ἐστίν; Ἔμοιγε δοκεῖ, ἔφη. Vgl. 2. 7, 5. 3. 10, 4. Conv. 3, 13 ἆρ᾽ οἶσθα, ὅτι πλουσιώτατος εἶ ἀνθρώπων; nonne . .? P. Crit. 47e ἆρ᾽ οὖν βιωτὸν ἡμῖν ἐστι μετὰ μοχθηροῦ . . σώματος; Soll aber ausgedrückt werden, dass der Fragende mit Bestimmtheit entweder eine bejahende oder eine verneinende Antwort erwartet, so wird im ersteren Falle ἆρ᾽ οὔ (= nonne), im letzteren ἆρα μή (= num) gebraucht. Ἆρ᾽ οὐ νοσεῖ; nonne aegrotat? ἆρα μὴ νοσεῖ; num aegrotat? er ist doch nicht krank? X. M. 1.5.4 ἆρά γε οὐ χρὴ πάντα ἄνδρα, ἡγησάμενον τὴν ἐγκράτειαν ἀρετῆς εἶναι κρηπῖδα, ταύτην πρῶτον ἐν τῇ ψυχῇ κατασκευάσασθαι; Vgl. 1. 3, 11 mit Kühners Bmrk. 1. 7, 2 u. 3. 2. 1, 16. 2. 6, 38. Oec. 3, 11. Comm. 2. 6, 34 ἆρα μὴ διαβάλλεσθαι δόξεις ὑπ᾽ ἐμοῦ; Vgl. 4. 2, 10. An. 7. 6, 5. P. Crit. 44e ἆρά γε μὴ ἐμοῦ προμηθεῖ; du bist doch nicht meinetwegen besorgt? Mit dem deliberierenden Konj. (§ 394, 6). X. O. 4.4 ἆρα μὴ αἰσχυνθῶμεν τὸν Περσῶν βασιλέα μιμήσασθαι; wir sollen uns doch wohl nicht scheuen . .? (Aber Pl. Phaed. 64, c ἆρα μὴ ἄλλο τι θάνατος τοῦτο; ist ἆρα μή mit dem Konj. ein fragend gesprochener Ausdruck der Besorgnis nach § 395, 7: dass nur nicht der Tod am Ende gar etwas anderes ist? In der Verbindung ἆρα μὴ οὔ gehört οὔ zu einem einzelnen Worte. P. Lys. 213d ἆρα μὴ . . οὐκ ὀρθῶς ἐζητοῦμεν; wir stellten doch nicht etwa unsere Untersuchung nicht richtig an? num . . non recte disserebamus? Vgl. Nr. 4 μὴ οὔ.

Anmerk. 5. Ἆρα . . . .; bilden keine disjunktive Frage, sondern die Frage mit dient nur dazu, die vorangehende zu verbessern oder näher zu bestimmen. Vgl. Anm. 2. 4. Pl. Euthyphr. 10, a ἆρα τὸ ὅσιον, ὅτι ὅσιόν ἐστι, φιλεῖται ὑπὸ τῶν θεῶν, ὅτι φιλεῖται, ὅσιόν ἐστιν; oder vielmehr . .? Vgl. X. M. 1.1.15. Pl. ap. 27, a. Bildet das zweite Glied offenbar eine Gegenfrage, so ist dieselbe in dem ersten Gliede wenigstens nicht beabsichtigt. Eur. Ph. 424 ἆρ᾽ εὐτυχεῖς οὖν τοῖς γάμοις δυστυχεῖς; Zuweilen wird ἆρα auch in der abhängigen Frage gebraucht. P. Phaed. 70d περὶ πάντων εἰδῶμεν, ἆῤ οὑτωσὶ γίγνεται πάντα. Vgl. 96, b. Gorg. 476, a.(Smyth 2650)

Εἶτα und ἔπειτα und nachdrücklicher κᾆτα, κἄπειτα leiten Fragen der Verwunderung, des Unwillens, der Ironie ein. Sie drücken einen Gegensatz aus: und doch? (eigtl. dann? und dann?), indem sie andeuten, dass aus einem Gedanken eine nicht erwartete Folgerung gezogen wird (vgl. § 486, A. 8.). X. M. 1.4.11 εὖ ἴσθι, ὅτι εἰ νομίζοιμι θεοὺς ἀνθρώπων τι φροντίζειν, οὐκ ἂν ἀμελοίην αὐτῶν. Σ. Ἔπειτ᾽ οὐκ οἴει φροντίζειν; οἳ πρῶτον μὲν μόνον τῶν ζῴων ἄνθρωπον ὀρθὸν ἀνέστησαν κτλ. Vgl. 1. 2, 26 mit Kühners Bmrk. 2. 7, 5. 6. 7. 13. 3. 6, 15. Cy. 2. 2, 31 κἄπειτα τοιοῦτον ὄντα οὐ φιλεῖς αὐτόν; Conv. 4, 2. P. Crit. 43b εἶτα πῶς οὐκ εὐθὺς ἐπήγειράς με; Ap. 28, b εἶτ᾽ οὐκ αἰσχύνει τοιοῦτον ἐπιτήδευμα ἐπιτηδεύσας, ἐξ οὗ κινδυνεύεις νυνὶ ἀποθανεῖν; Hipp. 1. 290, b. Dem. 6.25.(Smyth 2653)

Ἀλλά = at leitet häufig eine Frage ein, wenn dieselbe einem entweder wirklich ausgedrückten oder dem Redenden vorschwebenden Gedanken entgegengestellt wird, besonders wenn eine Einwendung in der Form einer Frage gemacht wird. S. Ai. 466 πότερα πρὸς οἴκους . . περῶ; κτλ. Οὐκ ἔστι τοὖργον τλητόν. Ἀλλὰ δῆτ᾽ ἰὼν | πρὸς ἔρυμα Τρώων . . εἶτα λοίσθιον θάνω; ἀλλ᾽ ὧδέ γ̓ Ἀτρείδας ἂν εὐφράναιμί που, ubi v. Schneidew. Vgl. El. 537. Eur. M. 326 Cr. λόγους ἀναλοῖς: οὐ γὰρ ἂν πείσαις ποτέ. M. ἀλλ᾽ ἐξελᾷς με κοὐδὲν αἰδέσῃ λιτάς; Ph. 1618 f. τίς ἡγεμών μοι ποδὸς ὁμαρτήσει τυφλοῦ; | ἥδ᾽ θανοῦσα; ζῶσά γ̓ ἂν σάφ̓ οἶδ᾽ ὅτι: | ἀλλ᾽ εὔτεκνος ξυνωρίς; ἀλλ᾽ οὐκ ἔστι μοι: | ἀλλ᾽ ἔτι νεάζων αὐτὸς εὕροιμ᾽ ἂν βίον; Th. 1.80 τίνι πιστεύσαντας ἀπαρασκεύους ἐπειχθῆναι (sc. χρή); πότερον ταῖς ναυσίν; ἀλλ᾽ ἥσσους ἐσμέν: εἰ δὲ μελετήσομεν καὶ ἀντιπαρασκευασόμεθα, χρόνος ἐνέσται: ἀλλὰ τοῖς χρήμασιν; ἀλλὰ πολλῷ ἔτι πλέον τούτου ἐλλείπομεν. X. A. 5.8.4 πότερον ᾔτουν τί σε καί, ἐπεί μοι οὐκ ἐδίδους, ἔπαιον; ἀλλ᾽ ἀπῄτουν; ἀλλὰ περὶ παιδικῶν μαχόμενος (sc. ἔπαιόν σε); ἀλλὰ μεθύων ἐπαρῴνησα; So oft: ἀλλ᾽ . .; wodurch der Fragende mit Lebhaftigkeit einen Zweifel, eine Besorgnis ausdrückt. Aesch. Ch. 219 Or. μὴ μάτευ᾽ ἐμοῦ μᾶλλον φίλον. El. ἀλλ᾽ δόλον τιν̓, ξέν̓, ἀμφί μοι πλέκεις; nicht möglich, sondern du täuschest mich doch sicherlich? S. El. 879 Chr. πάρεστ᾽ Ὀρέστης ἧμιν, ἴσθι τοῦτ᾽ ἐμοῦ | κλύους᾿, ἐναργῶς, ὥσπερ εἰσορᾷς ἐμέ. El. ἀλλ᾽ μέμηνας, τάλαινα, κἀπὶ τοῖς | σαυτῆς κακοῖσι κἀπὶ τοῖς ἐμοῖς γελᾷς; Eur. Alc. 58 πῶς εἶπας; ἀλλ᾽ καὶ σοφὸς λέληθας ὤν; ubi v. Herm. P. Gorg. 447a ἀλλ᾽ . . κατόπιν ἑορτῆς ἥκομεν; aber wir kommen wohl gar zu spät? Phaedr. 261, b. X. An. 7. 6, 4 ἀλλ᾽ δημαγωγεῖ ἀνὴρ τοὺς ἄνδρας; aber er verführt wohl gar? Conv. 1, 15 ἀλλ᾽ ὀδύνη σε εἴληφε; (Statt ἀλλ᾽ findet sich oft die falsche Lesart ἀλλ᾽ .)(Smyth 2654)

Auch δέ steht bisweilen in lebhaften Fragen in Beziehung auf einen unterdrückten Gedanken. Hdt. 1.32 Κροῖσος δὲ σπερχθεὶς εἶπε: ξεῖνε Ἀθηναῖε, δὲ ἡμετέρη εὐδαιμονίη οὕτω τοι ἀπέρριπται ἐς τὸ μηδέν, ὥστε οὐδὲ ἰδιωτέων ἀνδρῶν ἀξίους ἡμέας ἐποίησας; d. i. Τέλλον μὲν καὶ Κλέοβιν εὐδαίμονας νομίζεις, δέ κτλ. X. M. 1.3.13 μῶρε, τοὺς δὲ καλοὺς οὐκ οἴει φιλοῦντας ἐνιέναι τι; d. i. τὰ μὲν φαλάγγια ἐνιέναι τι οἴει, τοὺς δὲ καλοὺς κτλ., s. das. Kühners Bmrk., vgl. 1. 6, 15. 2. 1, 26. 30 u. s. w. Dem. 19.188. 8, 70 εἰπέ μοι, σὺ δὲ δὴ τί τὴν πόλιν ἡμῖν ἀγαθὸν πεποίηκας; ja aber du, was hast denn du für Verdienste? So oft zur Formulierung eines Einwandes. Dem. 9.16 μηδεὶς εἴπῃ, τί δὲ ταῦτ᾽ ἐστίν, τί τούτων μέλει τῇ πόλει; (das mag ja alles sein,) aber was will das sagen, und was geht das die Stadt an? Vgl. 23, 58. Aeschin. 1.80. Oft aber hat δέ auch kopulative Bedeutung, so dass es die durch Antworten eines Anderen unterbrochenen Fragen verknüpft, wie X. M. 3.5.2.(Smyth 2655)

Ἄλλο τι (nachhom.) ist eine elliptische einfache Frage st. ἄλλο τί ἐστιν oder γίγνεται . .; (wobei jedoch nicht anzunehmen ist, dass der Grieche sich einer derartigen Ellipse bewusst war), in der Bedeutung von nonne. Hdt. 1.109 ἄλλο τι λείπεται τὸ ἐνθεῦτεν ἐμοὶ κινδύνων μέγιστος; nonne relinquitur mihi . .? Vgl. 2, 14. X. Cy. 3. 2, 18 ἄλλο τι οὖν, ἔφη, διὰ τὸ γῆς σπανίζειν ἀγαθῆς νῦν πένητες νομίζετ̓ εἶναι; nicht wahr? An. 4. 7, 5 ἄλλο τι οὐδὲν κωλύει παριέναι; Vgl. 2. 5, 10. Oec. 1, 16. Pl. Crat. 436, b τί οἴει ἡμᾶς τοὺς ἀκολουθοῦντας αὐτῷ πείσεσθαι; ἄλλο τι ἐξαπατηθήσεσθαι; Vgl. Lysid. 222, d ibiq. Stallb. Euthyphr. 15, c wird nach τοῦτο δ̓ ἄλλο τι θεοφιλὲς γίγνεται; hinzugefügt: οὔ; (annon). Häufig auch ohne , indem beide Sätze in Einen verschmolzen werden; alsdann schreiben manche αλλοτι in Einem Worte. Pl. Euthyphr. 10, d τί δὴ οὖν λέγομεν περὶ τοῦ ὁσίου; ἄλλο τι φιλεῖται ὑπὸ θεῶν; Ps. Pl. Hipparch. 226, e ἄλλο τι οὖν οἵγε φιλοκερδεῖς φιλοῦσι τὸ κέρδος; nicht wahr, die Gewinnsüchtigen lieben den Gewinn? P. Men. 82c εἰ ἦν ταύτῃ δυοῖν ποδοῖν, ταύτῃ δὲ ἑνὸς ποδὸς

μόνον, ἄλλο τι ἅπαξ ἂν ἦν δυοῖν ποδοῖν τὸ χωρίον; 84, d ἄλλο τι οὖν γένοιτ᾽ ἂν τέτταρα ἴσα χωρία τάδε8); — In ähnlicher Bedeutung und mit ähnlicher Ellipse wird τί ἄλλο . .; (= οὐδὲν ἄλλο ) gesagt. Th. 3.39 τί ἄλλο οὗτοι ἐπεβούλευσαν; 58 τί ἄλλο ἐν πολεμίᾳ πατέρας τοὺς ὑμετέρους καὶ ξυγγενεῖς ἀτίμους γερῶν . . καταλείψετε; Vgl. 5, 98. X. Comm. 2. 3, 17 τί γὰρ ἄλλο κινδυνεύσεις; So im Lat. Liv. 22, 60 quid aliud quam admonendi essetis.(Smyth 2652)

Anmerk. 6. Doch ist ἄλλο τι in der Frage keineswegs immer blosse Fragpartikel. Wo es in seiner vollen wörtlichen Bedeutung erscheint, wird die Frage gewöhnlich durch ein anderes Fragwort eingeleitet, und ἄλλο τι bildet das Subjekt oder Objekt. P. Phaed. 64c ἡγούμεθά τι τὸν θάνατον εἶναι; πάνυ γε. Ἆρα μὴ ἄλλο τι τὴν τῆς ψυχῆς ἀπὸ τοῦ σώματος ἀπαλλαγήν; Phaedr. 258, a σοι ἄλλο τι φαίνεται τὸ τοιοῦτον λόγος συγγεγραμμένος; Ohne Fragwort, wo ἄλλο τι das Prädikat bildet, und zwischen ἄλλο τι und das Subjekt steht. P. Phaed. 106e ἄλλο τι ψυχὴ , εἰ ἀθάνατος τυγχάνει οὖσα, καὶ ἀνώλεθρος ἂν εἴη;9

Anmerk. 7. X. M. 2.1.17 ἄλλο γε ἀφροσύνη πρόσεστι τῷ θέλοντι τὰ λυπηρὰ ὑπομένειν steht ἄλλο, nicht ἄλλο τι, weil τι vorhergeht, s. Kühners Bmrk. zu dieser Stelle.

Πότερον (πότερα) . . , ep. . . , auch b. Aeschyl. Pr. 780. Ch. 756 ubi v. Wellauer, 890 nach d. cdd. S. OC. 80. Eur. M. 493. [X. A. 1.10.17], s. Anm. 9, werden ebenso wie im Lateinischen utrum . . an in direkten sowohl als indirekten disjunktiven Fragen gebrauchtber die Disjunktion s. § 536). ζ, 120 f. ῤ̔ οἵ γ̓ ὑβρισταί τε καὶ ἄγριοι οὐδὲ δίκαιοι | ἠὲ φιλόξεινοι καί σφιν νόος ἐστὶ θεουδής; p, 74 μητρὶ δ̓ ἐμῇ δίχα θυμὸς ἐνὶ φρεσὶ μερμηρίζει, | αὐτοῦ παρ᾽ ἐμοί τε μένῃ καὶ δῶμα κομίζῃ, | ἤδη ἅμ᾽ ἕπηται Ἀχαιῶν ὅστις ἄριστος, vgl. χ, 167 f; κε . . ἤκε c. conj. *i, 619. Α, 190 ff. διάνδιχα μερμήριξεν, | ὅγε φάσγανον ὀξὺ ἐρυσσάμενος παρὰ μηροῦ | τοὺς μὲν ἀναστήσειεν, δ̓ Ἀτρείδην ἐναρίζοι | ἠὲ χόλον παύσειεν. Vgl. *b, 238. Ε, 672 f. Ρ, 180 f. a, 268. δ, 712 (nach Aristarch). ζ, 142 f. a, 175 ὄφρ᾽ εὖ εἰδῶ, | ἠὲ νέον μεθέπεις καὶ πατρώιός ἐσσι | ξεῖνος. Auf eine direkte oder indirekte Frage folgt bisweilen als nähere Erklärung eine disjunktive Frage. i, 252 ξεῖνοι, τίνες ἐστέ; πόθεν πλεῖθ᾽ ὑγρὰ κέλευθα; | τι κατὰ πρῆξιν μαψιδίως ἀλάλησθε; f, 197 ποῖοί κ̓ εἶτ᾽ Ὀδυσῆι ἀμυνέμεν, εἴ ποθεν ἔλθοι . .; κε μνηστήρεσσιν ἀμύνοιτ᾽ Ὀδυσῆι; Δ, 15 f. ἡμεῖς δὲ φραζώμεθ̓, ὅπως ἔσται τάδε ἔργα, | ῤ̔ αὖτις πόλεμόν τε κακὸν καὶ φύλοπιν αἰνὴν | ὄρσομεν φιλότητα μετ᾽ ἀμφοτέροισι βάλωμεν. *e, 85 Τυδείδην δ̓ οὐκ ἂν γνοίης ποτέροισι μετείη, | ἠὲ μετὰ Τρώεσσιν ὁμιλέοι μετ᾽ Ἀχαιοῖς. Vgl. α, 408 f. Hdt. 1.88 βασιλεῦ, κότερον λέγειν πρὸς σέ, τὰ (= ) νοέων τυγχάνω, σιγᾶν ἐν τῷ παρεόντι χρή; 3, 82 κόθεν ἡμῖν ἐλευθερίη ἐγένετο καὶ τεῦ δόντος; κότερα παρὰ δήμου ὀλιγαρχίης μουνάρχου; Aesch. Ch. 120 πότερα δικαστὴν δικηφόρον λέγεις; S. El. 539 ff. πότερον . . . . . . . .; X. Cy. 1. 3, 17 τοῦτ᾽ ἔφη σκεπτέον εἶναι, τίς κτῆσις δικαία ἐστί, πότερα (sc. δίκαιόν ἐστι) τὸν βίᾳ ἀφελόμενον ἔχειν τὸν ποιησάμενον πριάμενον κεκτῆσθαι. 3. 1, 15 πότερα δ̓ ἡγῇ ἄμεινον εἶναι σὺν τῷ ἀγαθῷ τὰς τιμωρίας ποιεῖσθαι σὺν τῇ σῇ ζημίᾳ. Wenn eine Frage mit πότερος, α, ον in dem Sinne: “welcher (e, es) von Zweien findet statt?” vorausgeschickt wird, wird πότερον (α) in dem ersten der folgenden Glieder weggelassen. X. C. 1.3.2 ἐρωτώσης δὲ τῆς μητρὸς αὐτόν, πότερος καλλίων αὐτῷ δοκεῖ εἶναι, πατὴρ οὗτος κτλ. Vgl. Pl. Crat. 403, c. Euthyd. 275, d. Der Lateiner fügt alsdann zuweilen dem ersten Gliede das Fragwort ne hinzu. C. Tusc. 4. 4, 9 utrum mavis statimne nos vela facere an paululum remigare? Vgl. 4. 27, 59 mit Kühners Bmrk.(Smyth 2656)

Anmerk. 8. Nach der Ansicht der alten Grammatiker, Herodians, der beiden Apollonius, Nikanors, Alexions, Ptolemäus, Tryphons, soll bei Homer statt . . im zweiten Gliede geschrieben werden, also: . . 10), ( . . ἦε, ἠέ . . , ἠέ . . ἦε), z. B. *g, 240 οὐχ ἑσπέσθην Λακεδαίμονος ἐξ ἐρατεινῆς | δεύρω μὲν ἕποντο . .; oder ohne vorhergehendes : πῶς γὰρ νῦν Τρώεσσι μεμιγμένοι . . | εὕδουσ᾽ ἀπάνευθε; Κ, 425 mixtine an seorsum? Bekker schreibt in seiner Ausgabe bei direkten einfachen sowohl als wiederholten Fragen , bei indirekten Doppelfragen . . (ἠέ . . ἦε), in der einfachen indirekten Frage st. εἰ, sowie ἤτε . . ἤτε st. εἴτε . . εἴτε, und ihm folgen viele der neueren Herausgeber. Auf welchem vernünftigen Grunde freilich die Schreibung in dem zweiten Gliede einer disjunktiven Frage beruhe, da doch in derselben das zweite Glied zu dem ersten einen notwendigen gleichartigen Gegensatz bildet, lässt sich schwer begreifen. Mag man das des ersten Gliedes für disjunktiv erklären, das des zweiten für interrogativ oder mag man beiden Partikeln konfirmativinterrogative Natur zuschreiben, so dass nur eine Abschwächung aus wäre11), oder mag man endlich beide Partikeln für disjunktiv halten, mithin das des zweiten Gliedes als eine stärker betonte Nebenform für betrachten12), immer bleibt die Verschiedenheit der Betonung in zwei völlig parallelen Satzgliedern ohne eine befriedigende Erklärung.

Anmerk. 9. Die Gründe, aus welchen Hermann in d. annot. ad Eur. Med. 480 in ed. Lips. 1822 (opusc. III. p. 198 sq.) Elmsleys Behauptung, dass auch die Tragiker . . in der disjunktiven Frage gebraucht hätten, zu widerlegen sucht, sind nicht stichhaltig. Da die Sprache der Tragiker zum Teil auf der epischen beruht, so lässt sich nicht einsehen, warum dieser epische Gebrauch derselben abzusprechen sei.

Anmerk. 10. Bisweilen steht ein Fragesatz mit πότερον ohne das zweite Glied der Doppelfrage; alsdann liegt dasselbe in einer anderen Wendung der Rede oder ist aus dem ganzen Zusammenhange zu ergänzen. S. Ai. 460 πότερα πρὸς οἴκους . . πέλαγος Αἰγαῖον περῶ; Darauf folgt 466 f. ἀλλὰ δῆτ᾽ ἰὠν | πρὸς ἔρυμα Τρώων . . θάνω; El. 535 πότερον Ἀργείων ἐρεῖς; 537 f. ἀλλ᾽ ἀντ᾽ ἀδελφοῦ . . δίκην; ubi v. Schneidew. Th. 1.80 τίνι πιστεύσαντες ἀπαρασκεύους ἐπειχθῆναι (χρή); Πότερον ταῖς ναυσίν; Ἀλλ᾽ ἥσσους ἐσμέν. Ἀλλὰ τοῖς χρήμασιν; Ἀλλὰ πολλῷ ἔτι πλέον τούτου ἐλλείπομεν. Lys. 31.24. Pl. Alc. 1. 107, a. Phil. 44, a ibiq. Stallb. X. M. 4.4.7 u. Kühners Bmrk.

Anmerk. 11. Häufig steht das erste Glied ohne Fragwort, und zwar sowohl in den disjunktiven als in den nicht disjunktiven Fragen. *k, 62 αὖθι μένω μετὰ τοῖσι . . ἠὲ θέω μετά ς᾿ αὗτις . .; a, 226 εἰλαπίνη ἠὲ γάμος; d, 110 οὐδέ τι ἴδμεν, | ζώει ὅγ᾽ τέθνηκεν. (Bekk. überall , s. A. 8.). Eur. Or. 1539 τί δρῶμεν; ἀγγέλλωμεν εἰς πόλιν τάδε | σῖγ᾽ ἔχωμεν; X. C. 3.1.12 τί δέ; ἢν χρήματα πολλὰ ἔχῃ, ἐᾷς πλουτεῖν πένητα ποιεῖς; Vgl. Hier. 11, 2. Pl. civ. 328, e ποία τίς ἐστι (sc. ὁδός), τραχεῖα καὶ χαλεπὴ ῥᾳδία καὶ εὔπορος; ubi v. Stallb. Phaedr. 270, d πρῶτον μέν (σκόπει), ἁπλοῦν πολυειδές ἐστιν, οὗ πέρι βουλησόμεθα εἶναι αὐτοὶ τεχνικοί.

Anmerk. 12. Zu im zweiten Gliede wird in demselben Sinne wie ausserhalb der Frage (§ 538, 2) καί hinzugefügt13). *b, 238 ὄφρα ἴδηται, | ῥά τί οἱ χἡμεῖς προσαμύνομεν ἠὲ καὶ οὐκί. Pl. leg. 633, e νῦν οὖν πότερα λέγομεν τὸν τῶν λυπῶν ἥττω κακὸν καὶ τὸν τῶν ἡδονῶν μᾶλλον; Euthyd. 280, e πότερον, ἦν δ̓ ἐγώ, ἐὰν ὀρθῶς χρηταί τις καὶ ἐὰν μή;

wird wie das lat. an, ob, eigentlich nur in dem zweiten Gliede der Frage gebraucht; aber oft wird das erste Glied nicht besonders gesetzt, liegt jedoch versteckt in dem Vorhergehenden und kann hieraus leicht ergänzt werden. Man kann alsdann oft durch etwa übersetzen. Häufig enthält der Fragesatz mit eine Berichtigung des vorhergehenden Satzes. a, 298 οὐδέ τί σε χρὴ | νηπιάας ὀχέειν, ἐπεὶ οὐκέτι τηλίκος ἐσσί: | οὐκ ἀίεις, οἷον κλέος ἔλλαβε δῖος Ὀρέστης; “Man stellt nach einer gethanen Äusserung das Gegenteil in einer Frage hin, um die Richtigkeit jener desto fühlbarer zu machen Nitzsch z. Od. γ, 251, vgl. α, 391. X. M. 2.3.14 πάντ᾽ ἄρα σύ γε τὰ ἐν ἀνθρώποις φίλτρα ἐπιστάμενος πάλαι ἀπεκρύπτου: ὀκνεῖς, ἔφη, ῎ρξαι, μὴ αἰσχρὸς φανῇς, ἐὰν πρότερος τὸν ἀδελφὸν εὖ ποιῇς; = ἆρα . . ἀπεκρύπτου ὀκνεῖς . .; Vgl. 2. 1, 13. 3. 6, 16. P. Men. 93a καὶ τούτους ἔγωγε ἀξιῶ παρὰ τῶν προτέρων μαθεῖν, ὄντων καλῶν κἀγαθῶν: οὐ δοκοῦσί σοι πολλοὶ καὶ ἀγαθοὶ γεγονέναι ἐν τῇδε τῇ πόλει ἄνδρες; Hipp. 1. 301, c ὡς εὐήθως διεκείμεθα, ἔτι σοι μᾶλλον ἐγὼ ἐπιδείξω . .: μὴ εἴπω; Vgl. Th. 6. 77, 214). Hierher gehört auch der Fall, wo eine allgemeine oder unbestimmte Frage schon vorausgeschickt ist, und dann die darauf folgende durch , an, eingeleitet wird, um die vorhergehende gleichsam zurechtzuweisen, zu berichtigen oder zu restringieren. Die vorausgeschickte Frage drückt die Ungewissheit des Fragenden aus, die folgende mit , an, das dem Fragenden Wahrscheinlichste15). X. conv. 4, 52 σὺ δὲ δὴ ἐπὶ τῷ μέγα φρονεῖς; δῆλον, ὅτι ἐπὶ τῷ παιδί; P. Symp. 173a ἀλλὰ τίς σοι διηγεῖτο; αὐτὸς Σωκράτης; ubi v. Stallb. Parm. 137, b πόθεν οὖν δὴ ἀρξόμεθα καὶ τί πρῶτον ὑποθησόμεθα; βούλεσθε ἀπ᾽ ἐμαυτοῦ ἄρξωμαι; Men. 71, b δὲ μὴ οἶδα τί ἐστι, πῶς ἄν, ὁποῖόν γέ τι, εἰδείην; δοκεῖ σοι οἷόν τε εἶναι κτλ.(Smyth 2657)

Anmerk. 13. Über Bekkers Schreibung st. b. Hom. s. Anm. 8.

Εἰ und ἐάν (ep. εἴ κε, αἴ κε), ob, werden nur in indirekten Fragen gebraucht, und zwar eigentlich in Doppelfragen, indem sie ein Schwanken zwischen zwei Möglichkeiten bezeichnen; oft aber wird nur Ein Glied ausgesprochen, während das andere in dem Geiste des Redenden vorhanden ist. Sie stehen daher besonders nach den Verben des Ueberlegens, Beratens, Forschens, Fragens, Versuchens, Wissens, Ungewissseins, Nichtwissens, Besorgtseins, Sagens. Εἰ und ἐάν, wenn sie allein, ohne folgenden Gegensatz stehen, haben an sich weder bejahende (ob nicht) noch verneinende (ob) Bedeutung; nur aus dem Gedankenzusammenhange ist zu erkennen, nach welcher Seite hin der Sinn neigt16). n, 328 εἰπέ μοι, εἰ ἐτεόν γε φίλην ἐς πατρίδ᾽ ἱκάνω. p, 137 ἀτρεκέως κατάλεξον, | εἰ καὶ Λαέρτῃ αὐτὴν ὁδὸν ἄγγελος ἔλθω. *o, 32 ὄφρα ἴδῃς, ἤν τοι χραίσμῃ φιλότης. *x, 244 ἵνα εἴδομεν, εἴ κεν Ἀχιλλεὺς | νῶι κατακτείνας ἔναρα βροτόεντα φέρηται . . κεν σῷ δουρὶ δαμείη. Vgl. ω, 217 f. a, 282 ἔρχεο πευσόμενος πατρὸς δὴν οἰχομένοιο, | ἤν τίς τοι εἴπῃσι βροτῶν, ὄσσαν ἀκούσῃς | ἐκ Διός. s, 265 τῷ οὐκ οἶδ̓, εἴ κέν μ̓ ἀνέσει θεός, κεν ἁλώω. S. Ph. 444 τοῦτον οἶσθ̓, εἰ ζῶν κυρεῖ; OR. 584 f. σκέψαι . ., εἴ τιν᾽ ἂν δοκεῖς | ἄρχειν ἑλέσθαι ξὺν φόβοισι μᾶλλον | ἄτρεστον εὕδοντα. X. vect. 1, 1 ἐπεχείρησα σκοπεῖν, εἴ πῃ δύναιντ᾽ ἂν οἱ πολῖται διατρέφεσθαι ἐκ τῆς ἑαυτῶν, vgl. 6, 2. An. 4. 8, 7 mit Kühners Bmrk. X. conv. 8, 9 εἰ μὲν οὖν μία ἐστὶν Ἀφροδίτη διτταί, Οὐρανία τε καὶ Πάνδημος, οὐκ οἶδα. An. 1. 10, 5 ἐβουλεύετο . ., εἰ πέμποιέν τινας πάντες ἴοιεν . . ἀρήξοντες. Pl. ap. 18, a τούτῳ τὸν νοῦν προσέχειν, εἰ δίκαια λέγω μή. Antiph. 2, d, 6 εἰ δὲ ἐκηρύσσοντο μὴ ἄλλοι τινὲς κακοῦργοι ἅμα τῷ τούτων φόνῳ, τίς οἶδεν; — *a, 83 σὺ δὲ φράσαι, εἴ με σαώσεις (ob). *l, 792 τίς δ̓ οἶδ̓, εἴ κέν οἱ σὺν δαίμονι θυμὸν ὀρίναις | παρειπών; (ob nicht). o, 524 Ζεὺς οἶδεν . . εἴ κέ σφι πρὸ γάμοιο τελευτήσει κακὸν ἦμαρ (ob nicht). Vgl. *o, 16. 403. b, 332. Π, 860. X. Comm. 1. 1, 8 οὔτε τῷ στρατηγικῷ δῆλον, εἰ (ob) συμφέρει στρατηγεῖν: οὔτε τῷ πολιτικῷ δῆλον, εἰ (ob) συμφέρει τῆς πόλεως προστατεῖν: οὔτε τῷ καλὴν γήμαντι δῆλον, εἰ (ob nicht) διὰ ταύτην ἀνιάσεται: οὔτε τῷ δυνατοὺς ἐν τῇ πόλει κηδεστὰς λαβόντι δῆλον, εἰ (ob nicht) διὰ τούτους στερήσεται τῆς πόλεως. Vgl. 2. 2, 2. An. 3. 2, 22 σκέψασθε, εἰ (ob nicht) ἄρα τοῦτο καὶ μωρότατον πεποιήκασιν οἱ βάρβαροι. Vgl. 7. 3, 37. In der Formel οὐκ οἶδ̓ εἰ hat der Fragsatz öfter verneinende als bejahende Bedeutung (ob), während im Lat. haud scio an regelmässig bejahend gebraucht wird (ob nicht). X. M. 1.3.5 ὥστ᾽ οὐκ οἶδ̓, εἴ τις οὕτως ἂν ὀλίγα ἐργάζοιτο, ob jemand so wenig sich erwerben kann, d. i. es kann wohl nicht leicht jemand so wenig sich erwerben. Hier. 1, 7 οὐκ οἶδ̓, εἴ τινι διαφέρει τυραννικὸς βίος τοῦ ἰδιωτικοῦ βίου (nach meiner Ansicht findet kein Unterschied statt). An. 1. 3, 5 εἰ μὲν δὴ δίκαια ποιήσω, οὐκ οἶδα: αἱρήσομαι δ̓ οὖν ὑμᾶς καὶ σὺν ὑμῖν, τι ἂν δέῃ, πείσομαι (vielleicht handle ich nicht recht). Vgl. 2. 4, 6. P. Gorg. 458d πολλοῖς ἤδη λόγοις παραγενόμενος οὐκ οἶδ̓, εἰ πώποτε ἥσθην οὕτως, ὥσπερ νυνί (ich freute mich noch nie so sehr), s. Stallb. (*e, 183 σάφα δ̓ οὐκ οἶδ̓, εἰ θεός ἐστιν, ob nicht. X. C. 8.4.16 τὰ ἐκπώματα . . οὐκ οἶδ᾽ εἰ Χρυσάντᾳ τούτῳ δῶ.) — *o, 32 ὄφρα ἴδῃ, ἤν τοι χραίσμῃ. b, 360 εἶμι γὰρ ἐς Σπάρτην . . | νόστον πευσόμενος πατρὸς φίλου, ἤν που ἀκούσω. X. C. 2.4.16 ἄκουε τοίνυν, ἄν τί σοι δόξω λέγειν. Comm. 4. 4, 12 σκέψαι, ἐὰν τόδε σοι μᾶλλον ἀρέσκῃ. Pl. civ. 427, d σκόπει . ., ἐάν πως ἴδωμεν, ποῦ ποτ᾽ ἂν εἴη δικαιοσύνη καὶ ποῦ ἀδικία. 432, c ὅρα οὖν . ., ἐάν πως πρότερος ἐμοῦ ἴδῃς. Gorg. 452, c σκόπει δῆτα, ἐάν σοι πλούτου φανῇ τι μεῖζον ἀγαθὸν ὄν. Vgl. 510, b. Phaed. 64, c. Crit. 48, e.

Anmerk. 14. Εἰ scheint bisweilen in direkten Fragen gebraucht zu sein; bei näherer Betrachtung sieht man aber überall, dass es von einem vorausgegangenen Verb abhängt. S. Stallbaum ad P. Soph. 233a. Phil. 39, c. Alc. 1. 115, a. (Pl. civ. 440, e schreibt man jetzt ἀλλ᾽ πρὸς τούτῳ καὶ τόδε ἐνθυμεῖ; statt ἀλλ᾽ εἰ.) Erst in der alexandrinischen Sprache, wie im N. T., ist der Gebrauch von εἰ in der direkten Frage aufgekommen.

Anmerk. 15. Bekker schreibt b. Homer überall st. εἰ, s. Anm. 8. Aber in einfacher indirekter Frage findet sich nur vereinzelt in den Handschriften. *q, 111 ὄφρα καὶ Ἕκτωρ | εἴσεται, καὶ ἐμὸν δόρυ μαίνεται, so d. Venet. u. die Scholien. p, 138 ἀλλ᾽ ἄγε μοι τόδε εἰπὲ καὶ ἀπρεκέως κατάλεξον, | καὶ Λαέρτῃ . . ἄγγελος ἔλθω. n, 415 ᾤχετο πευσόμενος . ., που ἔτ᾽ εἴης. Überall mit der var. εἰ, die den Vorzug verdient.

Anmerk. 16. Sehr häufig, besonders bei Homer, folgt auch auf Verben, die irgend eine Handlung ausdrücken, dieses deliberierende εἰ mit dem Optativ (nach histor. T.) und ἐάν, εἴ κε mit dem Konjunktiv (nach Hauptt.). Das Verb erscheint alsdann in prägnanter Bedeutung, indem es zugleich den Begriff von σκοπεῖν oder πειρᾶσθαι involviert. Die Negation ist μή. *a, 420 εἶμ᾽ αὐτὴ πρὸς Ὄλυμπον . ., αἴκεπίθηται, ob er vielleicht gehorche. Λ, 796 sqq. ἀλλὰ σέ περ προέτω, ἅμα δ̓ ἄλλος λαὸς ἑπέσθω | Μυρμιδόνων, αἴ κέν τι φόως Δαναοῖσι γένηαι: | καί τοι τεύχεα καλὰ δότω πόλεμόνδε φέρεσθαι, | αἴ κέ σε τῷ ἴσκοντες ἀπόσχωνται πολέμοιο | Τρῶες, ἀναπνεύσωσι δ̓ Ἀρήιοι υἷες Ἀχαιῶν | τειρόμενοι. Κ, 55 f. ἐγὼ δ̓ ἐπὶ Νέστορα δῖον | εἶμι καὶ ὀτρυνέω ἀνστήμεναι, αἴ κ̓ ἐθέλῃσιν | ἐλθεῖν. *u, 172 γλαυκιόων δ̓ ἰθὺς φέρεται μένει, ἤν τινα πέφνῃ | ἀνδρῶν, αὐτὸς φθίεται. a, 379 ἐγὼ δὲ θεοὺς ἐπιβώσομαι αἰὲν ἐόντας, | αἴ κέ ποθι Ζεὺς δῷσι παλίντιτα ἔργα γενέσθαι. *h, 394 καὶ δὲ τόδ᾽ ἠνώγειν εἰπεῖν ἔπος, αἴ κ̓ ἐθέλητε | παύσασθαι πολέμοιο δυσηχέος, der Konj. nach Präteritum aus der or. recta beibehalten, s. § 595, 1. *b, 72 ἀλλ᾽ ἄγετ̓, αἴ κέν πως θωρήξομεν (= -ωμεν) υἷας Ἀχαιῶν, auf denn (lasst uns versuchen) ob. ι, 267 f. ἱκόμεθ̓, εἴ τι πόροις ξεινήιον ἠὲ καὶ ἄλλως | δοίης δωτίνην. d, 317 ἤλυθον, εἴ τινά μοι κληηδόνα πατρὸς ἐνίσποις. S. OC. 1770 Θήβας δ̓ ἡμᾶς . . πέμψον, ἐάν πως | διακωλύσωμεν ἰόντα φόνον. Ar. Pl. 679 περιῆλθε τοὺς βωμοὺς ἅπαντας ἐν κύκλῳ, | εἴ που πόπανον εἴη τι καταλελειμμένον. Th. 1.58 Ποτειδαιᾶται δὲ πέμψαντες μὲν καὶ παρ᾽ Ἀθηναίους πρέσβεις, εἴ πως πείσειαν. Vgl. 2. 67, 1. X. A. 4.1.21 διὰ τοῦτό σε οὐχ ὑπέμενον, εἴ πως δυναίμην φθάσαι, πρὶν κατειλῆφθαι τὴν ὑπερβολήν. Vgl. § 8. 5. 4, 3 ἐδόκει καλέσαι ἐκείνους, εἰ βούλοιντο συμμαχίαν ποιήσασθαι. 6. 1, 31 ἐθυόμην, εἰ βέλτιον εἴη . . ὑποστῆναι. Opt. c. ἄν X. M. 4.2.30 πρὸς σὲ ἀποβλέπω, εἴ μοι ἐθελήσαις ἂν ἐξηγήσασθαι. Ebenso im Lat., z. B. Caes. b. g. 6, 29 Basilum cum omni equitatu praemittit, si quid celeritate itineris atque opportunitate temporis proficere possit.

Εἴτε . . εἴτε, in derselben Bedeutung wie εἰ . . , nur dass durch εἴτε . . εἴτε die gleichmässige Beziehung beider Glieder bezeichnet wird. *b, 349 πρὶν καὶ Διὸς αἰγιόχοιο | γνώμεναι, εἴτε ψεῦδος ὑπόσχεσις εἴτε καὶ οὐκί (nach den besten Hdschr.). Vgl. *a, 65. γ, 90 f. S. Ph. 22 σήμαιν̓, εἴτ᾽ ἐκεῖ . ., εἴτ᾽ ἄλλῃ κυρεῖ. Ai. 7 ὅπως ἴδῃς, εἴτ̓ ἔνδον εἴτ᾽ οὐκ ἔνδον. Ant. 38 καὶ δείξεις τάχα, | εἴτ᾽ εὐγενὴς πέφυκας εἴτ̓ ἐσθλῶν κακή. Hdt. 4.9 τι χρὴ ποιέειν, ἐξηγέο σύ, εἴτε αὐτοῦ κατοικίζω (Konjunktiv) εἴτε ἀποπέμπω παρὰ σέ. Th. 2.4 ἐβουλεύοντο, εἴτε κατακαύσωσιν . . ἐμπρήσαντες τὸ οἴκημα, εἴτε τι ἄλλο χρήσωνται. Pl. Phaedr. 237, d τὴν σκέψιν ποιώμεθα, εἴτε ὠφέλειαν εἴτε βλάβην παρέχει. Vgl. Men. 87, b. Soph. 243, a. Civ. 484, c ἆρα δῆλον εἴτε τυφλὸν εἴτε ὀξὺ ὁρῶντα χρὴ φύλακα τηρεῖν ὁτιοῦν. Isae. 8.9 εἴτε θυγάτηρ ἦν Κίρωνος εἴτε μή, καὶ εἰ παρ᾽ ἐκείνῳ διῃτᾶτο . . μή . ., πάντα ταῦτα εἰδέναι τοὺς οἰκέτας καὶ τὰς θεραπαίνας (ἀνάγκη). Ar. Pl. 595 παρὰ τῆς Ἑκάτης ἔξεστιν τοῦτο πυθέσθαι, | εἴτε τὸ πλουτεῖν εἴτε τὸ πεινῆν βέλτιον. Nicht selten auch εἰ . . εἴτε. Aesch. Eum. 612 ἀλλ᾽ εἰ δικαίως εἴτε μὴ τῇ σῇ φρενὶ | δοκεῖ τόδ᾽ αἷμα κρῖνον. Ch. 768 (λέγε) εἰ ξὺν λοχίταις εἴτε καὶ μονοστιβῆ. Eur. Alc. 139 f. εἰ δ̓ ἔτ᾽ ἐστὶν ἔμψυχος γυνὴ | εἴτ᾽ οὖν ὄλωλεν, εἰδέναι βουλοίμεθ̓ ἄν. Hdt. 3.35 σὺ νῦν μάθε εἰ λέγουσι Πέρσαι ἀληθέα, εἴτε αὐτοὶ λέγοντες ταῦτα παραφρονέουσι. Vgl. 9, 54. X. C. 2.1.7 ἀλλ᾽ εἰ μὲν ἀνδρῶν προσδεῖ ἡμῖν εἴτε καὶ μή, αὖθις συμβουλευσόμεθα. Pl. Crat. 437, e τάδε δὲ ἐπισκεψώμεθα, εἰ ἡμῖν καὶ τῇδε ὁμολογεῖς εἴτε καὶ οὔ. Die Dichter erlauben sich auch, das erste εἴτε ganz wegzulassen. S. Tr. 236 ποῦ γῆς; πατρῴας εἴτε βαρβάρου, λέγε. Eur. Hel. 877 οὐκ οἶσθα νόστον οἴκαδ̓ εἴτ᾽ αὐτοῦ μενεῖς, i. e. εἴτε νοστήσεις οἴκαδ᾽ εἴτε μενεῖς, s. Pflugk17). Vgl. § 539, A. 2, d). Ähnlich Hdt. 7.234 εἰπέ, κόσοι τινές εἰσι οἱ λοιποὶ Λακεδαιμόνιοι, καὶ τούτων ὁκόσοι τοιοῦτοι τὰ πολέμια εἴτε καὶ ἅπαντες. Vgl. 2, 53.

Anmerk. 17. Der Gebrauch des interrogativen εἰ, ἐάν, εἴτε . . εἴτε hat sich ohne Zweifel erst aus dem konditionalen entwickelt, wie denn überhaupt Bedingung und Frage mit einander nah verwandt sind, was man auch im Deutschen sehen kann, wo ob in der älteren Sprache sowohl als bedingendes Fügewort (= wenn, si) als auch als Fragwort (ob) gebraucht wird.(Smyth 2675)

1 Vgl Aken, Grundzüge § 281.

2 Vgl. Bäumlein Griech. Partik. S. 303.

3 Vgl. Stallb. ad Pl. civ. 442, d.

4 Vgl. Franke Comment. de part. negat. I. p. 18. Schneider ad Pl. civ. T. III. p. 38.

5 Vgl. Hartung Gr. Part. II. S. 161. Stallbaum ad P. Lys. 208c.

6 Statt ῥα b. Hom. schreibt Apollon. Alex. in Bekk. An. II. p. 490 in Einem Worte: ἦρα und nennt es eine particula διαπορητική, vgl. Bekk. An. II. p. 968. Fritzsche ad Ar. Thesm. 260 will bei den attischen Dichtern ἦρα st. ῥα geschrieben wissen, da die Form ῥα in der attischen Mundart ungebräuchlich sei.

7 S. Kühner ad X. M. 2.6.1.

8 Vgl. G. T. A. Krüger Comment. de ἀλλ᾽ etc. Brunsvig. 1834. § 22. Stallbaum ad Plat. Euthyphr. p. 15 C “ut saepenumero (post ἄλλο τι particula ) a glossatoribus interposita sit, tamen, quia codicum auctoritate egregie confirmatur, an non sit ubique extrudenda, vehementer dubitamus. Et videmur nobis observasse omitti fere constanter solere in sermone alacriore et concitatiore, addi autem et interponi, ubi oratio est sedatior magisque sobria.

9 S. Krüger a. a. O. § 22 p. 33.

10 S. Lehrs quaestt. epic. p. 50 sqq. Vgl. Bäumlein Gr. Partik. S. 127 ff. Praetorius, der homerische Gebrauch von (ἠε) in Fragesätzen. Progr. d. Kgl. Gymn. Kassel 1873.

11 S. Lehrs a. a. O. Lange, der homer. Gebrauch d. Part. εἰ p. 121 f. (N. 152).

12 S. Praetorius a. a. O. p. 13 f.

13 S. Schneider ad Plat. civ. 599, a.

14 Vgl. Schmalfeld a. a. O. § 252.

15 S. Hartung Gr. Part. T. II. S. 61. Bremi ad Demosth. c. Onet. p. 878, 9 in Varr. Lectt. Nitzsch zur Odyss. III, 251. Stallbaum ad Plat. Criton. p. 43 C.

16 Kühner ad Xen. Comm. 1. 1, 8.

17 Vgl. Hartung Gr. Partik. Th. II. S. 203. Klotz ad Devar. p. 533 sqq.

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