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<TEI.2><text><body><div1 type="book" n="44" org="uniform" sample="complete"><div2 type="chunk" n="6" org="uniform" sample="complete"><milestone unit="chapter" n="6" />

<milestone unit="section" n="1" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">lavanti</lemma>]  mit Nachdruck vorangestellt: ‘gerade als er . .’</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">quo nuntio</lemma>] ‘bei’ oder ‘infolge . .’; vgl. <bibl n="Liv. 24.19.5" default="NO" valid="yes">24.19.5</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">exiluisset e solio</lemma>] Diod. 30, 10, 2: <foreign lang="greek">ἐξαλόμενος ἐκ τῆς πυρίας καί παίσας τὸν μηρὸν ἐμπαθῶς （οὐδὲ παραταξαμένους ἡμᾶς）, εἶπεν, （ὦ θεοί, παραδίδοτε τοῖς πολεμίοις ἀγεννῶς）.</foreign> Aehnlich Appian nach Polybios.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">proripuit</lemma>] vgl. Verg. Aen. 5, 741: <foreign lang="la">quo proripis?</foreign> An u. St. ist <foreign lang="la">se,</foreign> welches L. sonst zu <foreign lang="la">proripere</foreign> zusetzt, vielleicht ausgelassen, weil es unmittelbar vorhergeht; Kr. schiebt es nach <foreign lang="la">clamitans</foreign> ein.</p>

<milestone unit="section" n="2" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">per</lemma>]  immer einen um den andern der Reihe nach durcheilend, d. h. ihn aufnehmend und wieder verwerfend; über <foreign lang="la">per</foreign> s. zu <bibl n="Liv. 1.17.6" default="NO" valid="yes">1.17.6</bibl>: <foreign lang="la">imperium per omnes . . ibat;</foreign> zum ganzen Ausdr. vgl. <bibl n="Liv. 1.14.8" default="NO" valid="yes">1.14.8</bibl>: <foreign lang="la">inter pugnae fugaeque consilium trepidante equitatu;</foreign> 3, 49, 6; Per. 112: <foreign lang="la">trepidatio in diversas partes. </foreign></p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO"> pavida consilia</lemma>]  vgl. zu <bibl n="Liv. 25.31.6" default="NO" valid="yes">25.31.6</bibl>: <foreign lang="la">forte consilium. </foreign></p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO"> alterum . .</lemma>]  vgl. <bibl n="Liv. 10.1" default="NO" valid="yes">10.1</bibl>; über <foreign lang="la">Pella</foreign> s. <bibl n="Liv. Frag. 46" default="NO" valid="yes">46.5</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">ad Phacum</lemma>] ‘in’ Ph.; s. <bibl n="Liv. 35.10" default="NO" valid="yes">35.10</bibl>; zu <bibl n="Liv. 42.67.1" default="NO" valid="yes">42.67.1</bibl>; Phacus ist der feste
<pb id="vol.10.1.p.69" />
Ort bei Pella, wo der königliche Schatz aufbewahrt wurde (s. <bibl n="Liv. Frag. 46" default="NO" valid="yes">46.6</bibl>), weshalb der Schatz auch als in der Stadt befindlich bezeichnet wird; s. <bibl n="Liv. 10.2.23" default="NO" valid="yes">10.2.23</bibl>, 9; Polyb. 29, 3; 31, 25; Diod. 30, 11: <foreign lang="greek">Νίκωνα μὲν τὸν θησαυροφύλακα ἐξέπεμψε, συντάξας τὴν ἐν τῷ Φάκῳ γάζαν καὶ τὰ χρήματα καταποντίσαι, Ἀνδρόνικον δὲ τὸν σωματοφύλακα εἰς Θετταλονίκην, συντάξας ἐμπρῆσαι τὰ νεώρια τὴν ταχίστην</foreign> (ebenso Appian); daraus ergiebt sich zum Teil, was in der Lücke bei L. gestanden hat. Nach dem Vorgang Creviers ergänzt Mg. die St. ansprechend folgendermafsen: . . <foreign lang="la">deposita erat, in mare proiceret, Thessalonicam alterum, qui</foreign> (besser: <foreign lang="la">ut) navalia incenderet, misit; Asclepiodotum et Hippiam, quique cum iis erant, ex praesidiis . . </foreign></p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO"> ex praesidiis</lemma>]  den § 10 und <bibl n="Liv. 2.9" default="NO" valid="yes">2.9</bibl> genannten; die von dort ab?ehenden Truppen mufsten an dem Lager der Römer (s. <bibl n="Liv. 5.12" default="NO" valid="yes">5.12</bibl>) vorübergehen.</p>

<milestone unit="section" n="3" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">ab Dio</lemma>]  s. <bibl n="Liv. 2.12" default="NO" valid="yes">2.12</bibl>; es war dort ein berühmter Tempel des Juppiter (s. <bibl n="Plb. 4.62" default="NO" valid="yes">Pol. 4.62</bibl>) mit einem heiligen Haine, in dem viele Weihgeschenke, Bildsäulen, darunter auch vergoldete, u. a. aufgestellt waren; s. Diod. 30, 11, 2: <foreign lang="greek">τοὺς χρυσοῦς ἀνδριάντας ἀνασπάσας ἐκ Δίου πάντας τοὺς ἐκ τῆς πόλεως ἀναλαβὼν μετὰ τέκνων καὶ γυναικῶν ἀνεχώρησεν εἰς Πύδναν.</foreign></p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">raptis] = raptim ablatis. </lemma> </p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO"> incolas eius loci</lemma>]  vgl. <bibl n="Liv. 13" default="NO" valid="yes">13.3</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">potuisset</lemma>] statt des gewöhnlicheren <foreign lang="la">potuit,</foreign> wozu ein irrealer Bedingungssatz aus dem folgenden <foreign lang="la">invito hoste</foreign> zu denken ist; vgl. <bibl n="Liv. 27.6" default="NO" valid="yes">27.6</bibl>; zu <bibl n="Liv. 39.42.7" default="NO" valid="yes">39.42.7</bibl>.</p>

<milestone unit="section" n="4" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">processisset . . nequiret</lemma>]  nach der Ansicht derer, denen das vorher ausgesprochene Urteil (<foreign lang="la">temeritas</foreign>) beigelegt wird.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">quae utraque</lemma>] hat sich an die in der Apposition stehenden Begriffe <foreign lang="la">Dium</foreign> und <foreign lang="la">Tempe</foreign> angeschlossen, nicht an <foreign lang="la">saltus; utraque</foreign> steht hier auch wegen <foreign lang="la">Tempe;</foreign> s. zu <bibl n="Liv. 27.22.2" default="NO" valid="yes">27.22.2</bibl>.</p>

<milestone unit="section" n="5" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">inde</lemma>]  nälich aus der durch <foreign lang="la">eo</foreign> und <foreign lang="la">unde</foreign> § 4 bezeichneten Gegend.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">possent</lemma>] ist entweder kondicional zu nehmen im Hinblick auf das folgende <foreign lang="la">quae utraque . . tenebantur,</foreign> oder in dem Relativpronomen liegt ein <foreign lang="la">ut</foreign> consecutivum, = die <foreign lang="la">saltus</foreign> waren von der Art, dafs durch sie . .</p>

<milestone unit="section" n="6" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">si dux intrepidus . .</lemma>]  wenn ein mutiger, unverzagter Mann, nicht ein Perseus, an der Spitze gestanden hätte . .</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">decem dies . . sustinuisset</lemma>] müfste bedeuten: ‘auch nur 10 Tage . . ausgehalten’, d. h. weder Dium aufgegeben noch die Besatzungen aus Tempe zurückgezogen hätte; doch ist die bestimmte Zahl hier nicht passend, man erwartet eine unbestimmte, etwa <foreign lang="la">paucos dies;</foreign> aber <foreign lang="la">Dium defendens</foreign> dafür zu lesen, wie HAKoch vermutet, ist nicht wohl möglich, da, wenn nur Dium behauptet worden wäre, nicht zugleich der Tempepafs geschützt war, dieser vielmehr, auch wenn jenes geschah, den Römern offen gestanden hätte; denn der
<pb id="vol.10.1.p.70" />
Tempepafs wurde nicht durch die Position bei Dium, sondern durch die Besatzungen in demselbe, die jetzt abgerufen sind, gedeckt. Übrigens verwandelt HAKoch auch <foreign lang="la">dux</foreign> nicht unpassend (aber ohne äufsere Wahrscheinlichkeit) in <foreign lang="la">rex,</foreign> aufserdem <foreign lang="la">intrepidus</foreign> unnötigerweise in <foreign lang="la">intrepide.</foreign> Va. vermutet: <foreign lang="la">si sua intrepidus custodiens primam . .</foreign> (vgl. <bibl n="Liv. 33.22.4" default="NO" valid="yes">33.22.4</bibl>), wo aber eine bestimmtere Andeutung des Subjekts vermifst wird.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">speciem</lemma>] die äufsere Erscheinung . ., weil die Sache in der Wirklichkeit, wie der Erfolg gezeigt hat, nicht so gefährlich war; zum Ausdruck vgl. <bibl n="Liv. 41.23.15" default="NO" valid="yes">41.23.15</bibl> u. a. Im Folgenden ist zunächst von Tempe die Rede, von Dium erst Kap. 7.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">ea</lemma>] nämlich <foreign lang="la">per Tempe.</foreign></p>

<milestone unit="section" n="7" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">Tempe</lemma>]  <foreign lang="greek">τὰ Τέμπη;</foreign> vgl. <bibl n="Liv. 42.54.8" default="NO" valid="yes">42.54.8</bibl>; da die Hdschr. <foreign lang="la">sunt enimp. saltus</foreign> hat, so vermutet Mg.: <foreign lang="la">est enim ipse saltus;</foreign> Gitlbauer schreibt: <foreign lang="la">sunt Tempe . .;</foreign> Harant: <foreign lang="la">est enim per Tempe saltus . .</foreign> Die folgende Schilderung betrifft nur die strategische Bedeutung (<foreign lang="la">bello</foreign>) des Passes; im Altertum war die Anmut und Grofsartigkeit desselben gefeiert.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">bello</lemma>] ‘durch Krieg’; <foreign lang="la">infestus</foreign> hat passive Bedeutung.</p>

<milestone unit="section" n="8" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">per quinque milia</lemma>]  ist attributive Bestimmung zu <foreign lang="la">angustias:</foreign> ein 5 Millien langer . .; ebenso Plin. 4, 8, 31 und Arrian. Var. Hist. 3, 1: <foreign lang="greek">τὸ μῆκος ἐπὶ τεσσαράκοντα διήκει σταδίους,</foreign> also etwa eine geographische Meile; neuere Reisende geben die Länge bald gröfser bald geringer an; s. Kriegk, Das thessal. Tempe 33; Bursian 1, 60; Ussing 26.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">qua exiguum . .</lemma>] von dem ganzen Passe gesagt, ist Übertreibung, da die Breite desselben wechselt. Jetzt führt eine Strafse rechts an dem Flusse entlang, die nur an einigen Stellen sehr schmal, an der engsten in den Felsen eingehauen ist.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">rupes utrimque . .</lemma>] so dafs ein Übergang an den Seiten unmöglich ist; nördlich treten nämlich die Felsenwände, in welche der Olympus im Süden, südlich die, in welche der Ossa im Norden ausläuft, bis an den Flufs, jene ganz steil und meist unmittelbar bis an denselben hinanreichend, diese an vielen Stellen durch einen Landstreifen von demselben getrennt; vgl. Plin. a. a. O.: <foreign lang="la">ferme sesquiiugeri latitudine</foreign> (etwa 113 m), <foreign lang="la">ultra visum hominis attollentibus se dextra laevaque leniter convexis iugis intus sua luce viridante. </foreign></p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO"> vertigine quadam . .</lemma>]  bezieht sich zunächst auf <foreign lang="la">oculorum,</foreign> ist aber, weil bei dem Schwindel zugleich die Besinnung schwindet, auch auf <foreign lang="la">animi</foreign> bezogen. Da es <foreign lang="la">despici</foreign> heifst, mufs L., anders als Plinius, seinen Standpunkt auf der Spitze der Felsen gedacht haben, um die Höhe derselben anschaulich zu machen, obgleich dies, da er nur die Schwierigkeit des Durchgangs schildern will, nicht ganz passend ist. Blofse Beklemmung bei dem Anblick der steilen Felsen kann nicht gemeint sein; s. Kriegk 18.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">terret et . .</lemma>] ein noch hinzutretender Umstand, welcher gleichfalls das Gemüt erregt, nach L.' Ansicht wohl zugleich den Durchgang erschwert.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">sonitus</lemma>] s. Ov. Met. 1, 570:  <pb id="vol.10.1.p.71" /> <foreign lang="la">Peneus . . spumosis volvitur undis;</foreign> dies tritt nur ein, wenn der Strom infolge des Anschwellens seiner vielen Zuflüsse eine grofse Wassermasse führt, die sich an vorspringenden Felsen oder an Inseln bricht; in der Regel fliefst er nach den Berichten neuerer Reisenden gleichmäfsig und ruhig; s. Kriegk 31 f.</p>

<milestone unit="section" n="9" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">tam suapte natura infestus</lemma>]  zur Wortstellung s. <bibl n="Liv. 39.15.2" default="NO" valid="yes">39.15.2</bibl>; vgl. <bibl n="Liv. 3.8" default="NO" valid="yes">3.8</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">fuit insessus</lemma>] ‘war besetzt’; s. zu <bibl n="Liv. 3.26.11" default="NO" valid="yes">3.26.11</bibl>.</p>

<milestone unit="section" n="10" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">ad Gonnum</lemma>]  am südwestlichen Eingang des Thales, an der Nordseite des Flusses; s. zu <bibl n="Liv. 42.54.7" default="NO" valid="yes">42.54.7</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">in Condylo</lemma>] in Beziehung auf <foreign lang="la">erat;</foreign> daher ist die Hinzufügung der Praep. erforderlich; <foreign lang="la">Condylo</foreign> als Dat. müfste, wie <foreign lang="la">viae ipsi,</foreign> auf <foreign lang="la">impositum</foreign> bezogen werden, was schon wegen des daźwischenstehenden <foreign lang="la">circa L.</foreign> nicht gut geht. Da L. dieses Kastell unmittelbar nach Gonnus anführt, so ist es wahrscheinlich, dafs es diesem nach Osten hin näher gelegen habe als Lapathus; vgl. zu <bibl n="Liv. 39.25.16" default="NO" valid="yes">39.25.16</bibl>; Kriegk 69.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">Lapathunta</lemma>] s. <bibl n="Liv. 2.11" default="NO" valid="yes">2.11</bibl> u. zu <bibl n="Liv. 7.12" default="NO" valid="yes">7.12</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">quem Characa appellant</lemma>] da <foreign lang="greek">χάραξ</foreign> (verpallisadiertes Lager) ein Appellativum, <foreign lang="la">Lapathus</foreign> ein Nom. propr. ist, so sollte man die umgekehrte Stellung: <foreign lang="la">characa, quem Lapathunta appellant</foreign> erwarten; s. Nissen 260; die Bezeichnung weist darauf hin, dafs Lapathus ein verschanztes Lager war; s. zu <bibl n="Liv. 2.11" default="NO" valid="yes">2.11</bibl>; vgl. Heuzey 74 f.</p>

<milestone unit="section" n="11" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">viae ipsi</lemma>]  da wo die Schlucht am schmalsten ist, etwas über die Mitte nach Osten zu, finden sich in einer Felsspalte des Ossa Ruinen eines kleinen Kastells, die zwar späteren Ursprungs sind, aber wahrscheinlich auf der Stelle einer alten Befestigung stehen; dies war mehr nur ein Wachposten; s. Kriegk 10; Burs. 1, 59; v. Hellwald u. Beck, Die heutige Türkei 369.</p>

<milestone unit="section" n="12" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">intercluso . .</lemma>]  geht auf § 6 zurück.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">per Tempe</lemma>] gehört zu <foreign lang="la">aditu</foreign> und zu <foreign lang="la">reditu. </foreign></p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO"> ipsis</lemma>]  n. <foreign lang="la">Romanis;</foreign> entspricht <foreign lang="la">commeatibus. </foreign></p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO"> repetendi erant</lemma>]  und im Folgenden <foreign lang="la">poterant</foreign> sind von damals nicht mehr vorhandenen Verhältnissen gesagt; daher sind die beiden Participialsätze <foreign lang="la">intercluso . . reditu</foreign> und <foreign lang="la">tenentibus . . hostibus</foreign> condicional zu nehmen; vgl. zu <bibl n="Liv. 1.7.5" default="NO" valid="yes">1.7.5</bibl>.</p>

<milestone unit="section" n="13" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">quod</lemma>]  gehört nicht zu <foreign lang="la">fefellerant,</foreign> sondern zu <foreign lang="la">poterant,</foreign> näml. <foreign lang="la">montes repetere;</foreign> vgl. § 14. 10, 2; 8, 38, 15; 32, 3, 3 u. a.; <foreign lang="la">fallere</foreign> ist absolut gebraucht; s. zu <bibl n="Liv. 29.5" default="NO" valid="yes">29.5</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">furto</lemma>] s. <bibl n="Liv. 9.11.6" default="NO" valid="yes">9.11.6</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">tenentibus</lemma>] es würde also vorausgesetzt, dafs nach dem Durchzug der Römer die Feinde ihre alte Stellung wieder eingenommen und den Pafs wieder besetzt hätten.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">spem . . incidisset</lemma>] s. su 13, 3.</p>

<milestone unit="section" n="14" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">in temere commisso</lemma>]  vgl. 4,
<pb id="vol.10.1.p.72" />
8.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">di . . ademissent</lemma>] dies die volkstüliche Auffassung; vgl. zu <bibl n="Liv. 9.9.10" default="NO" valid="yes">9.9.10</bibl>; Appian Mac. 18: <foreign lang="greek">εὐμετάβολος καὶ μικρολόγος ὑπὸ θεοβλαβείας εἰς πάντα γενόμενος</foreign> und ebendaselbst: <foreign lang="greek">ὑπὸ δ᾽ ἀφροσύνης ἐν Φίλᾳ χειμάζων . .;</foreign> es ist wohl an die Nemesis zu denken, die den Brudermord und die Impietät gegen den Vaterstraft; s. <bibl n="Liv. 1.59.13" default="NO" valid="yes">1.59.13</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">ingentis difficultatis erat</lemma>]  ist wie vorher <foreign lang="la">poterat</foreign> zu nehmen; vgl. <bibl n="Liv. 40.32.5" default="NO" valid="yes">40.32.5</bibl>.</p>

<milestone unit="section" n="15" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">Olympi radices montis</lemma>]  zur Wortstellung vgl. <bibl n="Liv. 37.4.7" default="NO" valid="yes">37.4.7</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">spatium</lemma>] hierzu ist der ganze mit <foreign lang="la">paulo . . passuum</foreign> umschriebene Begriff attributive Bestimmung; <foreign lang="la">paulo plus quam</foreign> beschränkt nur den Zahlbegriff <foreign lang="la">mille;</foreign> wie <bibl n="Liv. 3.7" default="NO" valid="yes">3.7</bibl>; Gr. vermutet <foreign lang="la">spatii.</foreign> Über die Breite des Thales sagt Strabo 7 fr. 17: <foreign lang="greek">ὅσον ἑπτὰ ἀπέχει σταδίους （τοῦ Ὀλύμπου）,</foreign> von neueren Reisenden wird die Breite gröfser angegeben; s. Heuzey 121; Ussing 16.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">Baphyri</lemma>] wahrscheinlich der j. <foreign lang="la">Potoki</foreign> genannte Flufs, der am Fufs des Olympus entspringend aus dem Passe Petra kommt, eine Zeit lang unterirdisch fliefst und wegen Mangel an Abflufs in der Ebene Sümpfe bildet.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">planitiae</lemma>] die seltnere Form dieses Wortes; vgl. zu <bibl n="Liv. 7.1" default="NO" valid="yes">7.1</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">Iovis templum</lemma>] dieser lag wahrscheinlich westlich von der Stadt, nach dem Olympus zu.</p>

<milestone unit="section" n="16" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">relicum perexiguum</lemma>]  vgl. zu <bibl n="Liv. 2.1.3" default="NO" valid="yes">2.1.3</bibl>: <foreign lang="la">pessimo publico</foreign> und <bibl n="Liv. 23.19.14" default="NO" valid="yes">23.19.14</bibl>: <foreign lang="la">herbidi terreni. </foreign></p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO"> ut . . potuerint</lemma>]  näml. wenn man gewollt hätte; unabhängig hiefse es <foreign lang="la">potuerunt;</foreign> s. <bibl n="Liv. 4.9" default="NO" valid="yes">4.9</bibl>; <bibl n="Liv. 22.37.2" default="NO" valid="yes">22.37.2</bibl>.</p>

<milestone unit="section" n="17" />
<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">dispexisset</lemma>]  ‘genau durchschaut hatte’; das Bild ist in <foreign lang="la">caecata</foreign> festgehalten; vgl. <bibl n="Liv. 6.1.3" default="NO" valid="yes">6.1.3</bibl>.</p>

<p><lemma targOrder="U" from="ROOT" to="DITTO">nudatis omnibus praesidiis] = cum omnia praesidiis nudata essent;</lemma>  ebenso <foreign lang="la">(omnibus) patefactis bello;</foreign> vgl. § 2: <foreign lang="la">omnis aditus aperit bello.</foreign> Über die lokale Bedeutung des substantivierten Neutr. Plur. s. <bibl n="Liv. 7.1" default="NO" valid="yes">7.1</bibl> und zu <bibl n="Liv. 25.30.5" default="NO" valid="yes">25.30.5</bibl>. Auch in anderen Casus begegnen solche Neutra, wo der Deutlichkeit wegen die Hinzufügung von <foreign lang="la">res</foreign> gewöhnlicher wäre, z. B. 25, 14, 10: <foreign lang="la">omnibus intra vallum permixtis;</foreign> 25, 37, 13: <foreign lang="la">omnium incerti</foreign> u. a. — Da in der Hdschr. hinter <foreign lang="la">bello</foreign> noch <foreign lang="la">factis</foreign> folgt, das Grynaeus als aus <foreign lang="la">patefactis</foreign> wiederholt gestrichen hat, so vermutet Mg.: <foreign lang="la">patefactisque portis</foreign> oder <foreign lang="la">claustris,</foreign> weit ansprechender und wohl richtig Va.: <foreign lang="la">patefactisque bello cunctis aditibus Pydnam refugit.</foreign> Ruperti endlich vermifste die Angabe des eigentlichen Subjekts zu <foreign lang="la">refugit</foreign> und änderte dieses Wort in <foreign lang="la">rex fugit.</foreign></p></div2>

<div2 type="chunkZ" n="7-10.5" org="uniform" sample="complete"><head>Unternehmungen des römischen Heeres in Macedonien. Verhalten des Königs. Polyb. 28, 9. 12; Diod. 30, 16; Plut. Aem. 13, 3; Zon. 9, 22.</head>
</div2></div1></body></text></TEI.2>