previous next



526. B. Adversative Beiordnung.

Die adversative Beiordnung besteht darin, dass Sätze, die in dem Verhältnisse eines Gegensatzes zu einander stehen, zur Einheit eines Gedankens verbunden werden. Das Verhältnis des Gegensatzes ist von der Art, dass der im beigeordneten Satze ausgesprochene Gedanke den im vorangehenden Satze ausgesprochenen Gedanken entweder bloss beschränkt oder gänzlich aufhebt, als: er ist zwar arm, aber brav; er ist nicht tapfer, sondern feig. Der beigeordnete Satz wird der Adversativsatz, und der vorangehende, wenn er eine Einräumung oder ein Zugestehen bezeichnet, der Konzessivsatz genannt.

a) Beziehung der Beschränkung.
2. Die Beziehung der Beschränkung wird auf folgende Weise bezeichnet: erstens durch Δέ1

Wie wir den Bindewörtern τέ und καί als ursprüngliche Bedeutung die adverbiale zugewiesen haben, so ist ohne Zweifel auch δέ ursprünglich ein Adverb gewesen mit der Bedeutung andererseits, dagegen, die sich auch ganz deutlich in der erörterten epischen Verbindung καὶ δέ und in der nachhomerischen καὶ . . δέ (§ 523, 3) und in dessen Gegenteile οὐδὲ . . δέ, neque vero etiam (X. A. 1.8.20) erhalten hat. Aus dieser adverbialen Bedeutung hat sich später die des Bindewortes = aber entwickelt. Δέ giebt das adversative Verhätnis am allgemeinsten an und kann jede Art des Gegensatzes bezeichnen. In Ansehung der Bedeutung hält es, ebenso wie das lateinische autem, zwischen den kopulativen (τέ, καί) und den adversativen (ἀλλά u. s. w.) Bindewörtern die Mitte, indem es sowohl kopulative als adversative Kraft in sich vereinigt und daher einen Gedanken einem anderen entweder (adversativeentgegenstellt oder (copulative) nur gegenüberstellt. Es wird daher sehr häufig da gebraucht, wo wir unser und anwenden; der neue Gedanke wird als ein von dem vorhergehenden verschiedener diesem gegenübergestellt. Wir betrachten zuerst das adversative δέ. Der Gegensatz, der durch δέ bezeichnet wird, ist bald ein stärkerer bald ein schwächerer. Beispiele finden sich überall; wir wollen daher nur einige Fälle anführen, in denen die adversative Kraft von δέ deutlich hervortritt. Am auffallendsten ist dies der Fall, wenn es nach einem negativen Satze steht, wo häufiger ἀλλά gebraucht wird. Doch ist δέ schwächer als ἀλλά; denn durch ἀλλά wird der im vorangehenden Satze ausgesprochene Gedanke durch den Gegensatz gänzlich aufgehoben, wie im Deutschen durch sondern; durch δέ hingegen wird dem vorangehenden Gedanken ein anderer nur entgegengestellt, wie im Deutschen durch aber. *a, 181 σέθεν δ̓ ἐγὼ οὐκ ἀλεγίζω | οὐδ᾽ ὄθομαι κοτέοντος, ἀπειλήσω δέ τοι ὧδε. Th. 1.5 οὐκ ἔχοντός πω αἰσχύνην τοῦ ἔργου, φέροντος δέ τι καὶ δόξης μᾶλλον. 4, 86 αὐτὸς δὲ οὐκ ἐπὶ κακῷ, ἐπ᾽ ἐλευθερώσει δὲ τῶν Ἑλλήνων παρελήλυθα. Gewöhnlich steht im ersten Satze μέν (s. § 527). Th. 2.98 πορευομένῳ δὲ αὐτῷ ἀπεγίγνετο μὲν οὐδὲν τοῦ στρατοῦ, εἰ μή τι νόσῳ, προσεγίγνετο δέ. Vgl. 1, 50. 1252). — Deutlich zeigt sich ferner die adversative Kraft, wenn gleich zu Anfang einer Rede δέ steht, das alsdann den Gegensatz zu einem entweder dem Redenden selbst vorschwebenden oder von einem anderen vorher ausgesprochenen Gedanken bezeichnet. X. A. 5.5.13 ἡμεῖς δέ, ἄνδρες Σινωπεῖς, ἥκομεν κτλ. in Beziehung auf die vorangehende Rede der Gesandten, als wenn vorausginge: ὑμεῖς μὲν ταῦτα λέγετε, s. das. Kühners Bmrk. Vgl. 4. 6, 10. 6. 6, 12. 7. 3, 30. So wird auch ἀλλά gebraucht. Ebenso bei lebhaften oder leidenschaftlichen Fragen oder bei Ausrufungen des Unwillens, wo δέ einen Gegensatz zu einem aus dem Vorhergehenden oder Folgenden oder aus dem ganzen Zusammenhange zu ergänzenden Gedanken bildet3). *z, 123 τίς δὲ σύ ἐσσι . .; wer bist denn aber du? wo aus dem folgenden der Gedanke zu entnehmen ist: du wagst mir entgegenzutreten. *k, 82 τίς δ̓ οὗτος . . ἔρχεαι οἶος | νύκτα δἰ ὀρφναίην . .; während andere schlafen, kommst du zu mir; wer aber bist du denn, der jetzt zu mir kommt? Φ, 481. Isae. 8.24 σὺ δὲ τίς εἶ; σοὶ δὲ τί προσήκει θάπτειν; ubi v. Schoemann. X. M. 1.3.13 μωρέ, τοὺς δὲ καλοὺς οὐκ οἴει φιλοῦντας ἐνιέναι τι; in Beziehung auf die vorhergehenden Worte: ἐνίησι γάρ τι τὰ φαλάγγια κατὰ τὸ δῆγμα, s. das. Kühners Bmrk. p. 130^{2} mit den angeführten Stellen. Cy.5.1, 4 ἑώρακας δ̓, ἔφη, τὴν γυναῖκα . .; Mit grossem Nachdrucke wird δέ in der Frage wiederholt. X. vect. 5, 3 f. τί δέ . .; τί δέ . .; οἱ δέ . .; u. s. w. Dem. 21.209 δεηθέντι τῳ τῶν πολλῶν προσσχοῖεν, ἀλλ᾽ οὐκ ἂν εὐθέως εἴποιεντὸν δὲ βάσκανον, τὸν δὲ ὄλεθρον, τοῦτον δὲ ὑβρίζειν, ἀναπνεῖν δέ; eher jeder andere, dass aber der Verleumder, der Bösewicht, dass dieser sich übermütig benimmt u. s. w.! So auch häufig im Dialoge das allein stehende τί δέ; in leidenschaftlicher Frage = quid vero? doch oft auch bei einem Übergange und einer Fortsetzung der Rede = quid autem? vgl. X. M. 2.6.4 mit Kühners Bmrk. p. 245^{2}. Auch in Antworten. S. OR. 379 Oed. Κρέοντος σοῦ ταῦτα τἀξευρήματα; Tir. Κρέων δέ σοι πῆμ᾽ οὐδέν, ἀλλ᾽ αὐτὸς σὺ σοί. “Κρέων δέ tritt gleich gegensätzlich voran, da Tir. im Sinne hat σὺ σαυτῷ πῆμα εἶSchneidew. Aber auch in der Fortsetzung einer unterbrochenen Rede. *g, 200 οὗτος δ̓ αὖ Λαερτιάδης in Beziehung auf 178 οὗτός γ̓ Ἀτρείδης. 229 οὗτος δ̓ Αἴας ἐστί. — So auch wenn einer falschen Ansicht die wahre und richtige durch δέ, meistens τὸ δέ, τὰ δέ = contra entgegengestellt wird4). x, 32 ἴσκεν ἕκαστος ἀνήρ, ἐπειὴ φάσαν οὐκ ἐθέλοντα | ἄνδρα κατακτεῖναι: τὸ δὲ νήπιοι οὐκ ἐνόησαν, | ὡς δή σφιν καὶ πᾶσιν ὀλέθρου πείρατ᾽ ἐφῆπτο. Vgl. ψ, 152. P. Phaed. 87c τὸ δ̓, οἶμαι, Σιμμία, οὐχ οὕτως ἔχει. Noch deutlicher tritt diese Bedeutung hervor, wenn τὸ δὲ ἀληθές steht, wie Pl. civ. 443, c. Tim. 86, d, oder τὸ δὲ ἀληθείᾳ γε, wie Pl. leg. 731, e, oder wenn τῷ ὄντι auf τὸ δέ folgt, wie Pl. ap. 23, a. — Ebenso, wenn die Wirklichkeit der Nichtwirklichkeit durch νῦν δέ = nunc autem (§ 498, 2) entgegengesetzt wird. Pl. ap. 37, b ἐπείσθητε ἄν: νῦν δ̓ οὐ ῥᾴδιον ἐν χρόνῳ ὀλίγῳ μεγάλας διαβολὰς ἀπολύεσθαι. Vgl. 31, b. 36, a.

Anmerk. Wenn Xenophon gleich zu Anfang einiger seiner Schriften (Oecon., de re publ. Ath., Apolog.) δέ oder ἀλλά (de re publ. Lac. u. Symp.) gebraucht, so lässt sich dies teils daraus erklären, dass er eine frühere Schrift berücksichtigt, wie z. B. bei dem Symp. die Ἀπομνημονεύματα, teils daraus, dass er einen Gedanken im Sinne hatte, wie bei dem Oecon., z. B. Sokrates hat über viele Gegenstände gesprochen, ἤκουσα δέ ποτε αὐτοῦ καὶ περὶ οἰκονομίας τοιάδε διαλεγομένου, oder die Schrift bildet nur ein Bruchstück einer grösseren, wie dies bei der über die Laked. u. die Ath. Staatsverfassung der Fall zu sein scheint.(Smyth 2834)

527. *me/n . . de/.

Die gegenseitige Beziehung des Konzessiv- und des Adversativsatzes zu einander wird gemeiniglich durch ein der Konzessive beigefügtes μέν ausgedrückt, welches, indem es Einräumung und Zugestehung bezeichnet, schon im Voraus auf die im zweiten Gliede durch δέ ausgesprochene Beschränkung hinweist. So wie δέ sowohl einen strengeren als einen schwächeren Gegensatz bezeichnen kann, so ist auch die Bedeutung von μέν bald stärker bald schwächer. Werden dem Satze mit μέν mehrere Sätze entgegengestellt, so erhält jeder derselben δέ.

Die ursprüngliche Bedeutung von μέν (entstanden aus μήν § 503, 1) ist zwar (entstanden aus zu Wahre, d. h. in Wahrheit); es übernimmt also gewissermassen das Geschäft die Konzessive gegen die Adversative zu beseitigen; doch diese Bedeutung hat es nicht häufig; grösstenteils lässt es sich im Deutschen garnicht übersetzen oder durch: einerseits, einesteils u. dgl. a) Pl. civ. 457, b τὸ μὲν ὠφέλιμον καλόν, τὸ δὲ βλαβερὸν αἰσχρόν. Eur. Or. 918 μορφῇ μὲν οὐκ εὐωπός, ἀνδρεῖος δ̓ ἀνήρ. b) Th. 3.68 διέφθειραν δὲ Πλαταιῶν μὲν αὐτῶν οὐκ ἐλάσσους διακοσίων, Ἀθηναίων δὲ πέντε καὶ εἴκοσιν.

Die Verbindungsform: μέν . . δέ wird namentlich in folgenden Fällen angewendet:

a. Bei Einteilungen nach Ort, Zeit, Zahl, Ordnung und Personen, indem die einzelnen Glieder durch μέν . . δέ zwar neben einander gestellt werden, aber so, dass jedes derselben von dem anderen getrennt gehalten wird, als: ἐνταῦθα μέν . . ἐκεῖ δέ, ἔνθα μέν . . ἔνθα δέ, ὁτὲ μέν (ποτὲ μέν) . . ποτὲ δέ, einmal . . ein andermal, bald . . bald, (s. § 516, S. 228) τοτὲ μέν . . τοτὲ δέ, ἄλλοτε μέν . . ἄλλοτε δέ, ἅμα μέν . . ἅμα δέ, bald . . bald, πρῶτον μέν (πρῶτα μέν meist poet., selten pros., z. B. X. H. 4.1.31.) . . ἔπειτα δέ, τῇ μέν . . τῇ δέ, πῂ μέν . . πῂ δέ, auf diese . . auf jene Art, ἄλλα μέν . . ἄλλα δέ γ, 26 f., τὸ μέν . . τὸ δέ, τὰ μέν . . τὰ δέ und τοῦτο μέν . . τοῦτο δέ (letzteres besonders bei Herodot, doch zuweilen auch bei den attischen Dichtern und Prosaikern, wie Isocr. 4.21. 22. Dem. 20.59. 60.), teils . . teils, einerseits . . andererseits, sowohl . . als auch, endlich in folgenden Verbindungen, die ursprünglich nur eine räumliche Verschiedenheit (hier . . dort, auf dieser . . auf jener Seite), nicht eine persönliche Einteilung ausdrücken: μέν . . δέ, hic . . ille (§§ 457, 4. 459, 1, d).

Anmerk. 1. In der Verbindung μέν . . δέ wird μέν oft auf das nähere, δέ auf das entferntere der vorangehenden Substantive bezogen. X. A. 1.10.4 βασιλεύς τε καὶ οἱ Ἕλληνες . ., οἱ μὲν (sc. οἱ Ἕλληνες) . . οἱ δέ (sc. βασιλεὺς καὶ οἱ μετ᾽ αὐτοῦ). Vgl. Th. 1. 68, 4, ubi v. Poppo-Stahl. 3. 82, 7. 4. 62, 2.

Anmerk. 2. Eines von beiden Gliedern erscheint oft in veränderter Form, als: μέν . . ἄλλος δέ, οἱ μέν . . ἔνιοι δέ oder ἔστι δ̓ οἵ, οἱ μέν . . ἄλλος δέ, οἱ μέν . . ἕτεροι δέ, οἱ μέν . . καὶ οἱ, ὁτὲ μέν . . ἐνίοτε δέ, ὁτὲ μέν . . ἄλλοτε δέ, ἄλλοτε μέν . ., ὁτὲ δέ (s. § 516, S. 228), u. s. w. X. Hier. 6, 14 ἅμα μὲν φυλάττεσθαι . ., καὶ χρῆσθαι δ̓ αὐτοῖς, ubi v. Breitenb. Cy. 1. 4, 3 ἅμα μέν . . ἔτι δὲ καί. Pl. Phil. 32, d τοτὲ μέν . . τοτὲ δέ . . ἐνίοτε δέ . . ἔστιν ὅτε, ubi v. Stallb. Phaedr. 237, e τοτὲ μέν . . ἔστι δ̓ ὅτε . . καὶ τοτὲ μέν . . ἄλλοτε δέ. Leg. 658, b τὸν μέν τινα . ., ἄλλον δέ . ., τὸν δέ τινα . ., τὸν δ̓ αὖ. Phaed. 59, a ὁτὲ μὲν γελῶντες, ἐνίοτε δὲ δακρύοντες. Prot. 334, a ἔγωγε πολλὰ οἶδ᾽ ἀνθρώποις μὲν ἀνωφελῆ ἐστι . . τὰ δέ γε ὠφέλιμα (st. πολλὰ οἶδα, ἀνθρώπ. τὰ μὲν ἀνωφ. ἐστι . . τὰ δέ γε ὠφ.), ubi v. Hdrf. S. OR. 603. 605 τοῦτο μέν . . τοῦτ᾽ ἄλλο st. τοῦτο δέ, ubi v. Schneidew. Ant. 61. 63 τοῦτο μέν . . ἔπειτα δέ. 165. 167 τοῦτο μέν . . τοῦτ᾽ αὖθις. Ph. 1345 f. τοῦτο μέν . . εἶτα. Ai. 670. 672 τοῦτο μέν . . ἐξίσταται δέ. *z, 147 τὰ μέν τε . . ἄλλα δέ τε. Dem. 9.24 τοῦτο μὲν ὑμῖν . . καὶ πάλιν Λακεδαιμονίοις, ubi v. Bremi. 48 πρῶτον μέν . . οὕτω δ̓ ἀρχαίως εἶχον, ubi v. Bremi. Pind. N. 3, 43 ff. τὰ μέν . . τέ . . τέ . . δέ . . δέ. Vgl. 8, 30 f. P. 11, 46. 49. τὰ μέν . . δέ O. 2, 73. Zuweilen geht auch die Konstruktion von μέν in die relative über oder umgekehrt. X. C. 5.3.16 τῶν δὲ ἀγγέλων τοὺς μὲν εἴασεν Γαδάτας διαφεύγειν . ., οὓς δὲ ἔλαβε, βασανίζων . . ἐπορεύετο. Vgl. 2. 4, 23. An. 2. 3, 15 οἵας μέν . ., αἱ δέ, s. das. Kühners Bmrk. Cy. 3. 1, 32 ὅσην μέν . . τὴν δέ5).

Anmerk. 3. In dem zweiten Gliede wird oft das Substantiv selbst gesetzt. P. Civ. 366e ὡς τὸ μὲν ( ἀδικία) μέγιστον κακῶν, ὅσα ἴοχει ψυχὴ ἐν αὑτῇ, δικαιοσύνη δὲ μέγιστον ἀγαθόν. Theaet. 167, e ἀδικεῖν δ̓ ἐστὶν ἐν τῷ τοιούτῳ, ὅταν τις μὴ χωρὶς μὲν ὡς ἀγωνιζόμενος τὰς διατριβὰς ποιῆται, χωρὶς δὲ διαλεγόμενος, καὶ ἐν μὲν τῷ παίζῃ . ., ἐν δὲ τῷ διαλέγεσθαι σπουδάζῃ. Th. 1.84 πολεμικοί τε καὶ εὔβουλοι . . γιγνόμεθα, τὸ μέν, ὅτι αἰδὼς σωφροσύνης πλεῖστον μετέχει . ., εὔβουλοι δὲ ἀμαθέστερον τῶν νόμων τῆς ὑπεροψίας παιδευόμενοι6). Des Nachdrucks oder der Deutlichkeit wegen wird zuweilen neben μέν oder δέ das Substantiv wiederholt. Th. 7.86 ξυνέβαινε δὲ τὸν μὲν πολεμιώτατον αὐτοῖς εἶναι, Δημοσθένην, διὰ τὰ ἐν τῇ νήσῳ καὶ Πύλῳ, τὸν δὲ διὰ τὰ αὐτὰ ἐπιτηδειότατον. Vgl. P. Prot. 351a. Civ. 604, d. Gorg. 501, a ibiq. Hdrf. Ar. Ach. 179 ἐγὼ μέν . ., οἱ δ̓ ὤσφροντο, πρεσβῦταί τινες | Ἀχαρνικοί. L. 395 δὲ Δημόστρατος . . δ̓ ὑποπεπωκυἶ, γυνὴ ᾿πὶ τοῦ τέγους. Ohne vorhergehendes μέν Th. 8.77 οἱ δὲ ἀπὸ τῶν τετρακοσίων πεμφθέντες ἐς τὴν Σάμον, οἱ δέκα πρεσβευταί. Pl. Euthyd. 300, d καὶ Κλεινίας . ., δέ μοι, πανοῦργος ὤν, Κτήσιππος7).

Anmerk. 4. Οι᾽ δέ muss in der Bedeutung von: einige ohne vorhergehendes οἱ μέν stehen, wenn es einer grösseren Anzahl von Gegenständen entgegengestellt wird. X. H. 1.2.14 οἱ αἰχμάλωτοι . . ἀποδράντες νυκτὸς ᾤχοντο εἰς Δεκέλειαν, οἱ δ̓ εἰς Μέγαρα, d. h. begaben sich grösstenteils nach D., einige aber nach M. (Stände οἱ αἰχμ. οἱ μέν . ., οἱ δέ, so würde die Anzahl beider als ungefähr gleich gross erscheinen.) Zur Erklärung dieser Ausdrucksweise vgl. § 530, 3: der Redende denkt zunächst ausschliesslich an die Mehrheit, die er als Gesamtsubjekt fasst, ohne auf die Minderheit Rücksicht zu nehmen, und fügt dann erst nachträglich mit οἱ δέ die Ergänzung oder Beschränkung hinzu. So Hell. 2. 4, 14. Cy. 6. 3, 9 προεληλυθότες ἐπὶ χιλόν, οἱ δ̓ ἐπὶ ξύλα. Vgl. An. 1. 10, 3. 5. 4, 31. 7. 4, 17. 5, 2. P. Symp. 207d νέος ἀεὶ γιγνόμενος, τὰ δ̓ ἀπολλύς. Vgl. Eur. Hec. 1162. So auch nach einem relativen Satze. X. C. 4.5.46 ὁρᾶτε, ἵπποι ὅσοι ἡμ:ῖν πάρεισιν, οἱ δὲ προσάγονται. An. 2. 3, 10 ἐποιοῦντο (διαβάσεις) ἐκ τῶν φοινίκων, οἳ ἦσαν ἐκπεπτωκότες, τοὺς δὲ καὶ ἐξέκοπτον8). Auffälliger ist das Fehlen von μέν, οἱ μέν in Stellen wie *x, 157 τῇ ῥα παραδραμέτην, φεύγων, δ̓ ὄπισθε διώκων st. μὲν φεύγων. Eur. H. f. 636 χρήμασιν δὲ διάφοροι: | ἔχουσιν, οἱ δ̓ οὔ. Or 1489 νεκροὶ δ̓ ἔπιπτον, οἱ δ̓ ἔμελλον, οἱ δ̓ ἔκειντ̓. Vgl. Hel. 1605. J. T. 1350 ibiq. Klotz. Pind. J. 5, 60 νίκας τρεῖς, ἀπ᾽ Ἰσθμοῦ, τὰς δ̓ ἀπ᾽ εὐφύλλου Νεμέας. Nem. 8, 37. Pl. Crat. 385, b οὐκοῦν εἴη ἂν λόγος ἀληθής, δὲ ψευδής; Phil. 36, e ψευδεῖς, αἱ δ̓ ἀληθεῖς οὐκ εἰσὶν ἡδοναί; Prot. 330, a ἕκαστον δὲ αὐτῶν ἐστιν ἄλλο, τὸ δὲ ἄλλο, ubi v. Stallb. et H. Sauppe. Vgl. 343, e. Polit. 291, e. Theaet. 181, d9). Der Grund ist ein ähnlicher wie in den oben besprochenen Fällen: das der Beobachtung oder dem Interesse des Redenden zunächstliegende Moment drängt sich in der Weise vor, dass ein Hinweis auf die daneben in Betracht kommenden Personen oder Handlungen durch μέν unterbleibt.

b. Wenn einem und demselben Gegenstande mehrere Attributive beigelegt werden, sowie auch, wenn mehrere Prädikate oder Handlungen auf denselben Gegenstand bezogen werden. S. Ph. 239 f. ἐγὼ γένος μέν εἰμι τῆς περιρρύτου | Σκύρου, πλέω δ̓ ἐς οἶκον, αὐδῶμαι δὲ παῖς | Ἀχιλλέως. Lycurg. 5 εἰδὼς Λεωκράτην φυγόντα μὲν τοὺς ὑπὲρ τῆς πατρίδος κινδύνους, ἐγκαταλιπόντα δὲ τοὺς αὑτοῦ πολίτας, προδεδωκότα δὲ πᾶσαν τὴν ὑμετέραν δύναμιν, ἅπασι δὲ τοῖς γεγραμμένοις ἔνοχον ὄντα, ubi v. Maetzner. Vgl. 8. 27. Isocr. 16.20 ἔπεισε μὲν Τισσαφέρνην . ., ἔπαυσε δὲ τοὺς συμμάχους ὑμῶν ἀφισταμένους, διέδωκε δὲ παρ᾽ αὑτοῦ μισθὸν τοῖς στρατιώταις, ἀπέδωκε δέ . ., διήλλαξε δέ . ., ἀπέστρεψε δέ . . Vgl. 4, 61. X. A. 3.1.19.

Anmerk. 5. Über οἱ δέ = iidemque oder hingegen nach vorausgegangenem μέν bei gleichem Subjekte s. § 469, 2.

c. Wenn die Wirklichkeit der Nichtwirklichkeit entgegengesetzt wird; dies geschieht besonders durch νῦν δέ = nunc autem (§ 498, 2 S. 117). Β, 80 ff. εἰ μέν τις τὸν ὄνειρον Ἀχαιῶν ἄλλος ἔνισπεν, | ψεῦδός κεν φαῖμεν . .: νῦν δ̓ ἴδεν, ὃς μέγ᾽ ἄριστος Ἀχαιῶν εὔχεται εἶναι. Vgl. Hdt. 1. 39, 2. Th. 1. 68, 3. P. Phaedr. 244a.

d. Wenn in dem vorangehenden Satze ἄλλος (ἄλλως) mit einer Negation steht, der folgende aber positiv ist. Hdt. 5.35 Ἱστιαῖος . . ἄλλως μὲν οὐδαμῶς εἶχε ἀσφαλέως σημῆναι, δὲ τῶν δούλων τὸν πιστότατον ἀποξυρήσας τὴν κεφαλὴν ἔστιξε . .: ὡς δὲ ἀνέφυσαν τάχιστα (αἱ τρίχες), ἀπέπεμπε ἐς Μίλητον, ἐντειλάμενος αὐτῷ ἄλλο μὲν οὐδέν, ἐπεὰν δὲ ἀπίκηται ἐς Μίλητον, κελεύειν Ἀρισταγόρην ξυρήσαντά μιν τὰς τρίχας κατιδέσθαι ἐς τὴν κεφαλήν. Pl. ap. 32, b ἐγὼ ἄλλην μὲν ἀρχὴν οὐδεμίαν πώποτε ἦρξα ἐν τῇ πόλει, ἐβούλευσα δέ (senator autem fui). Civ. 359, e τοῦτον δὲ ἄλλο μὲν ἔχειν οὐδέν, περὶ δὲ τῇ χειρὶ χρυσοῦν δακτύλιον.

e. Zur Bezeichnung des Kontrastes, s. § 516, 9. S. 232.

f. Bei Wiederholung (Anaphora) desselben oder eines gleichbedeutenden Wortes in zwei verschiedenen Sätzen, indem durch das trennende und das entgegenstellende μέν . . δέ der beiden Sätzen gemeinsame Begriff gleichsam räumlich auf zwei verschiedene Seiten gestellt, und dadurch die Bedeutsamkeit desselben hervorgehoben wird. *a, 288 πάντων μὲν κρατέειν ἐθέλει, πάντεσσι δ̓ ἀνάσσειν. ε, 121 ff. ὧς μέν . . ὧς δέ. Hdt. 3.52 καὶ εἷλε μὲν τὴν Ἐπίδαυρον, εἷλε δὲ αὐτὸν Προκλέα. 6, 112 πρῶτοι μέν . . πρῶτοι δέ. 7. 9, 1 ἐπιστάμεθα μέν . . ἐπιστάμεθα δέ. Th. 3.33 ἧλθε μέν . . ἀφικνεῖτο δέ. X. A. 1.3.17 ὀκνοίην μέν . . φοβοίμην δ̓ ἄν. Comm. 2. 1, 32 ἐγὼ δὲ σύνειμι μὲν θεοῖς, σύνειμι δ̓ ἀνθρώποις τοῖς ἀγαθοῖς. 1. 1, 2 πολλάκις μέν . . πολλάκις δέ. Auch bei Relativen und Konjunktionen. Th. 6.2 ὡς μὲν αὐτοί φασι . ., ὡς δὲ ἀλήθεια εὑρίσκεται. X. H. 7.1.17 ὁπόσους μέν . ., ὁπόσους δέ. Comm. 1. 2, 28 εἰ μέν . . εἰ δέ.

g. Wenn die relative Konstruktion in die demonstrative übergeht. *k, 243 πῶς ἂν . . Ὀδυσῆος λαθοίμην, οὗ πέρι μὲν πρόφρων κραδίη . ., φιλεῖ δέ Παλλὰς Ἀθήνη st. ὃν δὲ φιλεῖ. Gewöhnlich aber wird in diesem Falle μέν im ersten Satze weggelassen und bloss δέ oder καί im zweiten gesetzt. S. § 561, 1.

Anmerk. 6. Dass von den durch μέν . . δέ entgegengesetzten Gliedern das eine durch das Partizip, das andere durch das Verbum finitum ausgedrückt werden könne, haben wir § 490, 4 S. 100 gesehen.(Smyth 2904)

528. Stellung von me/n und de/.

Die gesetzmässige Stellung von μέν und δέ ist die, dass sie sich an die Wörter anschliessen, welche einander entgegengestellt werden. Von diesem Gesetze aber kommen viele Ausnahmen vor. Wenn zwei Wörter eng mit einander verbunden sind, so treten sie, wie τέ (§ 520, A. 5 S. 245), gewöhnlich zwischen beide, als: Th. 1.71 τῇ μὲν παρασκευῇ . ., τῇ δὲ γνώμῃ; aber auch nicht selten dahinter, um das vorangehende Wort hervorzuheben, als: Th. 3.22 ἀνὰ τὸ σκοτεινὸν μέν. 4, 134 οἱ Τεγεᾶται μέν. 2, 94 τῷ πεζῷ δέ. 1, 70 τοῖς μὲν σώμασιν . . τῇ γνώμῃ δέ. 3, 11 ἐν τῷ αὐτῷ δέ. 2, 98 ἐν δεξιᾷ μέν . . ἐν ἀριστερᾷ δέ. X. conv. 2, 2 αὐλητρὶς μέν . ., δὲ παῖς. 17 τὰ σκέλη μέν . ., τοὺς ὤμους δέ. (Aber gleich darauf τοὺς μὲν ὤμους . ., τὰ δὲ σκέλη.) Comm. 1. 1, 12 τὰ μὲν ἀνθρώπινα . ., τὰ δαιμόνια δέ. 4. 1, 3 οὐ τὸν αὐτὸν δὲ τρόπον. Hell. 6. 4, 17 καὶ τοὺς ἐπ᾽ ἀρχαῖς δέ. Vgl. An. 4. 8, 1. 7. 2, 16. R. eq. 5, 9 καὶ τὴν ὑπὸ γαστέρα δὲ ἄγαν κάθαρσιν. [Auffallender 11, 8 ἐπὶ τῶν τοιούτων ἤδη δὲ ἱππαζόμενοι ἵππων, da sich ἤδη an τοιούτων eng anschliesst, s. Sauppe.]10) So auch Th. 6.10 τάχ᾽ ἂν δ̓ ἴσως (Stahl u. a. τάχα δ̓ ἄν). Wenn ein Substantiv ohne Artikel von einer Präposition regiert wird, so nimmt δέ gewöhnlich die dritte Stelle ein, als: X. Comm. 1. 2, 24 διὰ μὲν κάλλος . . διὰ δύναμιν δέ; seltener die zweite, als: διὰ δὲ φρόνησιν11). Bei dem substantivierten μέν und δέ, wenn sie von einer Präposition regiert werden, stehen μέν und δέ regelmässig nach der Präp. X. M. 3.1.8 ἵνα ὑπὸ μὲν τῶν ἄγωνται, ὑπὸ δὲ τῶν ὠθῶνται. Pl. civ. 467, d εἰς μὲν ἄρα τὰς ἄξουσιν, εἰς δὲ τὰς εὐλαβήσονται. Phaedr. 263, b ἐν μὲν ἄρα τοῖς συμφωνοῦμεν, ἐν δὲ τοῖς οὔ, ubi v. Stallb. Isocr. 4, 151 εἰς μὲν τοὺς ὑβρίζοντες, τοῖς δὲ δουλεύοντες. In der Dichtersprache ist die Stellung weit freier, z. B. Aesch. P. 719 πεζὸς ναύτης δέ κτλ.

Sehr häufig schliesst sich δέ an ein anderes Wort an, als an das, in dem der Gegensatz enthalten ist; in der Dichtersprache ist dies sehr häufig der Fall, aber auch nicht selten in der Prosa, so z. B. schliesst sich δέ bei Homer gern an Personal- oder Demonstrativpronomen an, wie *q, 119 καὶ τοῦ μέν ῤ̔ ἀφάμαρτεν, δ̓ ἡνίοχον θεράποντα . . βάλε st. ἡνίοχον δὲ . . βάλε. Ferner: X. Hier. 1, 9 πῶς ἂν πολλοὶ μὲν ἐπεθύμουν τυραννεῖν . .; πῶς δὲ πάντες ἐζήλουν ἂν τοὺς τυράννους; um die Symmetrie beider Sätze zu beobachten st. πάντες δὲ πῶς ἂν ἐζήλουν; s. Breitenb. 3, 8 εὑρήσεις μὲν τοὺς ἰδιώτας . ., τοὺς δὲ τυράννους, um nicht εὑρήσεις zu wiederholen, obwohl auch stehen konnte εὑρ. τοὺς μὲν ἰδ. . ., τοὺς δὲ τ., s. Breitenb., vgl. Ag. 2, 24. Sehr häufig beruht die Umstellung auf einer chiastischen Anordnung der Wörter (§ 607, 3). S. Ant. 557 καλῶς σὺ μὲν τοῖς, τοῖς δ̓ ἐγὼ ᾿δόκουν φρονεῖν. X. M. 1.6.11 ἐγώ τοι σὲ μὲν δίκαιον νομίζω, σοφὸν δὲ οὐδ̓ ὁπωστιοῦν. 3. 2, 4 τὰ μὲν ἄλλα περιῄρει, κατέλειπε δὲ τὸ εὐδαίμονας ποιεῖν. An. 3. 4, 2 ἔπαθε μὲν οὐδέν, πολλὰ δὲ κακὰ ἐνόμιζε ποιῆσαι. 6. 1, 15 Σινωπεῖς δὲ οἰκοῦσι μὲν ἐν τῇ Παφλαγονικῇ, Μιλησίων δ̓ ἄποικοί εἰσιν.

529. *me/n . . me/n. — *de/ . . de/. — *me/n . . me/n . . de/ . . de/. *me/n . . a)lla/ u. a. — *me/n . . te/ oder kai/.

Nach dem mit μέν verbundenen Artikel wird bisweilen des Nachdruckes wegen ein Demonstrativ mit wiederholtem μέν gesetzt. Isocr. 4.60 καὶ τῷ μὲν ὑπερενεγκόντι τὴν ἀνθρωπίνην φύσιν (sc. Herculi) . ., τούτῳ μὲν ἐπιτάττων . . διετέλεσεν. Aus demselben Grunde wird zuweilen das in einem Adjektiv- (Relativ-) oder Adverbialsatze stehende μέν in dem entsprechenden Demonstrativ- oder Nachsatze wiederholt. Hdt. 2.42 ὅσοι μὲν δὴ Διὸς . . ἵδρυνται ἱρόν . ., οὗτοι μέν νυν πάντες ὀίων ἀπεχόμενοι αἶγας θύουσι, ubi v. Baehr. 121 καὶ τὸν (= ὃν) μὲν καλέουσι θέρος, τοῦτον μὲν προσκυνέουσί τε καὶ εὖ ποιέουσι, τὸν δὲ χειμῶνα καλεόμενον τὰ ἔμπαλιν τούτων ἔρδουσι.

So wird auch bisweilen ein vorangegangenes, mit δέ verbundenes Relativ oder auch anderes Wort des Nachdruckes wegen durch ein Demonstrativ mit δέ wiederholt. Hdt. 2.50 λέγω δή, τὰ λέγουσι αὐτοὶ Αἰγύπτιοι: τῶν (= ὧν) δὲ οὔ φασι θεῶν γινώσκειν τὰ οὐνόματα, οὗτοι δέ μοι δοκέουσι ὑπὸ Πελασγῶν ὀνομασθῆναι. P. Lach. 194d ταῦτα ἀγαθὸς (sc. ἐστίν) ἕκαστος ἡμῶν, ἅπερ σοφός, δὲ ἀμαθής, ταῦτα δὲ κακός. Isocr. 4.176 δ̓ αἰσχύνην ἡμῖν φέρει καὶ πολλοὺς τῶν συμμάχων ἐκδέδωκε, ταῦτα δὲ κατὰ χώραν μένει. Ap. 32, d ἐμοὶ θανάτου μὲν μέλει . . οὐδ̓ ὁτιοῦν, τοῦ δὲ μηδὲν ἄδικον μηδ᾽ ἀνόσιον ἐργάζεσθαι, τοότου δὲ τὸ πᾶν μέλει. Vgl. Phaed. 78, c ibiq. Stallb. Lycurg. 127 τῶν δὲ ὅρκων καὶ τῆς πίστεως, ἣν . . μετεῖχον, ταύτης δὲ μὴ κληρονομεῖν, ubi v. Maetzner. Isocr. 4.1. Aber auch sonst wird ein in einem vorhergehenden Satze stehendes δέ in dem nachfolgenden Satze wiederholt. X. A. 5.5.22 δὲ ἠπείλησας . ., ἡμεῖς δὲ . . πολεμήσομεν, s. das. Kühners Bmrk. 5. 6, 20 εἰ δὲ βούλεσθε . ., πλοῖα δ̓ ὑμῖν πάρεστιν. Vgl. § 532. Davon sind aber die Beispiele verschieden, wo δέ bloss in der Absicht wiederholt wird, um einen Begriff oder Gedanken nach längerer Unterbrechung der Rede wieder aufzunehmen. Dies geschieht weniger des Nachdruckes als der Deutlichkeit wegen. P. Phaedr. 277e u. 278, b δέ . . οὗτος δὲ τοιοῦτος ἀνήρ κτλ., ubi v. Stallb. Hdt. 1.28 χρόνου δὲ ἐπιγινομένου καὶ κατεστραμμένων σχεδὸν πάντων τῶν ἐντὸς Ἅλυος ποταμοῦ οἰκημένων (πλὴν γὰρ κτλ.), κατεστραμμένων δὲ τούτων κτλ. Vgl. X. C. 2.3.19. So wird δέ auch zuweilen einem in einer Parenthese ausgesprochenen Satze entgegengestellt. Hdt. 8.67 ἐπεὶ ὦν ἀπίκατο ἐς τὰς Ἀθήνας πάντες οὗτοι πλὴν Παρίων (Πάριοι δὲ ὑπολειφθέντες ἐν Κύθνῳ ἐκαραδόκεον τὸν πόλεμον, κῇ ἀποβήσεται), οἱ δὲ λοιποὶ ὡς ἀπίκοντο ἐς τὸ Φάληρον κτλ.12).

So entsprechen auch oft zwei vorausgehenden μέν zwei folgende δέ; dies geschieht immer mit grossem Nachdrucke13). Hdt. 2.26 τῇ (= ) μέν . ., ταύτῃ μέν . ., τῇ (= ) δέ . ., ταύτῃ δέ. 102 ὁτέοισι μέν . ., τούτοισι μέν . . ὁτέων δέ . ., τούτοισι δέ. X. Hier. 9, 2 τὸ μὲν διδάσκειν . ., αὕτη μὲν ἐπιμέλεια . ., τὸ δέ . ., ταῦτα δέ. Oec. 4, 8 καὶ οὓς μέν . ., τούτοις μέν . ., οἷς δέ . ., τούτους δέ. 9, 9 f. ὅσοις μέν . ., ταῦτα μέν . ., ὅσοις δέ . ., ταῦτα δέ. 19, 11 εἰ μέν . ., ὑπὸ μέν . ., ὑπὸ δέ . ., ὥστε τὰ φυτὰ κίνδυνος ὑπὸ μὲν τοῦ ὕδατος σήπεσθαι μὲν δἰ ὑγρότητα, αὐαίνεσθαι δὲ διὰ ξηρότητα. Pl. ap. 28, e ἐγὼ οὖν δεινὰ ἂν εἴην εἰργασμένος, ἄνδρες Ἀθηναῖοι, εἰ, ὅτε μέν με οἱ ἄρχοντες ἔταττον, οὓς ὑμεῖς εἵλεσθε ἄρχειν μου, καὶ ἐν Ποτειδαίᾳ καὶ ἐν Ἀμφιπόλει καὶ ἐπὶ Δηλίῳ, τότε μὲν οὗ ἐκεῖνοι ἔταττον, ἔμενον . . καὶ ἐκινδύνευον ἀποθανεῖν, τοῦ δὲ θεοῦ τάττοντος, ὡς ἐγὼ ᾠήθην τε καὶ ὑπέλαβον, φιλοσοφοῦντά με δεῖν ζῆν καὶ ἐξετάζοντα ἐμαυτὸν καὶ τοὺς ἄλλους, ἐνταῦθα δὲ φοβηθεὶς θάνατον ἄλλο ὁτιοῦν πρᾶγμα λίποιμι τὴν τάξιν. Gorg. 512, a εἰ μέν τις . ., οὗτος μέν . ., εἰ δέ τις . ., τούτῳ δέ, vgl. 514, b. c. Crat. 386, a οἷα μέν . ., τοιαῦτα μέν . ., οἷα δέ . ., τοιαῦτα δέ. Men. 94, d οὗ μέν . ., ταῦτα μέν . ., οὗ δέ . ., ταῦτα δέ . . Isocr. 7.47 παρ᾽ οἷς μὲν γὰρ μήτε φυλακὴ τῶν τοιούτων καθέστηκε, μήθ᾽ αἱ κρίσεις ἀκριβεῖς εἰσι, παρὰ τούτοις μὲν διαφθείρεσθαι καὶ τὰς ἐπιεικεῖς τῶν φύσεων: ὅπου δὲ μήτε λαθεῖν τοῖς ἀδικοῦσι ῥᾴδιόν ἐστι, μήτε φανεροῖς γενομένοις συγγνώμης τυχεῖν, ἐνταῦθα δ̓ ἐξιτήλους γίγνεσθαι τὰς κακοηθείας, ubi v. Benseler. Vgl. 8, 55 οἷς μέν . ., τούτους μέν . ., οἷς δέ . . τούτους δέ. Auf diese Weise kann eine grosse Verschlingung der Satzglieder entstehen, wie Isocr. 4.150 f. τὸ μέν . ., πρὸς μέν . ., πρὸς δέ . ., οἱ δέ . ., ὁμαλῶς μέν . ., ἅπαντα δέ . . εἰς μὲν τούς . ., τοῖς δέ . ., καὶ τὰ μέν . ., τὰς δέ . . Jedoch findet sich dieser Parallelismus keineswegs immer so regelmässig ausgebildet. So z. B. fehlt oft in dem II. Hintergliede δέ, wie X. oec. 4, 7 οἳ μέν . ., τούτους μέν . ., οὓς δέ . ., τούτους χαλεπῶς κολάζει. Vgl. An. 3. 1, 43. Antiph. 5.30. Lys. 24.8. Isocr. 17.48. Dem. 24.112. X. ven. 13, 10 ὅτι οἱ μὲν ἄριστοι αὐτῶν γιγνώσκονται μὲν ἐπὶ τὰ βελτίω ἐπίπονοί τ᾽ εἰσίν, οἱ δὲ κακοὶ πάσχουσί τε κακῶς καὶ γιγνώσκονται ἐπὶ τὰ χείρω; oder statt des zweiten μέν steht δέ, also μέν . . δέ . . δέ . . δέ, wie Hdt. 9.48 ἢν μὲν δοκέῃ καὶ τοὺς ἄλλους μάχεσθαι, οἱ δ̓ ὦν μετέπειτα μαχέσθων ὕστεροι: εἰ δὲ καὶ μὴ δοκέοι ἀλλ᾽ ἡμέας μούνους ἀποχρᾶν, ἡμεῖς δὲ διαμαχεσώμεθα. Vgl. Stein zu Hdt. 2.39. X. A. 5.7.6; oder in dem zweiten Vordergliede ist μέν nicht wiederholt, wie Isocr. 4.176 μὲν αὐτονόμους ἀφίησι . ., (ταῦτα μὲν) πάλαι λέλυται . ., δέ . . ταῖτα δέ; das zweite μέν wird weggelassen, wie X. C. 6.2.14; oder die beiden Vorderglieder entbehren der Bindewörter μέν . . μέν, wie P. Phaed. 78c ἅπερ ἀεὶ κατὰ ταὐτὰ καὶ ὡσαύτως ἔχει, ταῦτα μάλιστα εἰκὸς εἶναι τὰ ἀξύνθετα, τὰ δὲ ἄλλοτ᾽ ἄλλως . ., ταῦτα δὲ εἶναι τὰ σύνθετα; oder die beiden Hinterglieder sind nicht vollständig ausgebildet, als: Hdt. 3.108 ὅσα μὲν ψυχήν τε δειλὰ καὶ ἐδώδιμα, ταῦτα μὲν πάντα πολύγονα πεποίηκεν . ., ὅσα δὲ σχέτλια καὶ ἀνιηρά, ὀλιγόγονα st. ταῦτα δὲ ὀλιγόγονα.

Anmerk. Der homerischen Sprache ist diese Verbindungsweise durch μέν . . μέν . ., δέ . . δέ fremd; wo aber in derselben zwei μέν auf einander folgen, ist das zweite μέν nicht eine blosse Wiederholung des ersten, sondern bildet einen neuen Gegensatz zu einem folgenden δέ, sodass das erste μέν einen Vordersatz zu einem doppelgliederigen Nachsatze einleitet. Υ, 41 ff. εἵως μέν ῤ̔ ἀπάνευθε θεοὶ θνητῶν ἔσαν ἀνδρῶν | τεῖος Ἀχαιοὶ μὲν μέγ̓ ἐκύδανον . ., Τρῶας δὲ τρόμος αἰνὸς ὑπήλυθε γυῖα ἕκαστον . .: Αὐτὰρ ἐπεὶ κτλ. Das erste μέν (εἵως μέν) entspricht dem αὐτάρ; das zweite μέν dem folgenden δέ [Τρῶας δέ]14).

Es versteht sich von selbst, dass auf μέν statt δέ auch jedes andere adversative Bindewort, als: ἀλλά, αὖ, αὖτε, αὖθις, αὐτάρ ep., ἀτάρ, μέντοι, jedoch, ὅμως, μήν (s. § 502, 2) u. s. w., folgen kann, z. B. μέν . . ἀλλά Α, 22 ff. S. OC. 1615. X. O. 3.6. Hier. 1, 16; μέν . . αὐτάρ Α, 50 f. u. sonst oft; μέν . . ἀτάρ X. H. 5.4.17. Pl. civ. 367, e. Prot. 335, e u. s.; μέν . . αὖ *a, 104. 109. d, 211; μέν . . αὖτε Γ, 240 f.; S. Ant. 167 τοῦτο μέν . . τοῦτ᾽ αὖθις; μέν . . μέντοι P. Prot. 347a; μέν . . μήν P. Tim. 24e. Polit. 268, c. Leg. 663, e. Phil. 12, d, ubi v. Stallb. ed. Lips. 1820.

Da μέν ursprünglich soviel ist wie μήν, d. h. ein konfirmatives Adverb (§ 503, 1), so kann es auch nicht befremden, | wenn auf dasselbe die kopulativen Bindewörter: τέ, καί und bei Homer ἠδέ, und, folgen15). x, 475 τοῦ δ̓ ἀπὸ μὲν ῥῖνάς τε καὶ οὔατα νηλέι χαλκῷ | τάμνον, μήδεά τ᾽ ἐξέρυσαν. i, 49 ἐπιστάμενοι μὲν ἀφ᾽ ἵππων | ἀνδράσι μάρνασθαι καί, ὅθι χρή, πεζὸν ἐόντα. *i, 53 πέρι μὲν πολέμῳ ἔνι καρτερός ἐσσι, | καὶ βουλῇ μετὰ πάντας ὁμήλικας ἔπλευ ἄριστος. m, 380 χαίρεσκον μὲν ἰὼν εἰς οὐρανὸν ἀστερόεντα, | ἠδ᾽ ὁπότ᾽ ἂψ ἐπὶ γαῖαν ἀπ᾽ οὐρανόθεν προτραποίμην. S. Ph. 1058 πάρεστι μὲν Τεῦκρος . . ἐγώ θ̓, ὅς κτλ. 1136 ὁρῶν μὲν αἰσχρὰς ἀπάτας στυγνόν τε φῶτ̓. Vgl. 1424 f. Eur. Or. 500 f. Andr. 8 f. Tr. 48 f. S. Ai. 1 ff. ἀεὶ μέν . . καὶ νῦν. Th. 2.70 οἱ δὲ προσεδέξαντο ὁρῶντες μὲν τῆς στρατιᾶς τὴν ταλαιπωρίαν . . ἀναλωκυίας τε ἤδη τῆς πόλεως δισχίλια τάλαντα ἐς τὴν πολιορκίαν. Vgl. 1, 144. 3, 46. X. C. 1.4.3 πολλὰ μὲν αὐτὸς ἀεὶ τοὺς παρόντας ἀνηρώτα . ., καὶ ὅσα αὐτὸς ὑπ᾽ ἄλλων ἐρωτῷτο, . . ταχὺ ἀπεκρίνατο. 8. 1, 3 ταχὺ μὲν ὅποι ἔδει παρεγιγνόμεθα ἁθρόοι τε . . ἀνυπόστατοι ἦμεν. Vgl. Oec. 7. 8. Comm. 2. 6, 22. An. 5. 2, 21. Antiph. 6.14. (Smyth 2837, 2913)

530. *me/n ohne folgendes adversatives Bindewort. — *de/ ohne vorangehendes me/n.

Das auf μέν erwartete adversative Bindewort fehlt zuweilen, das adversative Gegenglied selbst aber ist vorhanden. Dieser Fall tritt ein, wenn das den Gegensatz ausdrückende Wort so beschaffen ist, dass es auch ohne ein beigefügtes δέ an und für sich schon hinlänglich denselben ankündigt, wie z. B. bei: ἐνταῦθα μέν . . ἐκεῖ und ganz gewöhnlich bei πρῶτον μέν . . ἔπειτα (εἶτα). Eur. M. 548 ἐν τῷδε δείξω πρῶτα μὲν σοφὸς γεγώς, | ἔπειτα σώφρων, εἶτα σοὶ μέγας φίλος, ubi v. Pflugk. Vgl. Hec. 357. X. M. 1.2.1. 4, 11. 7, 2. 3. 6, 2. 4. 2, 31. Antiph. 5.14, ubi v. Maetzner. Dem. 2.1. 6, 3. 9, 9. 28, 3. 18, 176. 177. P. Phaed. 89a πρῶτον μέν . ., ἔπειτα . ., ἔπειτα, ubi v. Hdrf., vgl. Men. 90, a. Symp. 181, b. Lys. 13.97. 26, 23. Ähnlich: X. C. 1.2.4 τούτων (sc. τῶν μερῶν) δ̓ ἔστιν ἓν μὲν παισίν, ἓν δὲ ἐφήβοις, ἄλλο τελείοις ἀνδράσιν, ἄλλο τοῖς ὑπὲρ τὰ στρατεύσιμα ἔτη γεγονόσι. Vgl. 8. 2, 6. — Ferner: ποτὲ μέν . . ἄλλοτε S. Ant. 366; τέως μέν . . εἶτα X. H. 2.2.17; τοῦτο μέν . . εἶτα Dem. 33.32.

Der Gegensatz selbst fehlt aber auch oft gänzlich oder scheint wenigstens zu fehlen und muss alsdann in Gedanken ergänzt werden. Dies ist namentlich der Fall bei Personal- und Demonstrativpronomen (μὲν solitarium). In diesem μέν tritt seine ursprüngliche adverbiale konfirmative Bedeutung (§ 503, 1) wieder deutlich hervor, sodass es in den meisten Fällen zweifelhaft ist, ob man es als konfirmatives Adverb (allerdings, gewiss, vero) oder als konzessive Konjunktion nehmen soll. h, 237 ξεῖνε, τὸ μέν σε πρῶτον ἐγὼν εἰρήσομαι. Th. 2. 74, 2 steht πρῶτον μέν; was demselben entspricht, folgt erst im Kap. 75 τοσαῦτα ἐπιθειάσας κτλ., s. SPoppotahl. Hdt. 3.3 λέγεται δὲ καὶ ὅδε λόγος, ἐμοὶ μὲν οὐ πιθανός, mir allerdings unwahrscheinlich (anderen vielleicht wahrscheinlich); s. Stein zu 1, 131. X. C. 2.2.10 ἐγὼ μὲν οὐκ οἶδα, vgl. 1. 4, 12. Pl. ap. 21, d ἐλογιζόμην, ὅτι τούτου μὲν τοῦ ἀνθρώπου ἐγὼ σοφώτερός εἰμι. Phaed. 58, a ταῦτα μὲν ἡμῖν ἤγγειλέ τις, ubi v. Stallb. Dem. 3.8 ἐγὼ μὲν οὐχ ὁρῶ. 8, 59 ἐκεῖνος μὲν γὰρ οὐ πολεμεῖν (φησι). 9, 15 εἰρήνην μὲν γὰρ ὠμωμόκει. S. Rehdantz Indic. zu Dem. Noch deutlicher zeigt sich das konfirmative Adverb in Ausdrücken wie οἶμαι μέν, allerdings (Pl. civ. 423, b u. s.), ἡγοῦμαι μέν, δοκῶ μέν (P. Men. 94b. Soph. 221, a. 231, d), οὐκ οἶδα μέν u. ähnl., ich glaube wohl, freilich. Eur. Or. 8 ὡς μὲν λέγουσιν, wie man allerdings sagt. X. A. 1.4.7 ἀπέπλευσαν, ὡς μὲν τοῖς πλείστοις ἐδόκουν, φιλοτιμηθέντες, wie es wenigstens schien. Pl. civ. 334, c εἰκὸς μέν. 557, c καὶ ἴσως μέν, und vielleicht allerdings, s. Schneider. Dergleichen Beispiele gehören offenbar zu § 503, obwohl man in denselben gewöhnlich das konzessive μέν mit weggelassenem Gegensatze annimmt. Aber auch hinter jedem anderen Worte kann μέν auf diese Weise stehen.

Δέ verlangt an sich nirgends notwendig ein vorhergehendes μέν; nur wenn das gegenseitige Verhältnis der Glieder zu einander bestimmt bezeichnet werden soll, wird das zweite Glied durch μέν im ersten Gliede vorbereitet. Allerdings ist in den § 527 angeführten Fällen die Setzung von μέν zur Regel geworden; jedoch von allen finden sich Beispiele, in denen μέν im ersten Gliede weggelassen ist. Der Grund der Weglassung von μέν liegt teils darin, dass der Vorstellung des Redenden bei dem ersten Gliede nicht zugleich auch das entgegengesetzte Glied vorschwebte, teils darin, dass der Redende absichtlich auf den Gegensatz nicht vorbereiten will, teils darin, dass das erste Glied einen zu schwachen Gegensatz bildet. Oftmals ist das erste Glied gar nicht ausdrücklich gesetzt, sondern muss aus dem Vorhergehenden oder aus dem ganzen Zusammenhange ergänzt werden. In der Dichtersprache wird μέν selbst da oft weggelassen, wo man es wegen des strengen Gegensatzes erwarten sollte. Hes. op. 471 f. εὐθημοσύνη γὰρ ἀρίστη | θνητοῖς ἀνθρώποις, κακοθημοσύνη δὲ κακίστη. Eur. Or. 100 ὀρθῶς ἔλεξας, οὐ φίλως δέ μοι λέγεις. 424 οὐ σοφός, ἀληθὴς δ̓ εἰς φίλους ἔφυν φίλος. 454 f. ὄνομα γάρ, ἔργον δ̓ οὐκ ἔχουσιν οἱ φίλοι, | οἱ μὴ ᾿πὶ ταῖσι συμφοραῖς ὄντες φίλοι. Aber auch in der Prosa fehlt es nicht an solchen Stellen16). Th. 1.56 Κορινθίων ἐποίκους, ἑαυτῶν δὲ ξυμμάχους. 86 πρὸς τοὺς Μήδους ἐγένοντο ἀγαθοὶ τότε, πρὸς δ̓ ἡμᾶς κακοὶ νῦν. 4, 7 Μενδαίων ἐποικίαν, πολεμίαν δὲ οὖσαν. X. A. 3.4.7 τὸ εὖρος . ., ὕψος δέ. Dem. 6.11 πάντες ἀεὶ γλίχονται λέγειν, ἀξίως δ̓ οὐδεὶς εἰπεῖν δεδύνηται. 8, 67 τῇ τῶν ὠνίων ἀφθονίᾳ λαμπροί, τῇ δ̓ ὧν προσῆκε παρασκευῇ καταγέλαστοι. 9, 19. 33. Vgl. auch § 527, Anm. 4.

Anmerk. Dass übrigens δέ auch auf andere Bindewörter bezogen werden könne, z. B. τέ, καί, u. a., sowie auf γέ, versteht sich von selbst. X. C. 4.4.3 δὲ διήκουέ τε ἡδέως πάντων ἐβούλοντο λέγειν, ἕπειτα δὲ καὶ ἐπῄνεσεν αὐτούς. Vgl. P. Menex. 235e ibiq. Stallb.(Smyth 2896)

Wir wollen nun noch folgende Erscheinungen im Gebrauche des δέ ohne vorausgehendes μέν, die wir § 527 S. 266 f. bei μέν . . δέ bemerkt haben, hervorheben.

a. Bei Wiederholung desselben oder eines gleichbedeutenden Wortes. *w, 484 ὣς Ἀχιλεὺς θάμβησεν, ἰδὼν Πρίαμον θεοειδέα: | θάμβησαν δὲ καὶ ἄλλοι. S. Ph. 633 πάντα λεκτά, πάντα δὲ τολμητά, ubi v. Schaefer. Eur. M. 98 μήτηρ κινεῖ κραδίαν, κινεῖ δὲ χόλον. 131 ἔκλυον φωνάν, ἔκλυον δὲ βοάν. H. f. 65. 67 ἔχων . . ἔχων δέ, ubi v. Pflugk. In Prosa wird μέν regelmässig weggelassen, wenn δὲ καί folgt (wodurch das Gleichgewicht beider Glieder aufgehoben wird), wie X. M. 1.1.1 ἀδικεῖ Σωκράτης . . καινὰ δαιμόνια εἰσφέρων: ἀδικεῖ δὲ καὶ τοὺς νέους διαφθείρων. Vgl. Kühner z. d. St. p. 48^{2}. Vgl. 2. 6, 22. An. 3. 1, 23; steht aber dennoch μέν, so gehört καί nicht zu δέ, sondern zu einem anderen Worte, wie X. A. 7.7.42 πλουτεῖ μὲν ὄντων φίλων πολλῶν, πλουτεῖ δὲ καὶ ἄλλων βουλομένων γενέσθαι, wo καί mit ἄλλων zu verbinden ist, s. Kühners Bmrk.

b. Wenn einem und demselben Gegenstande mehrere Attribute beigelegt werden. Hdt. 7. 8, 2 Ἀρισταγόρῃ τῷ Μιλησίῳ, δούλῳ δὲ ἡμετέρῳ. Vgl. § 520, Anm. 1. S. 243 f.

c. Bei Handlungen, die in räumlicher, zeitlicher oder kausaler Beziehung parallel nebeneinander laufen. Eur. Ph. 415 νὺξ ἦν: Ἀδράστου δ̓ ἦλθον εἰς παραστάδας.

d. Nach einem negativen Satze. Th. 4.86 οὐκ ἐπὶ κακῷ, ἐπ̓ ἐλευθερώσει δὲ τῶν Ἑλλήνων παρελήλυθα. (Smyth 2838)

531. Kopulatives de/.

Zweitens wird, wie § 526 S. 262 bemerkt wurde, δέ auch gebraucht, um Gedanken miteinander zu verbinden. Der Gedanke, der durch δέ an einen vorangehenden Gedanken angereiht wird, drückt etwas Neues und von dem Vorhergehenden Verschiedenes aus und steht insofern diesem gewissermassen entgegen. Die deutsche Sprache kann dieses anreihende δέ in den meisten Fällen durch und übersetzen, da sie gewohnt ist, das Verhältnis der anzureihenden Sätze als ein rein kopulatives aufzufassen. Daher wird δέ gebraucht, wenn die Rede von einem Gedanken zu einem neuen, von einem Momente zu einem andern verschiedenen fortschreitet. Dieser Gebrauch ist seit Homer in der Poesie wie in der Prosa gleich häufig. Α, 43 ff. ὣς ἔφατ᾽ εὐχόμενος, τοῦ δ̓ ἔκλυε Φοῖβος Ἀπόλλων, | βῆ δὲ κατ᾽ Οὐλύμποιο καρήνων . ., | ἔκλαγξαν δ̓ ἄρ᾽ ὀιστοί . ., δ̓ ἤιε νυκτὶ ἐοικώς: | ἕζετ᾽ ἔπειτ̓ ἀπάνευθε νεῶν, μετὰ δ̓ ἰὸν ἕηκεν: | δεινὴ δὲ κλαγγὴ γένετ᾽ ἀργυρέοιο βιοῖο.

Das kopulative δέ wird wie das lat. autem gebraucht, um eine unterbrochene Rede wieder aufzunehmen und fortzusetzen. Σ, 101—114 νῦν δ̓, ἐπεὶ οὐ νέομαι . ., νῦν δ̓ εἶμι κτλ. Aesch. Ag. 16 εὖτ᾽ ἂν δὲ . . ἔχω | εὐνὴν . . | ἐμήν, φόβος γὰρ ἀνθ᾽ ὕπνου παραστατεῖ, | ὅταν δ̓ ἀείδειν μινύρεσθαι δοκῶ κτλ. S. El. 786 νῦν δ̓, ἡμέρᾳ γὰρ τῇδ̓ ἀπηλλάγην φόβου . .,νῦν δ̓ . . ἡμερεύσομεν, ubi v. Schneidew. X. C. 1.6.41 ἐν τῷ τοιούτῳ δέ (var. δή), ubi v. Born. 2. 3, 19 ταῦτα δ̓ ἀγασθείς . . τούτοις δὲ ἡσθείς. 7. 2, 23. Auch Sätze, welche ihrem Inhalte nach in dem Verhältnisse der Unterordnung stehen, können durch δέ angereiht werden, indem es dem Hörer oder Leser überlassen bleibt, sich die besondere Art der Satzverbindung aus dem Zusammenhange zu denken. So drückt oft der Satz mit δέ einen Grund aus und steht statt γάρ, wobei jedoch auch der Unterschied nicht selten stattfindet, dass δέ den Satz als einen logisch beigeordneten und mit dem zu begründenden gleiche Würdigkeit habenden darstellt, während γάρ den Satz als einen logisch untergeordneten bezeichnet. Ι, 496 f. ἀλλ᾽ Ἀχιλεῦ, δάμασον θυμὸν μέγαν: οὐδέ τί σε χρὴ | νηλεὲς ἦτορ ἔχειν: στρεπτοὶ δέ τε καὶ θεοὶ αὐτοί. *c, 416 τὸν δ̓ οὔπερ ἔχει θράσος, ὅς κεν ἴδηται | ἐγγὺς ἐών: χαλεπὸς δὲ Διὸς μεγάλοιο κεραυνός. Vgl. Α, 259 ibiq. Naegelsbach. Eur. Hipp. 197. X. A. 1.7.12 Ἀβροκόμας δέ nach d. best. cdd., s. das. Kühners Bmrk. Vgl. 6. 6, 9 extr. Comm. 2. 1, 1 γνοὺς δέ. 5, 5 τοὺς δὲ χρηστούς. 3. 6, 1417). Ebenso wird im Lat. autem gebraucht, s. Kühners Bmrk. ad Cic. Tusc. 1. 2, 3. p. 46^{5}. Auf ähnliche Weise findet sich δέ wie γάρ in erklärenden Zwischensätzen. u, 228 βουκόλ̓, ἐπεὶ οὔτε κακῷ οὔτ̓ ἄφρονι φωτὶ ἔοικας, | γιγνώσκω δὲ καὶ αὐτός, τοι πινυτὴ φρένας ἵκει, | τοὔνεκά τοι ἐρέω κτλ. Wie γάρ (§ 545) kann es auch dem zu begründenden Satze vorausgeschickt werden. Th. 1.26 ὡς δ̓ οὐκ ἐπείθοντο (ἔστι δὲ ἰσθμὸς τὸ χωρίον), ἐπολιόρκουν τὴν πόλιν. Vgl. Hdt. 7.235 princ. Auch statt οὖν kann δέ gebraucht werden, wenn Imperativsätze, die durch das Vorhergehende begründet sind, durch δέ angereiht werden. Θ, 204 (Δαναοί) τοι . . δῶρ᾽ ἀνάγουσιν | πολλά τε καὶ χαρίεντα: σὺ δέ σφισι βούλεο νίκην. Eur. J. T. 172 ω . . Ἀγαμεμνόνιον | θάλος, ὡς φθιμένῳ τάδε σοι πέμπω: | δέξαι δέ18).

Das kopulative δέ tritt ferner in der häufigen Formel τί δέ; hervor, welchehnlich wie τί γάρ; s. § 545) gebraucht wird, wenn der Redende zu einem neuen Gedanken übergeht und durch das vorausgeschickte τί δέ; = wie ferner? den Hörer oder Leser auf denselben aufmerksam machen will. X. M. 2.2.12 τί δέ; συνοδοιπόρον . . οὐδὲν ἄν σοι διαφέροι φίλον ἐχθρὸν γενέσθαι; Vgl. 2. 1, 3. (Smyth 2836)

532. *de/ im NachsatzeNaegelsbach Exkurs XI z. Il. erklärt den Homerischen Gebrauch des de/ im Nachsatze nach temporalen Vordersätzen als eine Parataxe: “der Nachsatz werde nicht als Nachsatz betrachtet, sondern werde als selbständiger Satz dem Vordersatze angeschlossen.” Doch da bei Homer das aus einem Vorder- und einem Nachsatze bestehende Satzgefüge sich schon vollständig ausgebildet findet, so dürfte diese Erklärung schwerlich genügen. S. Kvičala a. a. O. S. 319 ff., der, wie wir S. 261 unt. gesehen haben, als Grundbedeutung die räumliche = da annimmt, die denn auch in die temporale und modale übergeht. — Eine gute Zusammenstellung des epischen Materials bietet L. Lahmeyer, de apodotico qui dicitur particulae *d*e in carminibus Homericis usu. Dissert. v. Kiel (Leipzig 1879). Vgl. auch Nieberding, Über die parataktische Anknüpfung des Nachsatzes in hypotaktischen Satzgefügen. Progr. v. Gross-Glogau 1882.).

Der Gebrauch des δέ im Nachsatze erklärt sich aus seiner ursprünglichen adverbialen Bedeutung andererseits. Es wird dem Nachsatze hinzugefügt, um ihm einen grösseren Nachdruck zu geben. Es stellt den Nachsatz dem Vordersatze gegenüber, gleichviel, ob jener einen wirklichen Gegensatz oder eine blosse Gegenüberstellung ausdrücke. Indem es seiner ursprünglichen Bedeutung andererseits gemäss auf ein Vorangehendes hinweist, zeigt es nur auf nachdrückliche Weise das gegenseitige Verhältnis der beiden Sätze zu einander an: einerseits geschieht dieses, andererseits geschieht jenes. Zuweilen ist dem Vordersatze μέν hinzugefügt; alsdann wird das Wechselverhältnis beider Sätze noch schärfer und deutlicher ausgedrückt. Dieser Gebrauch des δέ ist besonders der Homerischen Sprache eigen, wo er überall begegnet; aber auch bei den nachherigen Schriftstellern, Dichtern wie Prosaikern, findet er sich, und zwar ziemlich oft bei Herodot, seltener bei den Attikern (hier vielfach von den Herausgebern ohne Not in δή verwandelt), in der Prosa häufig in Verbindung mit einem Personal- oder Demonstrativpronomen, indem das Subjekt oder ein anderes Wort des Nachsatzes dem Subjekte oder einem andern Worte des Vordersatzes entgegengestellt wird. a) nach temporalen und kausalen Vordersätzen sehr oft bei Homer. *h, 149 αὐτὰρ ἐπεὶ Λυκόοργος ἐνὶ μεγάροισιν ἐγήρα, | δῶκε δ̓ Ἐρευθαλίωνι (τὰ τεύχεα) . . φορῆναι. l, 387 αὐτὰρ ἐπεὶ ψυχὰς μὲν ἀπεσκέδασ᾽ ἄλλυδις ἄλλῃ | ἁγνὴ Περσεφόνεια γυναικῶν θηλυτεράων, | ἦλθε δ̓ ἐπὶ ψυχὴ Ἀγαμέμνονος Ἀτρείδαο. Vgl. *a, 58. l, 592. *p, 199 αὐτὰρ ἐπειδὴ πάντας ἅμ᾽ ἡγεμόνεσσιν Ἀχιλλεὺς | στῆσεν ἐὺ κρίνας, κρατερὸν δ̓ ἐπὶ μῦθον ἔτελλεν. *f, 53 τὸν δ̓ ὡς οὖν ἐνόησε ποδάρκης δῖος Ἀχιλλεὺς . ., ὀχθήσας δ̓ ἄρα εἶπε πρὸς ὃν μεγαλήτορα θυμόν. So: ὄφρα . . τόφρα δέ, ὅτε . . δέ, ὁπότε . . δέ, ἕως . . δέ, ἕως . . τόφρα δέ. Hdt. 9.70 ἕως μὲν γὰρ ἀπῆσαν οἱ Ἀθηναῖοι, οἱ δ̓ ἠμύνοντο. 1, 112 ἐπεὶ τοίνυν οὐ δύναμαί σε πείθειν μὴ ἐκθεῖναι, σὺ δὲ ὧδε ποίησον, ubi v. Baehr und Stein. 3, 108 ἐπεὰν σκύμνος . . ἄρχηται διακινεόμενος, δὲ . . ἀμύσσει τὰς μήτρας. 5, 40 ἐπεὶ τοίνυν . . ὁρέομεν . ., σὺ δὲ ταῦτα ποίεε. S. OR. 1267 ἐπεὶ δὲ γῇ | ἔκειτο τλήμων, δεινὰ δ̓ ἦν τἀνθένδ᾽ ὁρᾶν. Th. 2.65 ἐπεί τε πόλεμος κατέστη, δὲ φαίνεται καὶ ἐν τούτῳ προγνοὺς τὴν δύναμιν. 5. 16, 1 ἐπειδή . ., τότε δέ. 3, 98 μέχρι μὲν οὖν οἱ τοξόται εἶχόν τε τὰ βέλη αὐτοῖς καὶ οἷοί τε ἦσαν χρῆσθαι, οἱ δὲ ἀντεῖχον. — b) Oft nach hypothetischen Vordersätzen, sowie auch hinter konzessiven mit εἴπερ. *a, 137 ἀλλ̓ εἰ μὲν δώσουσι . ., εἰ δέ κε μὴ δώωσιν, ἐγὼ δέ κεν αὐτὸς ἕλωμαι. Ι 300 εἰ δέ τοι Ἀτρείδης μὲν ἀπήχθετο κηρόθι μᾶλλον, | . . σὺ δ̓ ἄλλους περ Παναχαιοὺς | τειρομένους ἐλέαιρε. *m, 245 εἴπερ γάρ τ᾽ ἄλλοι γε περικτεινώμεθα πάντες . ., σοὶ δ̓ οὐ δέος ἔστ᾽ ἀπολέσθαι. m, 54 εἰ δέ κε λίσσηαι ἑτάρους . ., οἱ δέ ς᾿ ἔτι πλεόνεσσι τότ᾽ ἐν δεσμοῖσι διδέντων. n, 145 εἴπερ τίς σε . . οὔτι τίει, σοὶ δ̓ ἔστι καὶ ἐξοπίσω τίσις αἰεί. (Statt δέ wird aber hinter den Konzessivsätzen mit εἴπερ häufiger ἀλλά und αὐτάρ gebraucht, wie im Lat. at nach si, um den Gegensatz bestimmter zu bezeichnen. *a, 82 εἴπερ γάρ τε χόλον γε καὶ αὐτῆμαρ καταπέψῃ, | ἀλλά τε καὶ μετόπισθεν ἔχει κότον, ὄφρα τελέσσῃ. *q, 153 εἴπερ γάρ ς᾿ Ἕκτωρ γε κακὸν καὶ ἀνάλκιδα φήσει, | ἀλλ᾽ οὐ πείσονται Τρῶες καὶ Δαρδανίωνες. *t, 164 εἴπερ γὰρ θυμῷ γε μενοινάᾳ πολεμίζειν, | ἀλλά τε λάθρῃ γυῖα βαρύνεται. *x, 390 εἰ δὲ θανόντων περ καταλήθοντ᾽ εἰν Ἀίδαο, | αὐτὰρ ἐγὼ καὶ κεῖθι φίλου μεμνήσομ̓ ἑταίρου). Hdt. 3.68 εἰ μὴ αὐτὴ Σμέρδιν . . γινώσκεις, σὺ δὲ παρὰ Ἀτόσσης πύθευ κτλ. 8, 115 εἰ δὲ καρπὸν μηδένα εὕροιεν, οἱ δὲ τὴν ποίην . . κατήσθιον. 9, 60 εἰ δ̓ ἄρα . . καταλελάβηκε . ., ὑμεῖς δὲ . . χάριν θέσθε. Vgl. 1. 13, 1. 7, 103. 159. X. C. 5.5.21 ἀλλ᾽ εἰ μηδὲ τοῦτ̓, ἔφη, βούλει ἀποκρίνασθαι, σὺ δὲ τοὐντεῦθεν λέγε, εἰ κτλ. Vgl. Hell. 4. 1, 33. 6. 3, 6 extr. Vect. 4, 40. P. Phaedr. 255a ἐὰν ἄρα καὶ ἐν τῷ πρόσθεν . . διαβεβλημένος . ., προϊόντος δὲ ἤδη τοῦ χρόνου κτλ. Vgl. Ap. 38, a ibiq. Stallb. Gorg. 502, b. S. Ant. 234 κει᾽ τὸ μηδὲν ἐξερῶ, φράσω δ̓ ὅμως. Vgl. OR. 302. — c) Nach komparativen und relativen Vordersätzen. *z, 146 οἵη περ φύλλων γενεή, τοίη δὲ καὶ ἀνδρῶν. h, 108 ὅσσον Φαίηκες περὶ πάντων ἴδριες ἀνδρῶν | νῆα θοὴν ἐνὶ πόντῳ ἐλαυνέμεν, ὣς δὲ γυναῖκες | ἱστὸν τεχνῆσσαι. S. Tr. 116 ὥστε . . οὕτω δέ. El. 27 ὥσπερ . . ὡσαύτως δέ. *b, 189 ὅντινα μὲν βασιλῆα καὶ ἔξοχον ἄνδρα κιχείη, | τὸν δ̓ ἀγανοῖς ἐπέεσσιν ἐρητύσασκε παραστάς. *b, 716 οἳ δ̓ ἄρα Μηθώνην καὶ Θαυμακίην ἐνέμοντο . ., τῶν δὲ Φιλοκτήτης ἦρχεν. Vgl. *i, 167. l, 148. τ, 329. Hdt. 4.123 ὅσον μὲν δὴ χρόνον οἱ Πέρσαι ἤισαν διὰ τῆς Σκυθικῆς . ., οἱ δὲ εἶχον οὐδὲν σίνεσθαι. Th. 2.46 ἆθλα γὰρ οἷς κεῖται ἀρετῆς μέγιστα, τοῖς δὲ καὶ ἄνδρες ἄριστοι πολιτεύουσιν. 1, 37 ὅσῳ ἀληπτότεροι ἦσαν τοῖς πέλας, τόσῳ δὲ φανερωτέραν ἐξῆν αὐτοῖς τὴν ἀρετὴν δεικνύναι. X. C. 3.3.36 οὓς γὰρ νεωστὶ συμμάχους ἔχομεν . ., τούτους δὲ ἡμᾶς δεῖ ὑπομιμνῄσκειν. Auch in Stellen wie S. Ph. 86 ἐγὼ μὲν οὓς ἂν τῶν λόγων ἀλγῶ κλύων, | Λαερτίου παῖ, τοὺς δὲ καὶ πράσσειν στυγῶ verdient τοὺς δὲ den Vorzug vor τούσδε. X. C. 8.5.12 ὥσπερ οἱ ὁπλῖται, οὕτω δὲ καὶ οἱ πελτασταὶ καὶ οἱ τοξόται. Die sich entsprechenden Glieder sind nicht immer vollständig oder ebenmässig ausgebildet, als: *y, 319 ἀλλ᾽ ὃς μέν θ̓ ἵπποισι . . πεποιθὼς | ἀφραδέως ἐπὶ πολλὸν ἑλίσσεται ἔνθα καὶ ἔνθα, | ἵπποι δὲ πλανόωνται ἀνὰ δρόμον st. τούτῳ δέ. Hdt. 3.133 ὅσον μὲν δὴ χρόνον ἦν ἔλασσον (sc. τὸ φῦμα), δὲ . . ἔφραζε οὐδενί st. τοσοῦτον δέ.

Anmerk. So steht δέ, besonders bei den Attikern, auch hinter verkürzten Vordersätzen in der Form des Partizips. X. M. 3.7.8 θαυμάζω σου, εἰ ἐκείνους, ὅταν τοῦτο ποιῶσι, ῥᾳδίως χειρούμενος, τούτοις δὲ (so muss man mit d. vulgata lesen) μηδένα τρόπον οἴει δυνήσεσθαι προσενεχθῆναι, dass obgleich . . doch, s. das. Kühners Bmrk. p. 343^{2}. An. 6. 6, 16 οἰόμενοι ἐν τῇ Ἑλλάδι . . τιμῆς τεύξεσθαι, ἀντὶ δὲ τούτων οὐδ᾽ ὅμοιοι τοῖς ἄλλοις ἐσόμεθα. Vgl. Hell. 3. 3, 7 ibiq. Breitenb. P. Symp. 220b πάντων οὐκ ἐξιόντων ἔνδοθεν, , εἴ τις ἐξίοι, ἠμφιεσμένων . ., οὗτος δ̓ . . ἐξῄει κτλ. Vgl. Hdt. 5.50. Antiph. 1.12 ibiq. Maetzner. 2. β, 4. Isocr. 15.71 (wo aber cod. Γ οἱ δὲ vor χεῖρον auslässt).

Sehr häufig wird ein solches aus einem Vorder- und einem Nachsatze bestehendes Satzgefüge einem andern solchen Sätzepaar durch δέ . . δέ entgegengestellt, sodass der zweite Vordersatz dem ersten, der zweite Nachsatz dem zweiten entspricht. Dergleichen Perioden sind bei Homer sehr häufig. In dem Nachsatze des ersten Sätzepaares kann das δέ auch weggelassen werden. Α, 53 ff. ἐννῆμαρ μὲν ἀνὰ στρατὸν ᾤχετο κῆλα θεοῖο: | τῇ δεκάτῃ δ̓ ἀγορήνδε καλέσσατο λαὸν Ἀχιλλεύς: | . . οἱ δ̓ ἐπεὶ οὖν ἤγερθεν ὁμηγερέες τε γένοντο, | τοῖσι δ̓ ἀνιστάμενος μετέφη πόδας ὠκὺς Ἀχιλλεύς. Ε, 436 f. τρὶς μὲν ἔπειτ᾽ ἐπόρουσε κατακτάμεναι μενεαίνων: | τρὶς δέ οἱ ἐστυφέλιξε φαεινὴν ἀσπίδ᾽ Ἀπόλλων: | ἀλλ᾽ ὅτε δὴ τὸ τέταρτον